1979 | Die spirituelle Existenz der Hochschule und die Wurzel des Übels

Wer vom Auftritt des »ehemaligen« Vorstandsmitglieds bei der Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft einen Eklat, eine Generalabrechnung oder ähnliches erhofft oder befürchtet hatte, sah sich enttäuscht. Als der hochgewachsene Greis mit seinen schlohweißen Haaren leicht schwankend die lange Treppe von der hintersten Reihe des großen Saals unter der Orchesterempore hinunterstieg, um…

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1979 | Vergangenheit, die nicht vergehen will

Am 25. Februar 1979 lud der Vorstand der anthroposophischen Gesellschaft, bestehend aus Rudolf Grosse, Friedrich Hiebel, Hagen Biesantz, Jörgen Smit, Manfred Schmidt-Brabant und Gisela Reuther die Mitglieder zur Generalversammlung ein, die dieses Jahr am 8. April, einem Palmsonntag, stattfand.[1] Zur Diskussion standen drei Anträge: eine vom Vorstand eingebrachte Änderung des…

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1978 | Versäumte Versöhnung (2)

Der vierte Verstorbene, den Grosse namentlich erwähnte, veranlasste ihn zu etwas längeren Ausführungen, da das problematische Verhältnis zur Institution, die jener repräsentierte – das Jahrzehnte der Gesellschaftsgeschichte geprägt hatte und auch 1978 fortbestand –, den meisten Anwesenden in lebhafter Erinnerung gewesen sein dürfte und Grosse selbst an der Entwicklung dieses…

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1974 | Der Untergang des Abendlandes

Einblick in die globalen Aktivitäten der anthroposophischen Bewegung vermitteln auch für das Jahr 1974 die Länder- und Sektionsberichte der Generalversammlung. Sowohl in Großbritannien als auch in den USA stand ein Führungswechsel bevor. Der 77jährige Cecil Harwood trat nach 37 Jahren von seinem Amt als Generalsekretär der englischen Landesgesellschaft zurück. An…

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1968: Ein Tag von weltgeschichtlich negativer Bedeutung

Am 14. Januar 1968 erschien im »Nachrichtenblatt« der Anthroposophischen Gesellschaft folgende Mitteilung: »Der Bücherverkauf am Goetheanum wird in Zukunft auch die durch die Nachlassverwaltung herausgegebenen Werke Rudolf Steiners in den Verkauf aufnehmen. Dieser Beschluss beendet einen seit vielen Jahren bestehenden, den Mitgliedern in seiner Verursachung bekannten Zustand. Dadurch werden Kräfte…

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1967: Die Verwirklichung der Weihnachtstagung als ewige Aufgabe

Mitte der 1960er Jahre beschäftigte sich die anthroposophische Bewegung nicht nur mit der »Bücherfrage«. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nahm diese Bewegung einen bedeutenden Aufschwung. Dieser Aufschwung war auch durch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung bedingt, durch die anthroposophische Kernthemen wie Menschenrechte, Emanzipation, Ökologie, ganzheitliche Heilweisen und Spiritualität auf die politische…

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