1981 | Anthroposophie ist keine Religion, aber religiös

  Wie bereits angedeutet, griff Hagen Biesantz in der Generalversammlung 1981 noch einmal die Frage nach dem Verhältnis zwischen Anthroposophischer Gesellschaft und Christengemeinschaft auf, die Grosse bereits berührt hatte.[1] Anlass war eine Sendung, die der Westdeutsche Rundfunk zu Steiners Geburtstag am 27. Februar ausgestrahlt hatte.[2] Darin war in der üblichen…

weiterlesen

Konstruktive Hermeneutik – Hinweis auf eine bemerkenswerte Studie

  Lorenzo Ravaglis umfangreiche Studie vertieft mit Akribie und in konstruktiver hermeneutischer Haltung die durchaus komplexeste Dimension im Werk Rudolf Steiners. Mit dem ihm gewohnten interpretatorischen Mut hat sich der Autor nämlich zugetraut, ausgehend von seiner profunden Kenntnis der Quellen, den Weg nachempfinden zu lassen, der Steiner zu einer immer…

weiterlesen

Christos Angelos – Engelschristologie (4) – Zeugnisse aus Urchristentum und Väterzeit

Im Urchristentum war die ganze Aufmerksamkeit auf das hohe Engelwesen gerichtet, das in Jesus von Nazareth durch Tod und Auferstehung bereits sein Erlösungswerk begonnen hatte und in Bälde als Menschensohn vom Himmel in verklärter Gestalt zur Verwirklichung des Reiches Gottes erscheinen sollte. Dass dieser Christus ein hohes Engelwesen war, wurde…

weiterlesen

1977 | Auf der Suche nach dem unentdeckten Amerika

Der restliche Teil der Generalversammlung war ausgewählten Länder- und Sektionsberichten gewidmet. Von Interesse sind hier die Beiträge zu Italien und den USA, da sie Einblick in die politische und kulturelle Urteilsbildung sowie das Selbstverständnis führender Anthroposophen im Jahr 1977 geben. Aldo Bargero (1924-1987), der Generalsekretär der italienischen Landesgesellschaft, berichtete aus…

weiterlesen

Weihnachten im Zeitalter der Identitätskriege

Individualität ist unaussprechbar. Diese Einsicht des Neuplatonismus, der das Höchste und Erste daher nur »das Eine« nannte, fand irgendwann auch Einzug in die säkulare Welt. Leibniz sprach die zutreffende Beobachtung aus, man finde an einem Baum keine zwei Blätter, die sich absolut gleichsähen. Max Stirner zog aus seiner Idiosynkrasie gegen…

weiterlesen

Jenseits der Seraphim – 1910 – Zur Christologie Rudolf Steiners (26)

Einige der weiter oben angekündigten »Enthüllungen« tieferer Schichten der christologischen Wesenskunde finden sich in einer Vortragsreihe[1] für Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft, die im Anschluss an die Aufführung der Pforte der Einweihung im August 1910 in München stattfand. Diese Reihe, die man als eine große Hommage an die jüdische Spiritualität und…

weiterlesen

Das Mysterium von Golgatha – 1906 (10)

Die Entfaltung der Christologie im Werk Rudolf Steiners 1906 (10) In Band 97 der Gesamtausgabe, der erstmals mit dem Titel »Das christliche Mysterium« 1968 erschien, wurde auch ein Vortrag aufgenommen, den Steiner am 2. Dezember 1906 in Köln hielt. Der Text dieses Vortrages wurde 1945 von Marie Steiner im Nachrichtenblatt der…

weiterlesen