Die Entfaltung der Christologie im Werk Rudolf Steiners – 1906 (7)

In einer Vortragsreihe, die zwischen dem 27. Oktober und 6. November 1906 im Saal des Münchner Zweiges, in der Adalbertstraße 55 stattfand [1], versuchte Steiner in Anlehnung an das Johannes-Evangelium ein systematisches Gesamtbild der »theosophischen« Weltauffassung zu entwickeln und damit zugleich jenes »allermerkwürdigste Schriftstück der Welt« zu beleuchten, das seinem…

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Das Johannes-Evangelium als Einweihungsurkunde – 1906 (5)

Leider stehen dem Unterfangen, die Entwicklung bestimmter ideeller Motive im Vortragswerk Rudolf Steiners im Jahr 1906 zu verfolgen, unausräumbare Hindernisse im Weg. Diese ergeben sich aus der Beschaffenheit des Quellenmaterials. Professionell mitstenographierte und nicht redaktionell aufbereitete (bearbeitete, beschönigte) Vorträge Steiners weisen im Druck je nach Sprechdauer (1 ½ bis 2…

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Das Geheimnis des Hüters der Schwelle – 1905 (4)

Einen bedeutenden Schritt in der vertiefenden öffentlichen Beschreibung seiner Christus-Erfahrung stellen die beiden Aufsätze dar, die Steiner im August und September 1905 in der Zeitschrift Lucifer-Gnosis über den »Hüter der Schwelle« publizierte. Sie bilden den Schlussstein der Aufsatzreihe Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? – jenen Schlussstein, auf den…

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Theosophie als Dienerin des Christentums (3)

Nicht nur der bereits behandelte Aufsatz Einweihung und Mysterien, der von Juli bis September 1903 in Fortsetzungen in der Zeitschrift Luzifer-Gnosis erschienen ist [1], sondern auch der öffentliche Vortrag vom 4. Januar 1904 in Berlin zeugt von der Umwandlung, die Steiner in der zweiten Jahreshälfte 1903 erlebte, auf die seine 1924 aufgezeichnete…

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Die christlichen Mysterien gehen auf (2)

In die Rudolf Steiner Gesamtausgabe wurde 1999 ein merkwürdiges Dokument aufgenommen: Aufzeichnungen aus privaten Lehrstunden Rudolf Steiners, die er im Sommer 1903 in Berlin-Schlachtensee für Marie von Sivers, ihre Schwester Olga und Maria von Strauch-Spettini hielt. [1] Laut Herausgebern beruht der veröffentlichte Text auf »stichwortartigen Notizen Marie Steiners, die sie später…

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Vom Gott der Philosophen zur mystischen Gotteserfahrung (1)

Rudolf Steiners Weg zu Christus 1883-1902 [1] Rudolf Steiner hat die Geisteswissenschaft bekanntlich als Erfahrungswissenschaft verstanden. Allerdings hat er den Erfahrungsbegriff nicht so eng gefasst, wie der Empirismus seiner Zeit, sondern von Anfang an auch geistige Erfahrungen als vollgültige Gegenstände der wissenschaftlichen Erkenntnis betrachtet. In den Grundlinien einer Erkenntnistheorie [2] z.B. bezeichnet…

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Die Trinität im Werk Rudolf Steiners – ein Aphorismus

Der Trinität kommt im Werk Rudolf Steiners eine zentrale Bedeutung zu. Eine einigermaßen angemessene Behandlung der Rolle, welche die Trinität – oder allgemeiner – das Trinitarische in diesem Werk spielt, kann sich nicht darauf beschränken, lediglich die expliziten, an der Oberfläche des überlieferten Textkorpus liegenden Behandlungen der Trinität zu berücksichtigen.…

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1976 | Postume Rehabilitation – Ita Wegman und die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners

Die zweite epochale Publikation, die im Jahr 1976 erschien, war das Buch des Ehepaars Kirchner-Bockholt »Die Menschheitsaufgabe Rudolf Steiners und Ita Wegman«. Dieses Buch ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: es wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Art und Weise, wie Steiner mit den Ergebnissen seiner Geistesforschung umging und es rollt…

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Rudolf Steiner verstehen – ohne Wahrheit?

Eindrücke vom Kolloquium zur ‹SKA›. Das Kolloquium vom 23. April 2016, veranstaltet von der Akanthos-Akademie Stuttgart war in seiner Intention äusserst verdienstvoll, der erarbeitete Gehalt vielversprechend und sein Ergebnis vorläufig. Die Redner auf dem Kolloquium waren: Prof. Dr. Christian Clement, Prof. Dr. Christoph Hueck, Prof. Dr. Dr. Wolf-Ulrich Klünker, Frank Linde,…

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