1976 | Der Eingriff des Widersachers – ein Versuch in Dämonologie

Unsere Übersicht der für die anthroposophische Gesellschaft und Bewegung »epochalen« Publikationen wäre nicht vollständig, wenn wir nicht an ein weiteres Buch erinnern würden, das ebenfalls im Jahr 1976 erschien: die Studie »Der Eingriff des Widersachers« von Johannes Tautz (1914-2008).[1] Diese Studie, die »Fragen zum okkulten Aspekt des Nationalsozialismus« behandelt, fasst…

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Anthroposophie und Wissenschaft

In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Forschungslandschaft der Komplementärmedizin erheblich verändert. Bereits 1992 veröffentlichte das Bundesforschungsministerium die Ergebnisse der Studie über »Unkonventionelle Medizinische Richtungen«. Ende der 1990er Jahre erschien eine Untersuchung des schweizerischen Nationalfonds, 2005 wurden die Ergebnisse des Schweizer Evaluationsprogramms Komplementärmedizin vorgestellt, in den USA wurden vom…

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1976 | Postume Rehabilitation – Ita Wegman und die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners

Die zweite epochale Publikation, die im Jahr 1976 erschien, war das Buch des Ehepaars Kirchner-Bockholt »Die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners und Ita Wegman«. Dieses Buch ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: es wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Art und Weise, wie Steiner mit den Ergebnissen seiner Geistesforschung umging und es rollt…

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1976 | Epiphanie eines Mythos – Teil 2

3. Die Weihnachtstagung als das »höchste Ereignis« der Menschheitsgeschichte«. Von der Weihnachtstagung als dem »höchsten Ereignis der jahrtausendealten Menschheitsgeschichte« spricht Rudolf Grosse im Kapitel über das »Fortwirken« dieser Tagung im Zusammenhang mit dem Anbruch der »neuen Michaelsherrschaft« 1879 und dem Kampf Ahrimans gegen den jungen Geistesforscher Rudolf Steiner. »Die geistige…

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1976 | Epiphanie eines Mythos – Teil 1

Im Jahr 1976 begann das Terrorregime Pol Pots, dessen genozidaler Dystopie bis Ende 1978 fast ein Viertel der Bevölkerung Kambodschas (1,6 Millionen Menschen) zum Opfer fallen sollte. Im selben Jahr trat der größte bekannte Schlächter der Menschheitsgeschichte, Mao Zedong, von der Bühne dieser Welt ab[1], um fortan in der Hölle…

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1975 | Wachsende Anerkennung, zunehmende Bedrohung

Im folgenden Teil der Generalversammlung 1975 musste sich die Mitgliedschaft mit einem weiteren Antrag auseinandersetzen, der weniger wegen seines Inhaltes, als wegen der Argumentation von Interesse ist, die schließlich zu seiner Ablehnung führte. Den Antrag stellte der Mitbegründer des Dortmunder Pädagogisch-Sozialen Zentrums, der Zweigleiter und Eurythmist Willi Kux. Er forderte, die…

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1975 | Die Verabschiedung eines Souveräns

Im Jahr 1975 beschäftigte das Goetheanum rund 200 Mitarbeiter, von denen mehr als zwanzig zwischen 70 und 90 Jahre alt waren. Rund fünfzig dieser Mitarbeiter, also ein gutes Viertel, waren über 60.[1] Dieses Viertel befand sich also in einem Alter, das bis vor das Jahr 1915 zurückreichte. Die jüngsten dieser…

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1975 | »Ohne mehr Anthroposophie werden wir überhaupt nichts leisten können«

Im Jahr 1975 wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand der anthroposophischen Gesellschaft »kooptiert«. Eine Kooptation ist keine demokratische Wahl, sondern die Erweiterung oder Ergänzung eines Verantwortungsgremiums durch sich selbst, die mit einer Form ritualisierter Zustimmung – in diesem Fall mit einer »Akklamation« – verbunden werden kann. Hagen Biesantz oblag…

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1975 | Rudolf Steiners eigentliche Aufgabe

Die Jahresversammlung der anthroposophischen Gesellschaft 1975 hatte zwei gewichtige Entscheidungen zu treffen, die ihre Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten bestimmen sollten. Sie berief zwei neue Mitglieder in den Vorstand: den 59jährigen Jörgen Smit, der eine anthroposophisch besonders aktive Region, Skandinavien, repräsentierte, und den 49jährigen Manfred Schmidt-Brabant, der die Interessen der…

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1975 | Die »ätherische Frühlingsfrische« eines Leichnams

1975 jährte sich der Todestag Rudolf Steiners zum fünfzigsten Mal, Anlass zurück und voraus zu blicken. Die anthroposophischen Periodika und Institutionen würdigten dieses Ereignis in vielfältiger Weise. An der Art der schriftlichen Würdigungen lässt sich auch die Spannbreite der Einstellungen von Orthodoxie bis Dissidenz ablesen, die im anthroposophischen Diskursfeld vertreten…

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