1980 | Souveränität und Föderalismus als Prinzipien geistiger Organisation

 

»Das ist die richtige Bruderschaft, wenn wir nicht verlangen, dass der andere sich mit uns deshalb vertragen soll, weil er dieselbe Meinung hat, sondern wenn wir jedem Menschen das Recht zugestehen, seine eigene Meinung zu haben.«

Rudolf Steiner 1906

Erstes Goetheanum. Deckenmalerei. Ausschnitt

Erstes Goetheanum. Deckenmalerei. Ausschnitt: »Ich erkennet sich«; Motiv der Bewusstseinsseele.

Fritz Götte (1901-1989)[1] beleuchtete im Michaeliheft der deutschen Mitteilungen das Verhältnis zwischen anthroposophischer »Bewegung« und »Gesellschaft«.[2] Er trat der verbreiteten Auffassung entgegen, die anthroposophische Bewegung umfasse alle »Sympathisanten« der Anthroposophie oder sei mit den Angehörigen der Tochterbewegungen (der Summe der Waldorflehrer, Ärzte, Heilpädagogen, Landwirte usw.) identisch.

Vielmehr handle es sich bei dieser Bewegung laut Steiner – hierin schloss er sich Spitta an – um eine »strömende geistige Substanz« überirdischer Natur. Sie sei vom Leben und der Aktivität geistiger Wesen erfüllt, die in der Geschichte wirkten. Geführt werde sie vom Zeitgeist Michael und seinen Scharen, Engelwesen, (präexistenten und postexistenten) Menschenseelen und Elementargeistern. Dieser übersinnliche Strom dränge nach Verkörperung auf der Erde, die er im Leib der Anthroposophischen Gesellschaft gefunden habe bzw. finde, sofern diese willens sei, ihn in sich aufzunehmen.

1902 habe Steiner, indem er Generalsekretär der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft geworden sei, diesen Inkarnationsprozess der »anthroposophischen Himmelsbewegung« in Gang gesetzt. Schon damals habe er klar zwischen »Bewegung« und »Gesellschaft« unterschieden. Als Beleg dafür führt Götte eine Äußerung Steiners aus dem Jahr 1904 an: »Das klare Bewusstsein, dass nur der Geist befreit, das ist es, was uns vereint in der Theosophischen Gesellschaft. Nicht das Wort allein, sondern der Geist gibt ihr ihre Bedeutung. Der Geist, der ausgeht von den großen Meistern, der durchfließt durch einige wenige, die sagen können: ich weiß, dass sie da sind, die großen Adepten, welche die Begründer der spirituellen Bewegung sind, nicht der Gesellschaft, ergießt sich in unsere Gegenwartskultur und gibt ihr die Impulse für die Zukunft«.[3]

Auch ein weiteres Zitat aus dem Jahr 1905 belegt laut Götte diese Differenzierung zwischen Bewegung und Gesellschaft. Hier unterscheidet Steiner zwischen der »Quelle okkulter Wahrheiten« und dem »exoterischen Leben der Gesellschaft«, um fortzufahren: »Wenn es sich um die Verbreitung des okkulten Lebens handelt, dann sprechen die Meister. Handelt es sich nur um die Organisation der Gesellschaft, dann überlassen sie das denjenigen, die auf dem physischen Plane leben […] Wenn es sich um das spirituelle Leben handelt, dann sprechen die Meister, handelt es sich um die bloße Organisation, dann ist Irrtum möglich, denn da schweigen die Meister.«[4]

Götte ist überzeugt, dass Steiner damit in erster Linie von sich selbst sprach, auch wenn er den Plural benutzte, denn er fährt fort: »Was Rudolf Steiner damals als ›Theosophie‹ vertrat, war seinem Wesen nach nichts anderes als das, was er später ›Anthroposophie‹ genannt hat. Er vertrat Ergebnisse seiner eigenen okkulten Forschung. Das aber war immer wesenseins mit anthroposophischer ›Bewegung‹. Er war ihr Repräsentant innerhalb der Theosophischen Gesellschaft, zumindest in deren deutschen Sektion.«

Ebenso wie Spitta betont Götte die Notwendigkeit der Entwicklung eines Gefäßes, das dem Inhalt, der aus den okkulten Quellen der Bewegung strömte, angemessen war.

Eine wichtige Etappe dieser Entwicklung sieht er im Münchner Kongress von 1907.[5] Hier habe Steiner von der Möglichkeit gesprochen, die Theosophie zu »bauen«: in Architektur, Pädagogik und im Sozialen. Aus diesem Gedanken sei der Goetheanumbau hervorgegangen, und der Versuch, die Gesellschaft, die 1912/13 den Namen der Anthroposophie annahm, als menschliches Gemeinschaftsgefäß für diese zu errichten. Die Idee der Anthroposophie als eines maurerischen Bauhauses sei bereits in der Gestaltung der Münchner Tagungsräume zum Ausdruck gekommen, mehr noch in der Grundsteinlegung des ersten Goetheanum am 20. September 1913, rund neun Monate nach der Trennung von der Theosophischen Gesellschaft. Mit der Grundsteinlegung sei die Offenbarung des »makrokosmischen Vater Unser« einhergegangen, das Eintauchen in die Erde (durch die physische Grundsteinlegung) mit einem Aufschwung in höchste Geisteshöhen verbunden gewesen.

