1985 | Esoterische und astronautische Wahrheiten oder kann der Geistesforscher irren? (2)

Nach der Generalversammlung (auf die noch eingegangen wird) meldete sich Ende April Georg Unger mit einer Entschuldigung und dem Versuch einiger Klarstellungen zu Wort.[1] Der von ihm verfasste Artikel sei wohl zu einseitig gewesen und habe dadurch zu Missverständnissen Anlass gegeben. Der 76jährige Sektionsleiter bemühte sich mit einer Argumentation, die…

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1985 | Esoterische und astronautische Wahrheiten oder kann der Geistesforscher irren? (1)

Das anthroposophische Jahr 1985 begann mit einem kleinen Eklat. Georg Unger, der Sohn des 1929 ermordeten Carl Unger und seiner Frau Auguste Arenson, der seit 1963 die Mathematisch-Astronomische Sektion am Goetheanum leitete, veröffentlichte im Nachrichtenblatt für die Mitglieder einen Artikel über Äußerungen Rudolf Steiners und die Ergebnisse der Astronautik.[1] Als…

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Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Steffen (10). Der Streit um die »Freie Arbeitsgruppe« – Dezember 1943/Januar 1944

Zehn Mitarbeiter Marie Steiners, darunter Johannes Waeger, Charles von Steiger, Hans W. Zbinden und Jan Stuten nahmen sich den Aufruf Marie Steiners zu Herzen und teilten Steffen am 30. Dezember brieflich die Bildung einer aus 17 Personen bestehenden »Freien Arbeitsgruppe« mit, die sich die Aufgabe stellte, »im Geiste der Weihnachtstagung…

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Der Konflikt zwischen Marie Steiner und Steffen (9). Gründung des Nachlassvereins – Albert Steffen wird verklagt

Dieser Beitrag greift den seit längerem liegengelassenen Faden der Erzählung über die Eskalation des Konfliktes zwischen Marie Steiner und Albert Steffen wieder auf. Den unmittelbar vorangehenden Essay finden Sie hier. Gründung des Nachlassvereins – 3. Juni 1943 Angesichts der bestehenden Zerwürfnisse und der tiefgehenden Zerrüttung des Vertrauens im Vorstand sowie…

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1984 | Ein Coup und seine Verschleierung

Wie bereits berichtet, beschäftigten sich seit den 1970er Jahren einzelne Mitgliedergruppen detektivisch mit der Vereins- bzw. Gesellschaftsgeschichte. Dabei stießen sie auf Unstimmigkeiten zwischen der offiziellen Legende und historischen Dokumenten, die nach ihrer Auffassung darauf hindeuteten, dass kurz vor und nach dem Tod Steiners von verantwortlichen Funktionären des Goetheanumbauvereins und der…

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1984 | Anthroposophie im Zerrspiegel. Derwische und Chimären

Manfred Schmidt-Brabant entließ die Teilnehmer der Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft am 15. April 1984 mit einer Mahnung.[1] In Zukunft werde sie neuen Gefährdungen und Versuchungen ausgesetzt sein. Die Anthroposophie werde nicht nur bekämpft, die Gesellschaft müsse auch lernen, mit »Scheinlob und Scheininteresse« umzugehen. Da ihre Präsenz in der Öffentlichkeit…

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»Weiß-Sein« als Problem

Eric Kaufmann, Professor für Politik am Birkbeck College in London, hält eine Diskussion über »weiße Identität« für überfällig. Offenbar sieht er sich durch die ideologiebefrachtete »kritische Weißseinsforschung« in Bedrängnis gebracht. Daher möchte er die »weiße Identität« auch nicht als »Konstrukt« verstehen, das dem »Machterhalt« dient, sondern als eine »ethnische Identität«…

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1984 | Umbau des Vorstandes, ein Fall von »Strassenraub«

»Rudolf Steiner ist als geistige Individualität die zentrale Wesenheit in der ganzen anthroposophischen Bewegung und auch nach seinem Tode in allen Schicksalszusammenhängen der ganzen Anthroposophischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Wir müssen diese überragende Individualität immer in unserer Mitte finden …« Jörgen Smit Bevor wir uns dem Zerrbild, das sich im Bewusstsein…

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1984 | Krisen, Katastrophen und der Auftritt der Spinnentiere

Im Herbst 1984 wurde ein kraftstrotzender 73-jähriger Präsident vom amerikanischen Volk mit großer Mehrheit wiedergewählt (Ronald Reagan). Ihm war im Februar, nach dem Tod Andropows, ein todkranker Generalsekretär gegenübergetreten (Konstantin Tschernenko), der bereits nach dreizehn Monaten, im März 1985, sterben sollte. Tschernenko erscheint im Rückblick wie das Realsymbol eines vor…

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