1978 | Versäumte Versöhnung (2)

Der vierte Verstorbene, den Grosse namentlich erwähnte, veranlasste ihn zu etwas längeren Ausführungen, da das problematische Verhältnis zur Institution, die jener repräsentierte – das Jahrzehnte der Gesellschaftsgeschichte geprägt hatte und auch 1978 fortbestand –, den meisten Anwesenden in lebhafter Erinnerung gewesen sein dürfte und Grosse selbst an der Entwicklung dieses…

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1976 | Epiphanie eines Mythos – Teil 1

Im Jahr 1976 begann das Terrorregime Pol Pots, dessen genozidaler Dystopie bis Ende 1978 fast ein Viertel der Bevölkerung Kambodschas (1,6 Millionen Menschen) zum Opfer fallen sollte. Im selben Jahr trat der größte bekannte Schlächter der Menschheitsgeschichte, Mao Zedong, von der Bühne dieser Welt ab[1], um fortan in der Hölle…

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1974 | »Ohne Angabe von Gründen«

1974 musste sich die Generalversammlung seit längerem wieder einmal mit Anträgen aus der Mitgliedschaft befassen, die sich interessanterweise beide auf das Selbstverständnis der Gesellschaft als soziale Körperschaft bezogen. 1972 hatte Michael Rist, ein enger Mitarbeiter Herbert Witzenmanns, die Einrichtung eines Seminars zum Thema »Gemeinschaftsbildung durch Individualitäten« vorgeschlagen, das den im…

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1974 | Der Ruf aus der Geisteswelt

All die religiösen Topoi, die Rudolf Grosse in seiner Eröffnungsrede zur Generalversammlung 1974 angeschlagen hatte, wurden in der folgenden Ansprache von Friedrich Hiebel, der stellvertretend für den Gesamtvorstand aus der allgemein-anthroposophischen Sektion der Hochschule berichtete, aufgegriffen, wenn nicht sogar gesteigert. Der inzwischen 73jährige zog einen Vergleich zwischen dem Aufbau antiker…

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1974 | Die Opferhandlung Rudolf Steiners

Aufgrund einer merkwürdigen zeitlichen Koinzidenz wurden die beiden führenden Weltmächte des Kalten Krieges im Jahr 1974 von Enthüllungen heimgesucht, die den Glauben an die ihnen zugrundeliegenden Ideologien schwerwiegend erschütterten. Anfang 1974 erschien in vielen westlichen Ländern das Buch Alexander Solschenizyns über den »Archipel Gulag«, in dem gnadenlos das sowjetische System…

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1968: Ein Tag von weltgeschichtlich negativer Bedeutung

Am 14. Januar 1968 erschien im »Nachrichtenblatt« der Anthroposophischen Gesellschaft folgende Mitteilung: »Der Bücherverkauf am Goetheanum wird in Zukunft auch die durch die Nachlassverwaltung herausgegebenen Werke Rudolf Steiners in den Verkauf aufnehmen. Dieser Beschluss beendet einen seit vielen Jahren bestehenden, den Mitgliedern in seiner Verursachung bekannten Zustand. Dadurch werden Kräfte…

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1967: Die Verwirklichung der Weihnachtstagung als ewige Aufgabe

Mitte der 1960er Jahre beschäftigte sich die anthroposophische Bewegung nicht nur mit der »Bücherfrage«. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nahm diese Bewegung einen bedeutenden Aufschwung. Dieser Aufschwung war auch durch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung bedingt, durch die anthroposophische Kernthemen wie Menschenrechte, Emanzipation, Ökologie, ganzheitliche Heilweisen und Spiritualität auf die politische…

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1949-1952 | Der Prozess um den Nachlass Rudolf Steiners

Der ursprüngliche Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft war nach der Kaltstellung und dem kurz darauf erfolgten Tod Marie Steiners auf zwei Mitglieder geschrumpft. Albert Steffen war bei Marie Steiners Tod 64 Jahre alt, Guenther Wachsmuth 55. Die Leitung einer Internationalen Gesellschaft mit Tausenden von Mitgliedern und die gleichzeitige Verantwortung für…

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1935 | Ausschluss und Verbot

Im Februar 1935 erschien eine »Denkschrift über Angelegenheiten der Anthroposophischen Gesellschaft in den Jahren 1925 bis 1935«, zu deren Verfassern Paul Bühler (1903-1966), Curt Englert-Faye, Otto Fränkl, Emil Grosheintz (1867-1946), Ehrenfried Pfeiffer (1899-1961), Hermann Poppelbaum, Paul Eugen Schiller (1900-1992), Günther Schubert und Jan Stuten (1890-1948) gehörten. Der Titel »Kampfschrift« hätte…

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