Im Gegensatz zur deutschen Sektion übernahm Steiner bekanntlich in der neu gegründeten Anthroposophischen Gesellschaft überraschenderweise kein Amt, ja er wurde nicht einmal Mitglied. »Esoterische Leitung und Gesellschaftsführung waren also zwei deutlich unterschiedene Verantwortungsbereiche.« Die Frage, warum Steiner 1902 Generalsekretär der deutschen Sektion einer Gesellschaft wurde, also ein Amt übernahm, 1912/13 jedoch nicht, wirft Götte nicht auf. Immerhin leitete er in der deutschen Sektion nicht nur eine Gesellschaft, sondern auch eine Esoterische Schule. Die Konstellation entsprach also jener von 1923 mit Gesellschaft und Freier Hochschule. Umso interessanter wird das Interim von 1912/13 bis 1923.

Laut Götte unternahm Steiner bereits 1911 in Gestalt der »Gesellschaft für theosophische Art und Kunst« den Versuch, ein Gefäß zu stiften, das dem esoterischen Inhalt angemessen war. Götte sieht in ihr ein »gleichsam irdisches, aber rein geistiges Organ der ›Bewegung‹«. Warum diese Gesellschaft oder – wie Steiner betont – diese »Arbeitsweise«, im Gegensatz zu jener von 1912/13 »rein geistig« gewesen sein soll, wird vom Autor nicht näher erklärt. Vermutlich greift er eine Formulierung Steiners aus der Ansprache vom 15. Dezember 1911[6] auf, in der dieser die Aufgabe des »unter dem unmittelbaren Protektorat des Christian Rosenkreutz« gestifteten »Arbeitskreises« (der auf den »provisorischen« Namen »Gesellschaft für theosophische Art und Kunst« getauft wurde) als eine »rein geistige« bezeichnete.

Seine Aufgabe habe der Arbeitskreis, so Steiner weiter, empfangen »vermöge seiner eigenen Anerkennung unserer geistigen Strömung« und er (der Arbeitskreis) sehe »das Prinzip der Souveränität des geistigen Strebens, das Prinzip des Föderalismus und der Selbstständigkeit alles geistigen Strebens als unbedingte Notwendigkeit«. Sich selbst schrieb Steiner die Rolle eines »Interpreten« (Dolmetschers) der Grundsätze und Intentionen der Aufgabenstellung des Kreises zu, die »in der geistigen Welt« niedergelegt seien. Mehrfach betonte er das Prinzip der Souveränität: »Es ist ja die Arbeit, um die es sich handeln wird, eine im Wesentlichen innere, und es wird zum ersten Mal dasjenige vor die Welt treten sollen, was in absoluter Freiheit gehaltene Arbeit besonders dieser einzelnen Persönlichkeiten ist«.

Götte zitiert diese Ansprache, nicht aber die eben wiedergegebenen Sätze, sondern einen anderen, in dem von der Verpflichtung die Rede ist, zugunsten »geistiger Interessen« von allen persönlichen Ambitionen abzusehen: die Mitgliedschaft in diesem Kreis werde nämlich, so Steiner, »lediglich immerzu beruhen […] auf der Vertretung und auf der Anerkennung geistiger Interessen und auf der Ausschließung alles, alles Persönlichen«.

Dieser Satz ist im Zusammenhang mit Steiners Betonung der Souveränität, des Föderalismus und der Selbstständigkeit alles geistigen Strebens zu sehen, die Ausfluss der absoluten Freiheit sind, auf der jede geistige Kreativität, einschließlich der spirituellen beruht. Bemerkenswert ist, dass Steiner für das Wirken einer geistigen Institution bereits hier, 1911 – lange vor der Dreigliederungsbewegung – das Prinzip der absoluten Freiheit postuliert, aus dem sich individuelle Souveränität, also Selbstbestimmung, und gleichzeitig Föderalismus, also gegenseitige Anerkennung der individuellen Souveräne ergeben.

Diese einzigartigen Fundstücke greift Götte nicht auf. Stattdessen ist für ihn ein anderer Gesichtspunkt leitend, die Tatsache nämlich, dass Steiner diese Stiftung als Versuch bezeichnet habe, eine Organisation zu gründen, die sich von ihm selbst ablöse und »einen in sich selbst begründeten Bestand« habe. Auch dies verweist natürlich auf das Prinzip der geistigen Freiheit zurück, während Götte betont, Steiner habe hier einen Grundsatz formuliert, der »für alles Tätigsein in der Anthroposophischen Gesellschaft« verpflichtend sei, nämlich »im Dienste der Bewegung« von allen persönlichen Interessen abzusehen.

