»Auf weiteren Verkehr mit der Gesellschaft verzichte ich« – Marie Steiner vs. Steffen (12)

Die Delegiertenversammlung vom 2. April 1944 beschloss, eine Delegation von 12 Personen mit einem Verhandlungsmandat auszustatten, um Möglichkeiten einer Schlichtung zwischen den Parteien auszuloten. Zwei Angehörige der Delegation überbrachten Marie Steiner den Vorschlag, die gesamte Gruppe zu empfangen. Am 3. April 1944 teilte sie dem Vorstand mit: »Was die zwei…

weiterlesen

Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Steffen (11). Die Verurteilung von Roman Boos

Vier der Autoren von Briefen zur Verteidigung Steffens: Häusler, Locher, Maron und Schornstein, sollten zu den Unterzeichnern eines Antrages an die außerordentliche Generalversammlung am 5. März 1944 gehören, der Boos das Recht aberkennen wollte, im Namen der Anthroposophischen Gesellschaft zu sprechen und den Vorstand bat, ihm die Leitung der sozialwissenschaftlichen…

weiterlesen

1985 | Esoterische und astronautische Wahrheiten oder kann der Geistesforscher irren? (2)

Nach der Generalversammlung (auf die noch eingegangen wird) meldete sich Ende April Georg Unger mit einer Entschuldigung und dem Versuch einiger Klarstellungen zu Wort.[1] Der von ihm verfasste Artikel sei wohl zu einseitig gewesen und habe dadurch zu Missverständnissen Anlass gegeben. Der 76jährige Sektionsleiter bemühte sich mit einer Argumentation, die…

weiterlesen

Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Steffen (10). Der Streit um die »Freie Arbeitsgruppe« – Dezember 1943/Januar 1944

Zehn Mitarbeiter Marie Steiners, darunter Johannes Waeger, Charles von Steiger, Hans W. Zbinden und Jan Stuten nahmen sich den Aufruf Marie Steiners zu Herzen und teilten Steffen am 30. Dezember brieflich die Bildung einer aus 17 Personen bestehenden »Freien Arbeitsgruppe« mit, die sich die Aufgabe stellte, »im Geiste der Weihnachtstagung…

weiterlesen

Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Steffen (9). Gründung des Nachlassvereins – Albert Steffen wird verklagt

Dieser Beitrag greift den seit längerem liegengelassenen Faden der Erzählung über die Eskalation des Konfliktes zwischen Marie Steiner und Albert Steffen wieder auf. Den unmittelbar vorangehenden Essay finden Sie hier. Gründung des Nachlassvereins – 3. Juni 1943 Angesichts der bestehenden Zerwürfnisse und der tiefgehenden Zerrüttung des Vertrauens im Vorstand sowie…

weiterlesen

1984 | Umbau des Vorstandes, ein Fall von »Strassenraub«

»Rudolf Steiner ist als geistige Individualität die zentrale Wesenheit in der ganzen anthroposophischen Bewegung und auch nach seinem Tode in allen Schicksalszusammenhängen der ganzen Anthroposophischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Wir müssen diese überragende Individualität immer in unserer Mitte finden …« Jörgen Smit Bevor wir uns dem Zerrbild, das sich im Bewusstsein…

weiterlesen

1983 | Urbild und Zerrbild des Menschen. 50 Jahre nach 1933

Johannes Tautz, dessen 1976 erschienene Publikation Der Eingriff des Widersachers. Fragen zum okkulten Aspekt des Nationalsozialismus wir bereits ausführlich gewürdigt haben[1], blickte in einem Beitrag für die Mitteilungen der deutschen Landesgesellschaft zu Johanni anlässlich des inzwischen verstrichenen halben Jahrhunderts auf 1933 zurück.[2] Mitte Januar 1983 hatte im Berliner Reichstag eine…

weiterlesen

1982 | Mitte, Ost und West. Die Deutschen und ihr Volksgeist. Die Anthroposophische Gesellschaft als Urbild einer »offenen Gesellschaft«

Die Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft fand 1982 am 4. April, einem Palmsonntag, statt.[1] Seit der letzten Mitgliederzusammenkunft waren 600 verstorben, 2550 neue aufgenommen worden. Zu den prominenteren unter den Verstorbenen gehörten – neben Ernst Weißert – der Priester der Christengemeinschaft Otto Palmer (1896-1981), Verfasser einer Monographie zur Philosophie der Freiheit,…

weiterlesen

1982 | Apotheose oder Theophanie? (3) – Sergej O. Prokofieff und der »Menschheitslehrer« Rudolf Steiner

  Das umfangreichste Kapitel der Studie zu Steiners Lebensweg in Prokofieffs Buch beschäftigt sich mit seinem Wirken als »Menschheitslehrer«. Zu Beginn des Jahrhunderts, so wird erzählt, tritt er als »Verkünder« einer neuen »geistigen Offenbarung« an die Öffentlichkeit, um »der Erde« nach dem Ende des finsteren Zeitalters jene Kräfte zu bringen,…

weiterlesen

1982 | Apotheose oder Theophanie? – Prokofieff und die »Grundlegung der neuen Mysterien« – (2)

Das zweite Kapitel des okkulten Schlüsselromans, in den sich das Leben Rudolf Steiners im Bewusstsein des russischen Autors Sergej O. Prokofieff verwandelt, ist der »großen Sonnenperiode« vom 21. bis 42 Lebensjahr gewidmet, das der Ausreifung der drei Seelenglieder dient (PR, 39-65). Auch in dieser großen Periode folgen die Prüfungen, Kämpfe…

weiterlesen