Christus, das hohe Sonnenwesen – Geheimwissenschaft im Umriss 1909/10 (21)

Die Geheimwissenschaft im Umriss enthält, wie ihr Verfasser in der Vorrede zur Ausgabe 1925 schreibt, die »Umrisse der Anthroposophie als eines Ganzen«. Wir haben es – im Unterschied zu den qualitativ teilweise fragwürdigen Vortragsnachschriften – mit einem von Steiner selbst verfassten Text zu tun, der vom Autor mehrfach verbessert und präzisiert…

weiterlesen

Über die Selbsterkenntnis der Seele und des Geistes – II

Im zweiten Teil der Enneade V, 3 versucht Plotin († 270) die Beziehung des Geistes (nous) und des Einen (hen) zu bestimmen. Wie ist der Geist, der Vieles und zugleich Eines ist, zu denken und wie unterscheidet sich jenes Eine, das nicht Vieles ist, von ihm? Kann man überhaupt etwas über dieses Eine…

weiterlesen

Über die Selbsterkenntnis der Seele und des Geistes – I

Plotin († 270), der gemeinhin als der Begründer des Neuplatonismus gilt, ringt in dieser Untersuchung mit der Frage nach dem Geist, der in der Seele erscheint und nach einer Antwort darauf, wie er sich selbst erkennt. Seine Beobachtungen sind bewusstseinsgeschichtlich von hohem Interesse, denn sie zeigen, wie ein Philosoph im…

weiterlesen

Spiritualisierte Intelligenz und Umkehrung der Zeit

»Die historische Kritik … hat das Recht, die Zerstörung ihres Gegenstandes in Angriff zu nehmen, an den sie nicht glaubt; aber da dieser Gegenstand für sie nicht existiert, findet sie sich vor einem Nichts, über das es nichts weiter zu sagen gibt. Eine Wissenschaft, die damit beginnt, ihren Gegenstand zu…

weiterlesen

Wie erkennt der Mensch? Einige Antworten von Thomas von Aquin

Thomas setzt sich in seinen »Quaestionen« mit Platons Ideenlehre, der Illuminationstheorie des Augustinus, dem Materialismus Demokrits und mit Avicennas Theorie der aktiven Intelligenz auseinander. Auch wenn er die Vorstellung verwirft, der Mensch sei einer unmittelbaren Geisterkenntnis fähig, da sein Erkennen an Sinnesvorstellungen und damit an den Leib gebunden ist, behauptet…

weiterlesen

Vom Gott, der im Denken gegeben ist und anderen Dingen

Vor kurzem ist Band 2 der kritischen Steiner-Ausgabe (SKA) erschienen, der die beiden Werke »Wahrheit und Wissenschaft« und die »Philosophie der Freiheit« in all ihren Varianten enthält. Dem Band ist eine rund 110-seitige Einleitung des Herausgebers beigegeben, die in bewährter Manier Fragen behandelt, die im Anschluss an die beiden Werke…

weiterlesen

Vom Begreifen zum Schauen – Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung VIII

Die achte und letzte Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen«, versucht »sachgemäße« Vorstellungen vom »Schauen wiederholter Erdenleben« zu erwecken. Bevor dies geschieht, trägt Steiner allerdings einige Überlegungen vor, die thematisch zur vorangehenden Meditation gehören, betreffen sie doch einen weiteren phänomenologischen Unterschied zwischen der sinnlichen und der geistigen…

weiterlesen

Masken der Täuschung, entschleierte Wahrheit – Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung VII

Ähnlich wie die dritte Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen«, die sich mit der »hellseherischen Erkenntnis der elementarischen Welt« befasste, unterbricht auch die siebente den systematisch aufsteigenden Gang, der sich an den Wesensgliedern des Menschen orientiert, um einen methodischen Exkurs einzuschalten. Der erste Teil dieser Meditation befasst…

weiterlesen

Die sieben Geistorgane des Menschen

Der persische Sufimystiker ’Alāoddawleh Semnānī (1261-1336) verfasste, wie viele andere vor und nach ihm, einen umfangreichen Kommentar zum Koran. Diese Kommentare sind nach Auffassung ihrer Autoren notwendig, da der Koran als offenbartes Buch lediglich die Außenseite der religiösen Wahrheit darstellt, die sieben esoterische Bedeutungen verbirgt, welche sich allein einer spirituellen…

weiterlesen

Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung VI – der Zauberspiegel und das Wesen, das sich spiegelt

Die sechste Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen« wendet sich dem »Ich- oder Gedankenleib« zu. Die beiden Termini (»Ichleib«, »Gedankenleib«) kommen in Steiners Gesamtwerk äußerst selten vor, der erstere lediglich sechsmal, der letztere vierzehnmal. (Der »Ichleib« bemerkenswerterweise zuerst im 1907 erschienenen Aufsatz »Die Erziehung des Kindes …«,…

weiterlesen