Auch Göttes weitere Ausführungen sind offenbar von seinem persönlichen Interesse bestimmt, das für sein Leben bestimmend war: der Bewegung bzw. der Gesellschaft zu dienen, mit der jene Bewegung 1923 eins geworden war. So entgeht ihm die Pointe, dass Steiner bereits 1911, bei seinem ersten Versuch, eine selbstständige Gesellschaft »aus der geistigen Welt«, d. h. aus völliger Freiheit, aus moralischer Intuition, zu stiften, eine Gesellschaft, die nicht aus der Not der Abgrenzung wie jene von 1912/13 geboren war, jenes konstitutive Prinzip des Geistesleben proklamierte, das im Grunde bereits in der Philosophie der Freiheit 1893 vorformuliert war: »Leben und Lebenlassen, das ist die Grundmaxime des freien Menschen«.[7]

Ein weiteres Mal kommt Götte auf das »ungeheure Wort« Steiners zurück, er habe den Anfang damit gemacht, eine Institution zu schaffen, »die sich von ihm selbst ablösen« könne. Auch bei seinem zweiten Versuch einer Interpretation geht er meines Erachtens am Kern der Aussage vorbei. Erneut betont er den »rein geistigen« Charakter der Stiftung, ihre Unabhängigkeit von der bestehenden (theosophischen) Gesellschaft, ihre Veranlagung dazu, die »Bewegung« in sich aufzunehmen – d. h. ihr selbstlos zu dienen – und ihre Verankerung »in freien Ichen«, die allein »der geistigen Welt verantwortlich« seien. Die Verantwortlichkeit der geistigen Welt gegenüber bestand und besteht aber in nichts anderem, als in der Verantwortung des Ich gegenüber sich selbst und den Erkenntnis- und Handlungsintuitionen, die in ihm aufleuchten, denn allein in jener und diesen gründet seine geistige Souveränität und absolute Freiheit, während das Außenverhältnis dieses Ich zu anderen durch das Prinzip der Föderalität, der gegenseitigen Anerkennung definiert ist.

Götte hingegen deutet die »Gesellschaft für theosophische Art und Kunst« als ein »rein geistiges Gegengewicht« zu dem damals verstärkten »irdischen Tun«, den äußeren Bau-Aktivitäten, wie dem Malscher Modellbau, dem Bau des Zweighauses in der Stuttgarter Landhausstraße und der Begründung des Johannes-Bauvereins.

Das »Gesetz aller Entwicklung«, das der Idee der Ablösung eines selbstständigen Gebildes von ihm selbst zugrunde lag, wurde von Steiner übrigens bereits 1909 in der Geheimwissenschaft im Umriss ausgesprochen: »Darauf beruht ja alle Entwickelung, dass erst aus dem Leben der Umgebung selbständige Wesenheit sich absondert; dann in dem abgesonderten Wesen sich die Umgebung wie durch Spiegelung einprägt und dann dies abgesonderte Wesen sich selbständig weiter entwickelt.«[8] Von den drei Stadien, die hier angesprochen werden: Absonderung aus dem Leben der Umgebung, Spiegelung der Umgebung im Abgesonderten, selbstständige Weiterentwicklung, repräsentierte der Versuch von 1911 das erste, zum zweiten oder dritten kam es nicht.

Und so scheint sich Steiner, aus was für Gründen auch immer, entschlossen zu haben, sich der 1912/13 selbstständig gewordenen anthroposophischen Gesellschaft, die sich »aus dem Mutterschoß der Theosophischen Gesellschaft« herausgequält hatte, als Lehrer zur Verfügung zu stellen, in der Hoffnung, durch seine Lehrtätigkeit werde sich irgendwann jene von ihm erhoffte geistige Souveränität entwickeln, die ein wahrhaft selbstständiges Leben der Gesellschaft erst ermöglicht hätte. Doch die erhoffte Entwicklung trat nicht ein. Daher der Entschluss 1923, erneut die Führung zu übernehmen, so wie 1902.

