1984 | Umbau des Vorstandes, ein Fall von »Strassenraub«

»Rudolf Steiner ist als geistige Individualität die zentrale Wesenheit in der ganzen anthroposophischen Bewegung und auch nach seinem Tode in allen Schicksalszusammenhängen der ganzen Anthroposophischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Wir müssen diese überragende Individualität immer in unserer Mitte finden …« Jörgen Smit Bevor wir uns dem Zerrbild, das sich im Bewusstsein…

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1981 | Anthroposophie ist keine Religion, aber religiös

  Wie bereits angedeutet, griff Hagen Biesantz in der Generalversammlung 1981 noch einmal die Frage nach dem Verhältnis zwischen Anthroposophischer Gesellschaft und Christengemeinschaft auf, die Grosse bereits berührt hatte.[1] Anlass war eine Sendung, die der Westdeutsche Rundfunk zu Steiners Geburtstag am 27. Februar ausgestrahlt hatte.[2] Darin war in der üblichen…

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1980 – Zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende

Die von van Manen kenntnisreich ausgebreitete Selbstdeutung der anthroposophischen Gesellschaft zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende bildete den Stimmungshintergrund, aus dem viele Angehörige der sogenannten Tochterbewegungen die Kraft für ihre Tätigkeit schöpften. Sie wollten mitwirken an der Vorbereitung jener Kulmination, jener großen Entscheidungszeit, der die anthroposophische Bewegung am Jahrhundertende zustrebte.…

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1979 | Vergangenheit, die nicht vergehen will

Am 25. Februar 1979 lud der Vorstand der anthroposophischen Gesellschaft, bestehend aus Rudolf Grosse, Friedrich Hiebel, Hagen Biesantz, Jörgen Smit, Manfred Schmidt-Brabant und Gisela Reuther die Mitglieder zur Generalversammlung ein, die dieses Jahr am 8. April, einem Palmsonntag, stattfand.[1] Zur Diskussion standen drei Anträge: eine vom Vorstand eingebrachte Änderung des…

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1978 | Horizontale Schwellen und vergessene Erkenntnisfragen

Die geradezu explosionsartige Ausbreitung anthroposophischer Initiativen im deutschen Sprachraum Ende der 1970er Jahre war zwar einzigartig, in abgeschwächter Form fanden aber auch in anderen Ländern Wachstumsbewegungen statt. Zum Beispiel in Frankreich. Als neuer Berichterstatter meldete sich Paul-Henri Bideau zu Wort, der ein Lehramt an der Sorbonne innehatte, mit Publikationen über…

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1978 | Anthroposophie im Dreipäpstejahr | Terrormorde, Massensuizide und friedlicher Umbau

Das »Dreipäpstejahr« verdankt seinen Namen spektakulären Ereignissen in der katholischen Kirche. Aber nicht nur diese altehrwürdige Institution weist 1978 eine durchwachsene Bilanz auf, sondern auch die Nebenbühne der neuen religiösen Bewegungen und die Hauptbühne der Weltpolitik. Im August dieses Jahres starb Paul VI., dem Johannes Paul I. nachfolgte, der allerdings…

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1977 | Auf der Suche nach dem unentdeckten Amerika

Der restliche Teil der Generalversammlung war ausgewählten Länder- und Sektionsberichten gewidmet. Von Interesse sind hier die Beiträge zu Italien und den USA, da sie Einblick in die politische und kulturelle Urteilsbildung sowie das Selbstverständnis führender Anthroposophen im Jahr 1977 geben. Aldo Bargero (1924-1987), der Generalsekretär der italienischen Landesgesellschaft, berichtete aus…

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1976 | Andrängende Studentenwogen und drohende Gewitterwolken

Die Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft am 11. April 1976 verlief bemerkenswert friedlich. Frühere Gesellschaftskonflikte klangen nur wie eine ferne Erinnerung in einzelnen Redebeiträgen nach, martialische Töne brachte allerdings ein Bericht Gerhard Kienles in die Versammlung, der von den Schlachten erzählte, die erfolgreich gegen das geplante deutsche Arzneimittelgesetz geschlagen worden waren.…

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1975 | Wachsende Anerkennung, zunehmende Bedrohung

Im folgenden Teil der Generalversammlung 1975 musste sich die Mitgliedschaft mit einem weiteren Antrag auseinandersetzen, der weniger wegen seines Inhaltes, als wegen der Argumentation von Interesse ist, die schließlich zu seiner Ablehnung führte. Den Antrag stellte der Mitbegründer des Dortmunder Pädagogisch-Sozialen Zentrums, der Zweigleiter und Eurythmist Willi Kux. Er forderte, die…

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