Lesenswert
Umwendung des Geistes. Theosophie IX
Herzmitte der anthroposophischen Esoterik
Christos Angelos – Engelschristologie (4) – Zeugnisse aus Urchristentum und Väterzeit
Im Urchristentum war die ganze Aufmerksamkeit auf das hohe Engelwesen gerichtet, das in Jesus von Nazareth durch Tod und Auferstehung bereits sein Erlösungswerk begonnen hatte und in Bälde als Menschensohn vom Himmel in verklärter Gestalt zur Verwirklichung des Reiches Gottes erscheinen sollte. Dass dieser Christus ein hohes Engelwesen war, wurde…
Die spirituelle Existenz der Hochschule und die Wurzel des Übels | 1979
Die spirituelle Existenz der Hochschule war eine Kernfrage im Wirken Herbert WItzenmanns. Wer vom Auftritt des »ehemaligen« Vorstandsmitglieds bei der Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft einen Eklat, eine Generalabrechnung oder ähnliches erhofft oder befürchtet hatte, sah sich enttäuscht. Als der hochgewachsene Greis mit seinen schlohweißen Haaren leicht schwankend die lange Treppe…
Christos Angelos – Engelschristologie (3) – Messias, Sohn Gottes, Menschensohn, Kyrios
In den ersten Jahrhunderten des Christentums gab es noch keine Trinitätslehre. Christus war nicht dem Vater und dem Hl. Geist gleich, Gott von Gott, ungeschaffen als eingeborener Sohn, Weltschöpfer als Logos, Fleisch geworden in Jesus. Stattdessen sahen viele Autoren in ihm ein von Gott, dem einzigen Vater und Schöpfer geschaffenes,…
Christos Angelos – Engelschristologie (2)
3. Die Überwindung der Geistermächte Ist nach Galater 6, 14 das Ende der alten Welt mit dem Tod Jesu eingeleitet, muss auch der erste Sieg über die widergöttlichen Engelmächte errungen sein, der schließlich mit dem Endsieg der Parusie vollendet werden wird. Wie Paulus die Beziehung Christi zu den Engelmächten sah,…
Christos Angelos – Engelschristologie (1)
Martin Werner, der evangelische Dogmenhistoriker und Kollege Friedrich Eymanns an der Berner Universität, der den Lesern dieses Blogs als Rezensent des Buches von Friedrich Rittelmeyer über »Anthroposophie und Theologie« sowie als Gutachter der evangelischen Kirche zur Frage der »Christlichkeit der Anthroposophie« bekannt ist, veröffentlichte 1941 ein umfangreiches Standardwerk über die…
Individuen, Völker, Volksgeister, Zeitgeister und die Menschheit
Fragment eines Kommentars zu Rudolf Steiners Vortragsreihe »Die Mission einzelner Volkseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie«, Kristiania 1910. Das Verständnis der Ausführungen Steiners über die »Mission« einzelner Völker und Volksgeister wird heute durch politische Sprachregelungen und Normierungen des Denkens erschwert, wenn nicht sogar verhindert. Die Begriffe »Volk«, »Volksseele« und…
Die drei Verwüstungen Europas und seine künftige Auferstehung
Im 20. Jahrhundert wurde Europa von einer dreifachen Verwüstung heimgesucht. Einer geistigen Verwüstung durch den Bolschewismus, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit der russischen Revolution begann und bis ins Jahr 1989 andauerte, als die Mauer fiel und die kommunistischen Parteidiktaturen, schließlich die Sowjetregierung selbst den Drang ihrer Völker…
Neu: Rudolf Steiners Weg zu Christus
Von der philosophischen Gnosis zur mystischen Gotteserfahrung. Die Christologie ist ein zentrales Thema im Werk Rudolf Steiners. Von seinen frühesten philosophischen Schriften an gehören Wesen und Bedeutung des Göttlichen zu den am häufigsten behandelten Fragestellungen. Dass Steiner seit 1901 aus einer genuinen mystischen Christuserfahrung sprach, ist kaum zu überhören. Wer…
Weihnachten im Zeitalter der Identitätskriege
Individualität ist unaussprechbar. Diese Einsicht des Neuplatonismus, der das Höchste und Erste daher nur »das Eine« nannte, fand irgendwann auch Einzug in die säkulare Welt. Leibniz sprach die zutreffende Beobachtung aus, man finde an einem Baum keine zwei Blätter, die sich absolut gleichsähen. Max Stirner zog aus seiner Idiosynkrasie gegen…
Tugendregime – Worum es in der politischen Kampfarena geht
Tugenden waren schon immer politisch. Zumindest seit die alten Griechen über sie nachzudenken begannen. Plato entwickelte seine Staatslehre aus einer Anthropologie der Tugenden, die im Zentrum der »Politeia« stand. Im Aufbau des Gemeinwesens und seiner Funktionsschichten spiegelte sich seiner Auffassung nach der Aufbau des Menschen. Die sozialen Aktivitäten der Bauern,…