Diese Tatsache der vollständigen geistigen Unselbstständigkeit der Gesellschaft anerkennt auch Götte, wenn er schreibt: »Man muss das sich einmal klarmachen, um die Schicksalsdynamik der Anthroposophischen Gesellschaft zu verstehen und diese verarbeiten zu können: der Repräsentant der übersinnlichen ›Bewegung‹ wirkte als ihr Begründer seit 1913 als ihr väterlicher Freund und Lehrer zwar innerhalb und stand doch in gewisser Weise außerhalb der irdischen ›Gesellschaft‹. Doch das eigentliche geistige Leben dieser Gesellschaft war fast gänzlich abhängig von dem, was der Lehrer in den werdenden Organismus permanent und in allerhöchster Treue einströmen ließ [kursiv L.R.] […]

Wie ein Kind von Vater und Mutter unabhängig werden, auf seinen eigenen Beinen zu stehen und in die Welt zu gehen lernen muss, so auch die Anthroposophische Gesellschaft.«

An Ermunterungen, das Potential der Verselbstständigung zu ergreifen, ließ es Steiner nicht fehlen, auch in den folgenden Jahren. Ein Beispiel ist das von Götte angeführte Zitat aus dem Jahr 1915, aus einem Vortrag, der kurz vor dem Eintritt der Gesellschaft in ihr drittes Lebensjahrsiebt stattfand, in dem Steiner auf den Versuch von 1911 zurückblickte: »Die Gesellschaft für theosophische Art und Kunst sollte etwas sein, was sich von mir ablöst und ein eigenes Leben führt. – Das aber wird immer mehr und mehr notwendig sein: das Ablösen von mir und das Ein-eigenes-Leben-Führen, wenigstens der Möglichkeit nach. Wir müssen die Gefahr überwinden, die darin liegt, dass die Dinge eigentlich nur gut gehen, insofern dasjenige, was von mir begründet ist, von Woche zu Woche einfließt. Wir sind jetzt in den Jahren, wo die Gesellschaft für sich zeigen müsste, dass sie ebenso friedlich untereinander alles das pflegen könnte, was einmal da ist, es wirklich pflegen könnte so, als ob ich nicht mehr da wäre.«[9]

Auch in diesem Vortrag betont Steiner wieder die beiden voneinander abhängigen und sich gegenseitig bedingenden Aspekte der absoluten Freiheit des Geistes: Souveränität und Föderalismus, Selbstbestimmung und gegenseitige Anerkennung, wenn er fortfährt: »Wir müssen absolut die Möglichkeit überwinden, die vorhanden ist: dass unsere Mitglieder als solche sich selber untereinander, gewissermaßen einer dem andern gegenüber, nicht anerkennen. Denn Sie brauchen nur die Hypothese zu setzen und sich klar zu machen, welchen schlimmen Dienst man leisten würde, wenn alle immer so lebten, dass man sagte: Der Vorstand, der wird die Dinge schon machen. – Das geht nicht. Wohin würde man kommen, wenn ich eines Tages nicht mehr dabei wäre? Da würde ja die Gesellschaft gleich zersplittern.«[10]

Götte fällt auf, dass die letzten Sätze dieser Passage eine »Realprophetie« enthielten, die vorwegnahm, was nach Steiners Tod tatsächlich eintrat – die heillose Zersplitterung der Gesellschaft. Diese Zersplitterung, meint er, habe mit dem Verzicht auf die gegenseitige Anerkennung begonnen. Aber gegenseitige Anerkennung setzt geistige Souveränität voraus und kann nicht durch die Vermittlung einer dritten Instanz erfolgen, von der man lediglich eine Scheinselbstständigkeit erborgt. Nur der wahrhaft Freie kann den anderen Freien als seinesgleichen erkennen und anerkennen. Diese geistige Souveränität lässt sich auch nicht durch die Beschwörung einer Bruderschaftsidee ersetzen, die notwendigerweise heteronomer Imperativ sein muss, wenn sie nicht aus der Erkenntnis und Anerkenntnis der geistigen Individualität des anderen hervorgeht. Wahrhaft brüderlich kann nur sein, wer frei ist.

Genau dies ist auch der Inhalt der laut Götte vergessenen theosophischen Bruderschaftsidee, die er im Folgenden der anthroposophischen Gesellschaft von 1980 durch ein weiteres Zitat ans Herz legt: »Ein einheitliches Band schlingt sich um uns alle. Das wird uns klar werden, wenn wir versuchen, uns in diese höhere Welt hineinzuleben, uns wirklich zu erheben und in uns den geistigen Wesenskern zu erleben. Wenn in uns ein geistiger Wesenskern lebt, wird er uns zur Bruderschaft führen. Sie ist schon da auf den höheren Planen. Auf der Erde ist davon nur ein Abbild; ein Bild dessen, was auf den höheren Planen vorhanden ist, ist die Bruderschaft auf unserer Erde. Wir verleugnen das, was schon in uns ist, wenn wir auf der Erde nicht die Bruderschaft unter uns pflegen.«[11]

