1980 | Der Zeitgeist Michael und die Freiheit des Denkens

Wie bereits bemerkt, drangen zu Beginn der 1980er Jahre vermehrt politische, jedenfalls sozialwissenschaftliche Fragestellungen in das inneranthroposophische Gespräch ein. Davon zeugen einige Beiträge, die in der zweiten Jahreshälfte 1980 in den Mitteilungen der deutschen Landesgesellschaft erschienen. Dietrich Spitta, der zum Vorstand der im November dieses Jahres gegründeten sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft gehören…

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1976 | Ballen und Spreizen – Zwischen »Verflachung« und »Vertiefung« – Zur Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft

Wie bereits erwähnt, berichtete Heten Wilkens in der Generalversammlung der  Anthroposophischen Gesellschaft am 11. April als Generalsekretär der deutschen Landesgesellschaft ausführlich über deren Tätigkeit. Was diesen Bericht für heutige Leser schwer verdaulich macht, ist nicht die Fülle an Vorgängen oder Daten, die er enthält, sondern seine Theoriebeladenheit oder – etwas…

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Ringsteine der Weisheit – IX – Joseph

9. Kapitel: Die Weisheit des Lichtes im Wort Josephs. Das Licht dieser strahlenden Weisheit durchdringt die Welt der Imagination, die gemäß den Kundigen der Vorsehung das Organ und Reich der Offenbarung ist. [1] Āischa [2] (Gottes Wohlgefallen sei mit ihr) sagte: »Die Offenbarung nahm mit dem Gesandten Gottes als wahrhaftige Schau ihren…

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Die Ringsteine der Weisheit – VI – Isaak

6. Kapitel: Die Weisheit der höchsten Wirklichkeit im Wort Isaaks Das Lösegeld eines Propheten ist ein Tier, das als Opfer dargebracht wird. Wie aber lässt sich das Blöken eines Schafs mit der Rede des Menschen vergleichen? Gott der Allmächtige machte den Widder mächtig, um unseretwillen oder um seinetwillen, ich weiß…

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Masken der Täuschung, entschleierte Wahrheit – Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung VII

Ähnlich wie die dritte Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen«, die sich mit der »hellseherischen Erkenntnis der elementarischen Welt« befasste, unterbricht auch die siebente den systematisch aufsteigenden Gang, der sich an den Wesensgliedern des Menschen orientiert, um einen methodischen Exkurs einzuschalten. Der erste Teil dieser Meditation befasst…

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Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung VI – der Zauberspiegel und das Wesen, das sich spiegelt

Die sechste Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen« wendet sich dem »Ich- oder Gedankenleib« zu. Die beiden Termini (»Ichleib«, »Gedankenleib«) kommen in Steiners Gesamtwerk äußerst selten vor, der erstere lediglich sechsmal, der letztere vierzehnmal. (Der »Ichleib« bemerkenswerterweise zuerst im 1907 erschienenen Aufsatz »Die Erziehung des Kindes …«,…

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Geisteswissenschaft als persönliche Erfahrung V – schauervolle Einsamkeit und erlösende Liebe

Die fünfte Meditation des Buches »Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen« versucht, eine »Vorstellung« des »astralischen« Leibes zu vermitteln. Ähnlich, wie der Ätherleib im physischen das Leben erweckt, ruft dieser astralische Leib im ätherischen das »höhere Leben« der geistigen Schau hervor. Daher wird er von Steiner auch als »Erwecker« des…

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Geistesforschung als Wissenschaft – V – die zwei Quellen der Täuschung, die Hüter der Schwelle

Aus den bisherigen Ausführungen dürfte hinreichend deutlich geworden sein, dass Steiner Geistesforschung als spirituellen Erfahrungsweg der Seele und als exakte Wissenschaft versteht. Der spirituelle Erfahrungsweg führt in existentieller Dramatik zu einem fundamentalen Umbau des Erkenntnissubjekts, zu einer Transformation seines gesamten Wesens, die nicht mit metaphorischen, sondern realen Erfahrungen des Todes…

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