Salāmān und Absāl – die Erzählung vom mystischen Tod

Diese Erzählung stellt die dritte in einer Trilogie imaginativer Novellen Avicennas dar. Die erste, »der Lebende, der Sohn des Wachenden«, berichtet von der Einladung, die ihm durch einen Engel zuteil wurde, sich in den Orient aufzumachen, die zweite schildert, wie die im Okzident der diesseitigen Welt gefangene und fern von…

weiterlesen

Allegorie und Symbol, Begriff und Imagination, Hermetik und Gral

In seinem Werk über den iranischen Islam beschäftigt sich Corbin unter anderem mit der Frage, was die Esoterik als Theorie von der esoterischen Erfahrung unterscheidet. Während erstere in begrifflicher Form lehrhaft zum Ausdruck gebracht werden kann, kommt es bei letzterer darauf an, die Lehre zum Ereignis und Erlebnis umzuwandeln. Das…

weiterlesen

Die Engel Avicennas – IV

Die Pädagogik der Engel, der Heilige Geist und das menschliche Ich Da die Menschenseele ein Kind der aktiven Intelligenz ist, nimmt die letztere persönliche Züge an, die unsere Philosophen stets in ihr wahrnahmen. Durch diese persönlichen Züge wird sie zum Heiligen Geist. Dass der Heilige Geist mit dem Erzengel Gabriel…

weiterlesen

Über die Ursprünge der Anthroposophie III – Das »Christentum als mystische Tatsache« 1902

Im Herbst und Winter 1901 hielt Steiner eine Vortragsreihe im Kreis der ›Kommenden‹ über das Thema Von Buddha zu Christus. Diese Vorträge gelten als verloren. Seine Vorträge über das Christentum als mystische Tatsache, die zur selben Zeit in der Theosophischen Bibliothek stattfanden, könnten jedoch ein Hinweis auf Steiners Auffassung der…

weiterlesen

Helena Petrowna Blavatsky und die Theosophische Gesellschaft

Nicholas Goodrick Clarke widmet der Erneuerung der Theosophie durch H.P. Blavatsky in seiner Geschichte der westlichen Esoterik ein ganzes Kapitel. Zu Recht, denn die Theosophische Gesellschaft, die 1875 von Helena Petrowna Blavatsky und Henry Steel Olcott gegründet wurde, spielte bei der Verbreitung dieser Esoterik in der Moderne eine zentrale Rolle.…

weiterlesen

Rituelle Magie von 1850 bis heute

Wer sich in umfassender Weise mit der Geschichte der abendländischen Esoterik befassen will, muss auch die Erneuerung des Okkultismus und der rituellen Magie zur Kenntnis nehmen, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog. Diese Erneuerung ist ein komplexes, durch eine Vielzahl von Faktoren bedingtes Phänomen. Schon die…

weiterlesen

Vom Mesmerismus zum Spiritismus

Die intellektuelle Elite der Aufklärung betete die Vernunft als höchste Autorität, als Werkzeug zur Kontrolle der Natur, zur Entmachtung der Religion und zur Herausforderung des politischen Absolutismus an. Aber manchen Aufklärern entging nicht, dass die Vernunft nur eine Methode ist, Wissen zu organisieren. Kant meinte in seiner »Kritik der reinen…

weiterlesen

Rosenkreuzertum

Zur selben Zeit wie Jacob Boehmes Werk, Anfang des 17. Jahrhunderts, entstand ein weiterer machtvoller Strom der Esoterik in Deutschland. Er ging von der Legende des Christian Rosenkreutz und der Bruderschaft des Rosenkreuzes aus. Als anonyme Manifeste publiziert, beschrieben die »Fama Fraternitatis« und die »Chymische Hochzeit« die Entdeckung einer neuen…

weiterlesen

Alchemie, Paracelsus und die deutsche Naturphilosophie

Fortsetzung von »Magie der Engel und Planeten in der Renaissance« Die Alchemie spielt in der Esoterik der Renaissance eine bedeutende Rolle. Goodrick-Clarke widmet dieser Disziplin, die ebenso wie andere hellenistische Quellen der westlichen Esoterik in den letzten Jahrhunderten vor Christus in Ägypten ans Tageslicht trat und später durch griechische und…

weiterlesen

Magie der Planeten und Engel in der Renaissance

Ebenso bedeutsam wie Marsilio Ficino und Pico della Mirandola für die italienische Renaissance, war eine Reihe von Denkern für die Renaissance in Nordeuropa, mit denen sich das folgende Kapitel in Goodrick-Clarkes Buch befasst. Zu diesen Denkern gehörten Johannes Reuchlin, Johannes Trithemius, Agrippa von Nettesheim und John Dee. (Fortsetzung des Beitrags…

weiterlesen