»Weiß-Sein« als Problem

Eric Kaufmann, Professor für Politik am Birkbeck College in London, hält eine Diskussion über »weiße Identität« für überfällig. Offenbar sieht er sich durch die ideologiebefrachtete »kritische Weißseinsforschung« in Bedrängnis gebracht. Daher möchte er die »weiße Identität« auch nicht als »Konstrukt« verstehen, das dem »Machterhalt« dient, sondern als eine »ethnische Identität«…

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1983 | Nazi-Wiedergänger, hinkende Demokratie und Kritik an der zynischen Vernunft

Am 19. Januar 1983 wurde Klaus Barbie, ein früherer Gestapo-Chef, der wegen seiner Grausamkeit als »Schlächter von Lyon« bezeichnet wurde, in Bolivien festgenommen, wohin er 1951 geflüchtet war, um sich unter dem Namen »Klaus Altmann« der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen. Der Festnahme waren einige vergebliche Versuche vorausgegangen, seiner in irgendeiner…

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Orwells Grammatik 2.0

Vor genau 70 Jahren ist Orwells kleine Grammatik des Neusprech erschienen[1]. Wie die Dystopie, der sie angehängt war, wurde sie inzwischen von der Realität überholt. Zeit also für ein Update. Das Neusprech war die in Transatlantien eingeführte Amtssprache und zur Deckung der ideologischen Bedürfnisse des Ökosoz[2] erfunden worden. Es hatte…

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Genderismus und Geschlechter-Apartheid

  Die Politsekte des Genderismus[1], die angetreten ist, das Individuum von der Identifikation mit seinen biologischen Geschlechtseigenschaften – also seiner Rassifizierung – zu befreien, zerstört nicht nur die Sprache, indem sie sie in ein byzantinisches Gestrüpp sinnwidriger Formeln zu pressen versucht, sie sperrt auch die Gesellschaft immer mehr in die…

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1981 | Nieder mit dem Packeis, Freiheit für Grönland – Jugendrevolten aus anthroposophischer Sicht

Weitaus weniger eloquent als sein Vorredner ließ sich Jörgen Smit, der Leiter der Jugendsektion, der zu Beginn des Jahres auch die Pädagogische Sektion von Grosse übernommen hatte, bei der Generalversammlung über ein brisantes Thema aus: die sogenannten Jugendkrawalle, die zu dieser Zeit in vielen europäischen Städten stattfanden (Smit nannte: Zürich,…

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1980 | Die Politik okkulter Brüderschaften

  Der Pforzheimer Arzt Karl Buchleitner kleidete sein Plädoyer[1] für ein politisches Engagement der Anthroposophischen Gesellschaft in eine Exegese des Satzes der Prinzipien von 1923, der vordergründig das Gegenteil besagt. Im § 4 heißt es bekanntlich über diese Gesellschaft: »Die Politik betrachtet sie nicht als in ihren Aufgaben liegend.« Diese…

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1980 | Der Zeitgeist Michael und die Freiheit des Denkens

Wie bereits bemerkt, drangen zu Beginn der 1980er Jahre vermehrt politische, jedenfalls sozialwissenschaftliche Fragestellungen in das inneranthroposophische Gespräch ein. Davon zeugen einige Beiträge, die in der zweiten Jahreshälfte 1980 in den Mitteilungen der deutschen Landesgesellschaft erschienen. Dietrich Spitta, der zum Vorstand der im November dieses Jahres gegründeten sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft gehören…

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1980 | Terror unter dem Schild von Gladio

Im Jahr 1980 standen einige geostrategische Brennpunkte des »Grand Chessboards« (Zbigniew Brzeziński, 1997) [1] im Mittelpunkt des Interesses der politischen und militärischen Eliten des Kalten Krieges: Afghanistan und der mittlere Osten. Afghanistan Im Januar marschierten sowjetische Truppen im Land am Hindukusch ein. Der Einmarsch zog umgehend Sanktionen der USA gegen…

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1979 | Astralmarx oder dummer Hase und kluger Igel

Im Jahr 1979 wurde der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft erstmals auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit von seiten der Linken zuteil. Die vom Rotbuchverlag publizierte Reihe Kursbuch widmete ihr im März einen Beitrag in einem Themenband über Sekten.[1] Allerdings machte Joseph Huber, der Verfasser dieses Beitrages, der damals als Assistent am Otto…

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