1983 | Nazi-Wiedergänger, hinkende Demokratie und Kritik an der zynischen Vernunft

Am 19. Januar 1983 wurde Klaus Barbie, ein früherer Gestapo-Chef, der wegen seiner Grausamkeit als »Schlächter von Lyon« bezeichnet wurde, in Bolivien festgenommen, wohin er 1951 geflüchtet war, um sich unter dem Namen »Klaus Altmann« der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen. Der Festnahme waren einige vergebliche Versuche vorausgegangen, seiner in irgendeiner…

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Orwells Grammatik 2.0

Vor genau 70 Jahren ist Orwells kleine Grammatik des Neusprech erschienen[1]. Wie die Dystopie, der sie angehängt war, wurde sie inzwischen von der Realität überholt. Zeit also für ein Update. Das Neusprech war die in Transatlantien eingeführte Amtssprache und zur Deckung der ideologischen Bedürfnisse des Ökosoz[2] erfunden worden. Es hatte…

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Genderismus und Geschlechter-Apartheid

  Die Politsekte des Genderismus[1], die angetreten ist, das Individuum von der Identifikation mit seinen biologischen Geschlechtseigenschaften – also seiner Rassifizierung – zu befreien, zerstört nicht nur die Sprache, indem sie sie in ein byzantinisches Gestrüpp sinnwidriger Formeln zu pressen versucht, sie sperrt auch die Gesellschaft immer mehr in die…

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Blicke in das Geistesleben – Jordan Peterson

  Gastbeitrag von Reto Andrea Savoldelli. Diejenigen Seelen, die mit Rudolf Steiner bei der Aufgabe der Befreiung des Menschengeschlechts kooperieren, treten ungestützt von Interessensgruppierungen kometengleich im kulturellen Leben auf (von anthroposophischen Verbänden unbeachtet, kritisiert oder, wie im Fall von KenFM und Daniele Ganser, bekämpft). Dabei entspringt ihre Antriebsenergie der individuell…

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Autoritäre Sprachregime, Tugendterror und identitäre Erregungen

Bernd Stegemann, Professor für Dramaturgie in Berlin[1], hat es auf sich genommen, den kommunikativen Wahnsinn unserer Tage einer schonungslosen Kritik zu unterziehen. Wie zu erwarten, spielen in seiner Analyse autoritäre Sprachregime, Tugendterror und identitäre Erregungen eine herausragende Rolle. Bereits sein Buch Das Gespenst des Populismus (2017) enthielt längere Passagen über…

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1980 | Die Politik okkulter Brüderschaften

  Der Pforzheimer Arzt Karl Buchleitner kleidete sein Plädoyer[1] für ein politisches Engagement der Anthroposophischen Gesellschaft in eine Exegese des Satzes der Prinzipien von 1923, der vordergründig das Gegenteil besagt. Im § 4 heißt es bekanntlich über diese Gesellschaft: »Die Politik betrachtet sie nicht als in ihren Aufgaben liegend.« Diese…

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Das Fiasko der »offenen Anthroposophie«

  Wie »vorsorgliche Krisenkommunikation« die Krisen erzeugt, die sie verhindern will. Gastbeitrag von Sophie von Freiberg. Im Juli dieses Jahres erschien in verschiedenen anthroposophischen Publikationen (Anthroposophie weltweit, Info3 u.a.) ein Text, zu dem sieben Autoren und eine Autorin jeweils ein Kapitelchen beigesteuert hatten, der die Leser, an die er sich wandte, im…

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1980 | Aufstieg der Fundamentalopposition – die Grünen – Zur Geschichte der Anthroposophie im 20. Jahrhundert

Der postmaterialistische Wertewandel, der vielen sozialen Protestbewegungen der 1970er Jahre zugrunde lag und sich in sanften politischen Forderungen nach Lebensqualität, Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung artikulierte, brachte die traditionellen gesellschaftlichen Frontlinien durcheinander und löste die etablierte Solidarität mit den großen »Volksparteien« (CDU/CSU, SPD) auf. Insbesondere in Deutschland machte sich dieser Wandel im…

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