Mit anderen Worten: die Bruderschaft ergibt sich auf »natürlichem« Weg, wenn der Einzelne erst einmal seinen »geistigen Wesenskern« gefunden hat und ihn deshalb auch im anderen zu anerkennen vermag. Solche Anerkennung des Eigenen im Fremden setzt aber Toleranz bis zur Selbstverleugnung voraus. Auch darauf weist Steiner zu Beginn seines Vortrages hin: »Wir wollen nicht bloß die Person unseres Nächsten achten und schätzen und ihr so gegenübertreten, dass wir sie in ihrer vollsten Menschenwürde anerkennen, sondern wir wollen ins tiefste Innere der Seele hinein unseren Mitbruder als Seele anerkennen. Dann müssen wir aber mit [dem anderen] zusammensitzen und zusammenbleiben, auch wenn die größte Verschiedenheit der Meinungen vorhanden ist. Niemand darf wegen Meinungsverschiedenheit aus der Theosophischen Gesellschaft, aus der theosophischen Bruderschaft austreten.[12] Das ist gerade der Vorzug der Theosophen, dass sie brüderlich zusammenleben, auch wenn sie nicht einer Meinung sind.« Gegen Ende des Vortrags betont Steiner erneut – was Götte zitiert: »Daher müssen wir immer mehr und mehr versuchen, die theosophischen Gedanken so zu verwirklichen, dass wir bei der größten Verschiedenheit der Meinungen brüderlich miteinander weilen.«[13]

Interessanterweise zitiert Götte nicht den Satz, der ebenfalls in diesem Vortrag steht (und sich an das vorangehende Zitat unmittelbar anschließt): »Das ist die richtige Zusammengehörigkeit, die richtige Bruderschaft, wenn wir nicht verlangen, dass der andere sich mit uns deshalb vertragen soll, weil er dieselbe Meinung hat, sondern wenn wir jedem Menschen das Recht zugestehen, seine eigene Meinung zu haben.« [14] Aus dieser Anerkennung des Rechtes auf eine eigene Meinung und dem Zusammenleben und -wirken trotz der größtmöglichen Verschiedenheit dieser Meinungen geht laut Steiner die höchste Weisheit hervor, was der folgende Satz zum Ausdruck bringt: »Dann wird in dem Zusammenwirken der Gipfel der Weisheit errungen werden.«[15]

Da nun aber die meisten Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft, auch viele führenden, den doppelten Ausnahmezustand der Philosophie der Freiheit nicht realisierten, sondern stattdessen danach strebten, durch das Katapult der Offenbarung in die geistige Welt befördert zu werden, trat die psychische Inflation an die Stelle der mentalen Souveränität und vereinnahmende Identifikation mit dem Geisteslehrer ersetzte die freilassende Anerkennung der Gleichen. Daher die Krise des Jahres 1923 und die Katastrophen nach Steiners Tod.

Auch dafür bietet Götte eine eindrucksvolle Illustration durch den Hinweis auf Äußerungen Steiners im Jahr 1923, in welchen er davon sprach, die Gesellschaft habe es, obwohl sie sich im 21. Jahr ihrer Entwicklung befinde, versäumt, ihr eigenes »Ich« auszubilden: »Gerade auf diesem Felde lässt ja die Anthroposophische Gesellschaft insofern noch viel zu wünschen übrig, als sie in bezug auf die Bildung eines Gemeinschaftskörpers, eines eigenen Gesellschafts-Ichs, nicht einmal noch in den Anfängen steht[16]

Götte kommentiert: »Was ist ein menschlicher Organismus, der nach drei Jahrsiebenten noch nicht sein Ich in sich aufgenommen hat, was ist eine Gemeinschaft von Menschen, eine der Pflege des Spirituellen gewidmete Gesellschaft, die bis dahin ihr Selbstbewusstsein, ihr Ich noch nicht gefunden hat und damit allem möglichen Versagen und mannigfaltigen Irrwegen ausgesetzt ist? Einem solchen, noch nicht bewusst im Ich gegründeten geistseelischen Organismus sah sich Rudolf Steiner 1923 gegenüber.«

Es wäre eine Illusion, zu glauben, die Anthroposophische Gesellschaft habe durch Steiners Übernahme ihrer Leitung und die Geschehnisse der Weihnachtstagung gewissermaßen im Schnelldurchlauf ihre 21 Jahre lang versäumte Entwicklung nachgeholt. Stattdessen erhielt sie durch Steiner selbst, der ihre Leitung übernahm, eine Art Ersatz-Ich – wenn man will: ein »höheres Ich« – , das nur so lange wirkte, als es in ihr anwesend war. Götte stellt dieselbe Diagnose: »Es wäre eine Illusion, wenn wir, die heute noch in der Anthroposophischen Gesellschaft Lebenden, insbesondere aber auch, wenn diejenigen jungen Menschen, die sie in die Zukunft zu tragen haben, meinten, dies alles sei überwunden und es ginge sie nichts mehr an.« – Man erinnere sich daran, wie lange der verbliebene Vorstand nach Steiners Tod an der Fiktion festhielt, dieser leite weiterhin die Gesellschaft. Man fror sich mit dieser Fiktion im Zustand geistiger Unselbstständigkeit gleichsam ein und an die Stelle der zu erringenden ichhaften Souveränität traten astralische Idiosynkrasien, die zum Auseinanderbrechen der stets nur postulierten Einheit (des Vorstandes, der Gesellschaft) führten.

