1974 | Der Ruf aus der Geisteswelt

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All die religiösen Topoi, die Rudolf Grosse in seiner Eröffnungsrede zur Generalversammlung 1974 angeschlagen hatte, wurden in der folgenden Ansprache von Friedrich Hiebel, der stellvertretend für den Gesamtvorstand aus der allgemein-anthroposophischen Sektion der Hochschule berichtete, aufgegriffen, wenn nicht sogar gesteigert. Der inzwischen 73jährige zog einen Vergleich zwischen dem Aufbau antiker…

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1974 | Die Opferhandlung Rudolf Steiners

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Aufgrund einer merkwürdigen zeitlichen Koinzidenz wurden die beiden führenden Weltmächte des Kalten Krieges im Jahr 1974 von Enthüllungen heimgesucht, die den Glauben an die ihnen zugrundeliegenden Ideologien schwerwiegend erschütterten. Anfang 1974 erschien in vielen westlichen Ländern das Buch Alexander Solschenizyns über den »Archipel Gulag«, in dem gnadenlos das sowjetische System…

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1973 | Die Anthroposophische Gesellschaft als »Geistorgan« der Menschheit

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Wie vielfältig und sozial folgenreich die Aktivitäten der »tätigen« Mitglieder der Gesellschaft waren, die laut Grosse oft mehrere Arbeitsfelder zu »beackern« hatten, geht aus den Berichten solcher Mitglieder am 19. und 21. April 1973 während der Generalversammlung hervor. Walter Holtzapfel und Rita Leroi erzählten aus der Arbeit der Medizinischen Sektion.…

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1973 | »Großkampf der Widersachermächte« und »Stoßkraft des Geistes«

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Will man erfahren, was die anthroposophische Gesellschaft und Bewegung in einem bestimmten Zeitraum beschäftigt, bieten sich die Mitgliederversammlungen an, die mindestens einmal im Jahr in der Regel zur Osterzeit stattfinden, und es dem neugierigen Auge des Historikers erlauben, durch die Berichte und aufgeworfenen Fragestellungen teilweise intimen Einblick in den Mikrokosmos…

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Evolution, Rasse und die Suche nach einer globalen Ethik

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Soeben erschienen Das Werk Rudolf Steiners ist im Lauf der Zeit in vielfältiger Weise rezipiert worden. Es gibt eine große  Spannbreite unterschiedlichster Verständnisse , die auch die Praxisfelder der angewandten Anthroposophie im Sozialen betrifft. Dies gilt auch für die Frage, ob Begrifflichkeiten in die Anthroposophie eingeflossen sind, die nach heutigem…

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1972 | »Es ist eine grenzenlose Qual gewesen«

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Der vierte und letzte Verhandlungstag der Generalversammlung 1972, der auf Rudolf Steiners Todestag fiel (30. März 1925), stand im Zeichen der Abrechnung mit dem dissidenten Vorstandsmitglied und seinen Getreuen. In der »freien Aussprache« schilderte eine Reihe von hochstehenden Funktionären der Gesellschaft ihre Sicht des Konfliktes und der Person Witzenmanns, andere,…

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1972 | »Dem Gewissen kann man keinen Zwang antun«

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Nach dem dramatischen Höhepunkt des zweiten Verhandlungstages, dem Auszug Herbert Witzenmanns und eines Teiles der Mitglieder aus dem großen Saal des Goetheanum, verlief auch der dritte Tag der denkwürdigen Generalversammlung nach dem Muster eines kathartischen Prozesses, der zwischen Selbsterhöhung und Selbsterniedrigung, zwischen Erfolgserzählungen und Selbstzerfleischung hin und her schwankte, während…

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