1980 | Die Politik okkulter Brüderschaften

  Der Pforzheimer Arzt Karl Buchleitner kleidete sein Plädoyer[1] für ein politisches Engagement der Anthroposophischen Gesellschaft in eine Exegese des Satzes der Prinzipien von 1923, der vordergründig das Gegenteil besagt. Im § 4 heißt es bekanntlich über diese Gesellschaft: »Die Politik betrachtet sie nicht als in ihren Aufgaben liegend.« Diese…

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1980 | Der Zeitgeist Michael und die Freiheit des Denkens

Wie bereits bemerkt, drangen zu Beginn der 1980er Jahre vermehrt politische, jedenfalls sozialwissenschaftliche Fragestellungen in das inneranthroposophische Gespräch ein. Davon zeugen einige Beiträge, die in der zweiten Jahreshälfte 1980 in den Mitteilungen der deutschen Landesgesellschaft erschienen. Dietrich Spitta, der zum Vorstand der im November dieses Jahres gegründeten sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft gehören…

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Das Fiasko der »offenen Anthroposophie«

  Wie »vorsorgliche Krisenkommunikation« die Krisen erzeugt, die sie verhindern will. Gastbeitrag von Sophie von Freiberg. Im Juli dieses Jahres erschien in verschiedenen anthroposophischen Publikationen (Anthroposophie weltweit, Info3 u.a.) ein Text, zu dem sieben Autoren und eine Autorin jeweils ein Kapitelchen beigesteuert hatten, der die Leser, an die er sich wandte, im…

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1980 – Zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende

Die von van Manen kenntnisreich ausgebreitete Selbstdeutung der anthroposophischen Gesellschaft zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende bildete den Stimmungshintergrund, aus dem viele Angehörige der sogenannten Tochterbewegungen die Kraft für ihre Tätigkeit schöpften. Sie wollten mitwirken an der Vorbereitung jener Kulmination, jener großen Entscheidungszeit, der die anthroposophische Bewegung am Jahrhundertende zustrebte.…

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Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Albert Steffen (8) – Ein Versöhnungsaufruf verhallt (1942-1943)

Am 12. Dezember 1942 veröffentlichte die 75jährige Marie Steiner einen »Aufruf zur Versöhnung«, ihren sogenannten ersten Verständigungsappell[1], an die Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz im Nachrichtenblatt. Zu Recht wurde dieser Text als »Appell« bezeichnet, denn er ergeht sich in der Tat seitenlang in Reflexionen über den moralischen Verfall…

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