In einem Essay über anthroposophische Bewegung und Gesellschaft kann selbstverständlich der Blick auf die Weihnachtstagung nicht fehlen, denn durch sie sollten ja beide endlich in eins verschmolzen sein. Dieses von Steiner stammende Deutungsmotiv bejaht auch unser Autor, fügt allerdings hinzu, die heutigen Mitglieder der Gesellschaft (1980) sollten sich vor der »Attitüde« hüten, mit der genannten Tagung sei die Synthese ein für allemal vollbracht worden und man lebe seither in einer Gesellschaft, die mit der Bewegung identisch sei. Götte hält diese Attitüde für »irreführend«. Weil die Verschmelzung von Gesellschaft und Bewegung an die Anwesenheit seiner Person in letzterer gebunden war, an die von ihm verkörperte Personalunion beider, konnte deren Fortbestehen nach Steiners Tod nicht unterstellt werden.

Was Steiners Entschluss, die Führung der anthroposophischen Gesellschaft zu übernehmen, bedeutete, drückt Götte wie folgt aus: »Der esoterische Lehrer, der Repräsentant der ›Bewegung‹ war nunmehr Mitglied unter Mitgliedern der irdischen ›Gesellschaft‹, wenn auch als deren erster Vorsitzender. Als solcher wollte er […] die anthroposophische ›Bewegung‹ in der ›Gesellschaft‹ weiterführen. Die ›Gesellschaft‹ sollte auf diese Weise, einundzwanzigjährig geworden, auf die Stufe ihrer Erdenreife heraufgehoben werden und sich als ›Gesellschafts-Ich‹ finden.«

Die Mitglieder sollten sich nun laut Götte in einem durch Steiner repräsentierten, sie »überschwebenden Ich der Gesellschaft« zur Erdenreife emporschwingen. Wie Pädagogen ihre Schüler habe Steiner die Gesellschaft durch 21 Jahre hindurch angeleitet, »erzogen«, um sie 1923 auf die Probe zu stellen, ob sie reif geworden sei, sich »aus eigener Kraft« weiter zu entwickeln. Da dies offenkundig nicht der Fall gewesen sei, habe er selbst den Vorsitz übernehmen müssen.

Sein Tod habe die Gesellschaft vor die gravierendste ihrer Prüfungen gestellt: »entschwand damit die ›Bewegung‹ aus der geistig-seelischen Leiblichkeit der ›Gesellschaft‹?«, frägt Götte.

Nun sei die Situation 1925 doch eine andere gewesen, als in den vorangehenden Jahrsiebten. Denn zwischen 1923 und 1925 habe Steiner das »Füllhorn der Michaelsbewegung« in die Gesellschaft ausgegossen, und sie mit jener »ungeheuren Substanz« erfüllt, die sie zu ihrer »ichhaften Selbsterkenntnis« benötigte.

»Ich-Substanz im höchsten Sinne« sei durch die Karmavorträge in sie eingeströmt. Was heißt hier »Ich-Substanz«? Laut Götte »nährende, entwicklungauslösende Substanz für die individuell-persönlichen Iche der Mitglieder der ›Gesellschaft‹ und […] Substanz, die fördern konnte das Sichfinden der Einzel-Iche in dem, was Rudolf Steiner im Sommer 1923 das ›Gesellschafts-Ich‹ genannt hatte.«

Noch heute könnten sich die Mitglieder in die Inhalte der Karmavorträge vertiefen und erahnen, welche »Potenzen das Gesellschafts-Ich« in sich berge, um sich in diesem zu »vereinigen«. Was versteht Götte unter »Potenzen«? »Das Karma jener menschlichen Träger des übersinnlichen Michaels-Geschichtsstromes, welche vor Jahrhunderten begannen, diesen in den irdischen Wesensstrom einzuleiten, um ihn dem Verderben zu entreißen und ihn wieder ›nach oben‹ zu lenken«. Dieses Gesellschafts-Ich enthalte alles, was die heutigen Mitglieder benötigten, um ihr »persönliches Ich zu bilden und zu erweitern«: nicht nur »menschliche Individualitäten«, sondern auch »reale Geistwesen«, vor allem den führenden Zeitgeist Michael, ja die gesamte Hierarchienwelt, zuletzt sogar die göttliche Trinität. Mit all diesen wahrlich nicht bescheidenen »Potenzen« könnten sich die Mitglieder im »immer neuen Durchleben des Grundsteins von 1923« verbinden.

