1976 | Epiphanie eines Mythos – Teil 1

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Im Jahr 1976 begann das Terrorregime Pol Pots, dessen genozidaler Dystopie bis Ende 1978 fast ein Viertel der Bevölkerung Kambodschas (1,6 Millionen Menschen) zum Opfer fallen sollte. Im selben Jahr trat der größte bekannte Schlächter der Menschheitsgeschichte, Mao Zedong, von der Bühne dieser Welt ab[1], um fortan in der Hölle…

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1975 | Wachsende Anerkennung, zunehmende Bedrohung

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Im folgenden Teil der Generalversammlung 1975 musste sich die Mitgliedschaft mit einem weiteren Antrag auseinandersetzen, der weniger wegen seines Inhaltes, als wegen der Argumentation von Interesse ist, die schließlich zu seiner Ablehnung führte. Den Antrag stellte der Mitbegründer des Dortmunder Pädagogisch-Sozialen Zentrums, der Zweigleiter und Eurythmist Willi Kux. Er forderte, die…

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1975 | Die Verabschiedung eines Souveräns

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Im Jahr 1975 beschäftigte das Goetheanum rund 200 Mitarbeiter, von denen mehr als zwanzig zwischen 70 und 90 Jahre alt waren. Rund fünfzig dieser Mitarbeiter, also ein gutes Viertel, waren über 60.[1] Dieses Viertel befand sich also in einem Alter, das bis vor das Jahr 1915 zurückreichte. Die jüngsten dieser…

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1975 | »Ohne mehr Anthroposophie werden wir überhaupt nichts leisten können«

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Im Jahr 1975 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der anthroposophischen Gesellschaft »kooptiert«. Eine Kooptation ist keine demokratische Wahl, sondern die Erweiterung oder Ergänzung eines Verantwortungsgremiums durch sich selbst, die mit einer Form ritualisierter Zustimmung – in diesem Fall mit einer »Akklamation« – verbunden werden kann. Hagen Biesantz oblag…

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1975 | Rudolf Steiners eigentliche Aufgabe

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Die Jahresversammlung der anthroposophischen Gesellschaft 1975 hatte zwei gewichtige Entscheidungen zu treffen, die ihre Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten bestimmen sollten. Sie berief zwei neue Mitglieder in den Vorstand: den 59jährigen Jörgen Smit, der eine anthroposophisch besonders aktive Region, Skandinavien, repräsentierte, und den 49jährigen Manfred Schmidt-Brabant, der die Interessen der…

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1975 | Die »ätherische Frühlingsfrische« eines Leichnams

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1975 jährte sich der Todestag Rudolf Steiners zum fünfzigsten Mal, Anlass zurück und voraus zu blicken. Die anthroposophischen Periodika und Institutionen würdigten dieses Ereignis in vielfältiger Weise. An der Art der schriftlichen Würdigungen lässt sich auch die Spannbreite der Einstellungen von Orthodoxie bis Dissidenz ablesen, die im anthroposophischen Diskursfeld vertreten…

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1975 | Prophete rechts, Prophete links und Weltkind in der Mitten

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Die Vereinten Nationen hatten das Jahr 1975 unter der Devise »Gleichberechtigung, Entwicklung, Frieden« zum Jahr der Frau erklärt. Ausgerechnet in diesem Jahr scheiterte die Reform des Abtreibungsparagrafen 218 im deutschen Strafgesetzbuch am Bundesverfassungsgericht, das die 1974 vom Parlament mit einer hauchdünnen Mehrheit beschlossene, liberale Fristenregelung (Straffreiheit bis zur 12. Woche) für…

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1974 | Ganz reale Widersachermächte

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Aufschlussreich sind die Berichte, die am Abend des 7. April 1974 aus verschiedenen Ländern und der medizinischen Sektion bei der Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft gegeben wurden. Sie bezeugen, dass die anthroposophische Bewegung im sozialen und politischen Kontext Europas inzwischen unübersehbare Wirkungen entfaltete. Sie zeigen aber auch, dass diese Wirkungen teilweise…

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Ringsteine der Weisheit – IX – Joseph

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9. Kapitel: Die Weisheit des Lichtes im Wort Josephs. Das Licht dieser strahlenden Weisheit durchdringt die Welt der Imagination, die gemäß den Kundigen der Vorsehung das Organ und Reich der Offenbarung ist. [1] Āischa [2] (Gottes Wohlgefallen sei mit ihr) sagte: »Die Offenbarung nahm mit dem Gesandten Gottes als wahrhaftige Schau ihren…

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Die Ringsteine der Weisheit – VI – Isaak

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6. Kapitel: Die Weisheit der höchsten Wirklichkeit im Wort Isaaks Das Lösegeld eines Propheten ist ein Tier, das als Opfer dargebracht wird. Wie aber lässt sich das Blöken eines Schafs mit der Rede des Menschen vergleichen? Gott der Allmächtige machte den Widder mächtig, um unseretwillen oder um seinetwillen, ich weiß…

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