Islamische Gnosis

Jan Assmann hat in seiner Streitschrift »Die Mosaische Unterscheidung« seine Variante der opferreichen Geschichte des Monotheismus erzählt. Gemeinhin gilt die Auffassung, es gebe nur einen Gott und dieser eine sei der wahre, als Merkmal, das die »großen abrahamitischen« Religionen gemeinsam hätten. Dem Einen wird das Viele gegenübergestellt, das wahlweise verworfen,…

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Die Erzählung vom Vogel

Diese Erzählung stellt die zweite in einer Trilogie imaginativer Novellen Avicennas dar. Während die erste über »den Lebenden, den Sohn des Wachenden« von der Einladung berichtet, die ihm durch einen Engel zuteil wurde, sich in den Orient aufzumachen, schildert die vorliegende Erzählung, wie die im Okzident der diesseitigen Welt gefangene…

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Avicennas Erzählung »Der Lebende, der Sohn des Wachenden« – ein Kommentar

Henry Corbin kommentierte in seinem Buch »Avicenne et le récit visionnaire« die Erzählung Avicennas, die den ersten Teil einer Trilogie bildet. Hier folgt eine Übersetzung seines Kommentars in Auszügen. [Anmerkungen bzw. Ergänzungen des Übersetzers in eckigen Klammern]. Die Erzählung Avicennas will auf den Orient im wahren Sinn des Wortes hinweisen…

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Spiritualisierte Intelligenz und Umkehrung der Zeit

»Die historische Kritik … hat das Recht, die Zerstörung ihres Gegenstandes in Angriff zu nehmen, an den sie nicht glaubt; aber da dieser Gegenstand für sie nicht existiert, findet sie sich vor einem Nichts, über das es nichts weiter zu sagen gibt. Eine Wissenschaft, die damit beginnt, ihren Gegenstand zu…

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Präadamitische Welten und der Erzengel Seraphiel – Die Erzählung von der weißen Wolke III

Der dritte Teil der Erzählung von der weißen Wolke führt die Gefährten des ersten Imām der Zwölfer-Sch’īa auf ihrer imaginativen Reise durch eine Vielheit von Welten, die der Erschaffung Adams vorausgegangen sind, die Zeit wird für sie zum Raum und sie werden Zeugen weit zurückliegender Ereignisse, die in der »Akasha-Chronik«…

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Imagination des Menschen auf dem Weltenberg – Die Erzählung von der weißen Wolke II

Salmān der Reine, ein iranischer Ritter mazdäischer Herkunft, der eine geheimnisvolle Rolle bei der Initiation des Propheten Mohammed spielte, berichtet in der Erzählung von der weißen Wolke von jener mystischen Reise zum Weltenberg, auf die sich der erste Imām der Zwölfer-Sch’ī a mit einigen Begleitern begab. Qāzī Sa’īd Qommī (gest.…

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Die wahren Gotteskrieger oder: Wer hat dem Kreuze Rosen zugesellt?

»Auf die Frage nach der Bedeutung der Zusammenkunft zwölf hoher Gottesfreunde mit dem schon hochbetagten Gottesfreund vom Oberland zur Osterzeit des Jahres 1380 soll Rudolf Steiner geantwortet haben: Da haben Sie den Übergang zum Rosenkreuzertum. Es handelt sich um dasselbe, worauf Goethe in seinem Gedicht ›Die Geheimnisse‹ hingedeutet hat. Seither…

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Kosmosophie und mystische Anthropologie

Wie im ersten Beitrag zum persischen Sufimystiker ’Alāoddawleh Semnānī (1261-1336) dargestellt, führt ihn die spirituelle Erfahrung zu einer Art okkulter Physiologie oder mystischer Anthropologie der Geistorgane, die im inneren Menschen veranlagt sind und sich entfalten, wenn er – angeleitet vom Buch der Offenbarung, jenem Abbild des Archetyps der Schöpfung –…

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Die sieben Geistorgane des Menschen

Der persische Sufimystiker ’Alāoddawleh Semnānī (1261-1336) verfasste, wie viele andere vor und nach ihm, einen umfangreichen Kommentar zum Koran. Diese Kommentare sind nach Auffassung ihrer Autoren notwendig, da der Koran als offenbartes Buch lediglich die Außenseite der religiösen Wahrheit darstellt, die sieben esoterische Bedeutungen verbirgt, welche sich allein einer spirituellen…

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Der leidende Gott – Trinitarisches im Islam

Der Hinweis eines Lesers auf eine Bemerkung Rudolf Steiners, Mohammed sei durch den Engel, der ihn inspirierte, zur Ablehnung der Trinität bestimmt worden,  ist Anlass für die Veröffentlichung dieses Beitrags. In ihm beschreibt Henry Corbin, der bedeutendste europäische Erforscher der islamischen Esoterik, wie sich für Ibn Arabi (*1165 Murcia  / gest. 1240 Damaskus),…

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