Um alle Zweifel auszuräumen: Götte erklärt tatsächlich die gesamte göttliche Welt zum Inhalt des »Ich« der anthroposophischen Gesellschaft, sie sei die »wahre Ausgangsposition«, »von der alles irdische Gesellschaftswirken« ausgehe. Vermittler dieser göttlichen Welt war seiner Auffassung nach Rudolf Steiner: aus ihr wirkte »auf der Erde der durch und durch von ihr erfüllte Rudolf Steiner«. Vor seiner Größe seien alle gleich gering, keiner könne sich über den anderen erheben. Mit solchen Sätzen ruft Götte ganze Kaskaden religionsgeschichtlicher Konnotationen auf, Echos einer Leib-Christi-Mystik, deren Erbe er im Namen der anthroposophischen Gesellschaft beansprucht. Konsequent münden seine Ausführungen daher in Sätzen wie diesen: »Wir alle sind Pilger zum gleichen Ziele, in gleicher Mission auf einem Pfade, der, wie uns das Buch ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹ lehrt, ein Weg zum großen Hüter der Schwelle ist, dessen Wesen die Selbstlosigkeit selber ist, der sich uns, wie wir in der ›Geheimwissenschaft‹ hören, schließlich als der Christus offenbart. – Können wir diesen aus der anthroposophischen ›Bewegung‹ entspringenden Pfad jemals verlassen?«

Trotz all seiner Gesellschaftskritik hält auch unser Autor an der eingangs in Frage gestellten verbreiteten Überzeugung von der Identität von Bewegung und Gesellschaft fest. Dies zeigt auch sein an die Sprache eines Apokalyptikers erinnernder Ausblick: »Es ist gar nicht auszudenken, was es bedeuten würde für das notwendige ›Kulminierenkönnen‹ der Anthroposophie zum Jahrhundert- und Jahrtausendende, wenn Weg und Ziel, die uns bereits gewiesen sind, willensschwach unter uns aufgegeben würden. Dann würden wir wahrhaftig durch unsere unmichaelische Passivität darauf hinwirken, dass ›Bewegung‹ und ›Gesellschaft‹ auseinandergehen, statt dass wir alles nur in unseren Kräften Stehende dafür tun, die ›Bewegung‹ immer kraftvoller in die ›Gesellschaft‹ hineinzuleiten!«

Aus diesem Postulat der bevorstehenden »notwendigen Kulmination« der Anthroposophie ergibt sich auch seine Interpretation des »Fortwirkens der Weihnachtstagung«. Die »Vorstellung«, das, was die anthroposophische Gesellschaft bisher in ihren »schwachen Bemühungen« erreicht habe, genüge schon, hält er für abwegig. Als Kulmination könne man ihren gegenwärtigen Zustand kaum bezeichnen. Diese werde jedoch in naher Zukunft, »wie wir annehmen müssen, unter des großen Lehrers Führung« eintreten. Dieser werde kaum, wie 1902, »von vorne beginnen« können, denn dann wäre sein Erdenwirken vergeblich gewesen. Wo aber könne er anknüpfen, wenn er denn wieder erscheine? »Bei denen, welche es nicht aufgegeben haben, auf seinen großen Gaben fußend, ›Bewegung‹ ichhaft in die ›Gesellschaft‹ einströmen zu lassen mit dem Ziel: Bewegung und Gesellschaft wahrhaft eins werden zu lassen.« Ob aber die gegenwärtigen Mitglieder der Gesellschaft etwas zu der bevorstehenden Kulmination, zum Einssein von Bewegung und Gesellschaft, beigetragen hätten oder nicht, das werde allein »die Gnade von oben« zeigen »und der Verlauf der Weltgeschichte, die entweder aus der Kraft der Anthroposophischen Bewegung gerettet werden oder in den heute schon sich auftuenden Abgrund stürzen wird.«

Seit 1924 habe sich die Aufgabe der anthroposophischen Bewegung (und damit der Gesellschaft) nicht geändert: sich »letztgültig« der »Rettung der Erde und der Erdenzivilisation vor dem Verfall« zu widmen.

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Anmerkungen:


  1. Götte war eine der herausragenden Gestalten der anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Als ehemaliger Wandervogel schloss er sich 1926 der Freien Anthroposophischen Gesellschaft an. Emil Leinhas vermittelte ihm eine Stelle in den internationalen Laboratorien in Stuttgart, aus welchen sich später die Weleda entwickelte. Dieser sollte er 25 Jahre angehören, ab 1938 als stellvertretender Direktor, ab 1941 als Direktor der deutschen Niederlassung. Nach der Stilllegungsverfügung des nationalsozialistischen Regimes führte er die fast ein Jahr dauernden Verhandlungen um Wiederzulassung, die – ohne dass er Kompromisse einging – zum Erfolg führten. Durch seine vielfältigen Kontakte zu Ärzten trug er zur Entstehung einer anthroposophischen Medizinerbewegung bei. 1947 gehörte er zu den Gründern des Verlages Freies Geistesleben und wurde 1948 von Emil Bock zum Schriftleiter der deutschen Mitteilungen berufen, der er bis 1971 blieb. Zerwürfnisse mit Oskar Schmiedel führten im Jahr 1951 zu seiner Entlassung durch die Arlesheimer Zentrale der Weleda. Unternehmer des »Heidenheimer Kreises«, dem er selbst angehörte (an diesem Kreis nahmen u.a. Peter von Siemens, Hanns Voith, Kurt Herberts, Franz Schily, Walter Rau und das Ehepaar Kreutzer von Staedtler teil) unterstützten ihn nach der Kündigung. 1953 wurde er Stellvertreter von Erich Schwebsch in der Redaktion der Zeitschrift Die Drei, die er nach dem Tod des letzteren bis 1969 weiterführte. Er beteiligte sich 1950 an den »Konstanzer Gesprächen« mit der Nachlassverwaltung, 1956 am »Scheveninger Kreis«, der Verhandlungen mit der holländischen Landesgesellschaft führte und den Auseinandersetzungen über die Bücherfrage Ende der 1960er Jahre, jeweils mit dem Ziel, Gesellschaftskonflikte zu befrieden. Siehe Bodo von Plato (Hg.), Anthroposophie im 20. Jahrhundert, Dornach 2003, S. 229-231.
  2. Mitteilungen, Michaeli 1980, S. 197-209. Alle Zitate, soweit nicht anders gekennzeichnet, aus diesem Artikel.
  3. 23.05.1904, GA 93, Dornach 1991, S. 32.
  4. 22.10.1905 (nachmittags), GA 93, S. 214.
  5. Dokumentation in GA 284.
  6. 15.12.1911, GA 264, Dornach 1996, S. 421 ff. Für diese »Gesellschaft«, die Steiner als künstlerische Abteilung einer weitaus umfassenderen Organisation verstand, die jedoch nicht über ihren Keimzustand hinausgelangte, wurden auch einige Verantwortliche benannt bzw., wie Steiner sich ausdrückt, »interpretiert«. Marie von Sivers als »Kuratorin«, weitere Personen als »Archidiakone«: Imme von Eckardtstein für allgemeine Kunst, für Literatur wiederum Marie von Sivers, Felix Peipers für Architektur, Adolf Arenson für Musik, Hermann Linde für Malerei sowie als »Siegelkonservatorin« Alice Sprengel, als »Konservatorin« der Zusammenarbeit Sophie Stinde und als »Sekretär« Carl Unger. Die Ansprache, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Generalversammlung der deutschen Sektion in Berlin stand, aber nichts mit dieser zu tun hatte, sollte wegen ihres auch für Steiner eigentümlichen Sprachstils unbedingt als Ganzes gelesen werden. Sie wurde 1947 von Marie Steiner als »Privatdruck« unter dem Titel Ein durch Rudolf Steiner gegebener Zukunftsimpuls und was zunächst daraus geworden ist herausgegeben. Steiner setzte in seiner Ansprache eine Frist bis zum Dreikönigstag, dem 6. Januar 1912, bis zu dem aus dem Kreis der Angesprochenen »absolut freie« Initiativen hätten ergriffen werden müssen. Als solche nicht erfolgten, hörte die Stiftung auf, zu existieren.
  7. 1918 erweitert zu: »Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens …«.
  8. GA 13, Dornach 1989, S. 191.
  9. 25.10.1915, GA 254, Dornach 1986, S. 190.
  10. Ebd., S. 190.
  11. 29.01.1906, GA 96, Dornach 1989, S. 28. Die Ausführungen erinnern an die Philosophie der Freiheit, in der es heißt: »Läge nicht in der menschlichen Wesenheit der Urgrund zur Verträglichkeit, man würde sie ihr durch keine äußeren Gesetze einimpfen! Nur weil die menschlichen Individuen eines Geistes sind, können sie sich auch nebeneinander ausleben. Der Freie lebt in dem Vertrauen darauf, dass der andere Freie mit ihm einer geistigen Welt angehört und sich in seinen Intentionen mit ihm begegnen wird. Der Freie verlangt von seinen Mitmenschen keine Übereinstimmung, aber er erwartet sie, weil sie in der menschlichen Natur liegt.« GA 4, Dornach 1995, S. 166.
  12. Diesen Sätzen vom Beginn des Vortrags, die das Austreten thematisieren, stehen solche am Ende zur Seite, die aktive und passive Trennung, also auch Ausschluss thematisieren. Siehe das Folgende.
  13. 29.01.1906, GA 96, Dornach 1989, S. 28.
  14. 29.01.1906, GA 96, Dornach 1989, S. 28.
  15. 29.01.1906, GA 96, Dornach 1989, S. 28.
  16. 11.06.1923, GA 268, Dornach 1981, S. 35.

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