Jungfräuliche Empfängnis und Paraklet – der zwölfte Imam

Der letzte Imām, Mohammad al-Mahdī, der Imām, der im Jahr 873 unserer Zeitrechnung in die »große Verborgenheit« eingetreten ist, entspricht einer Reihe anderer archetypischer Heroen, die ebenfalls aus der sinnlichen Welt entrückt wurden, ohne die Schwelle des Todes zu übertreten: Henoch, Elias, nach koranischer Auffassung sogar Christus, der nicht am…

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Esoterik des Islam – V – Der verborgene Imam und die letzten Dinge

Liebe Leser des anthroblog, dies ist der vorerst letzte Beitrag zur Esoterik des Islam. Wir haben diese Reihe und die früheren Beiträge über die Gnosis und Avicenna veröffentlicht, nicht etwa, weil wir zum Islam übergetreten wären und nun für ihn missionieren müssten, sondern um auf die im deutschen Sprachraum so gut…

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Esoterik des Islam – IV – Heilige Geschichte und Metageschichte

Der Begriff der heiligen Geschichte wird hier für Vorstellungen verwendet, die mit der Idee des Zyklus der Prophetie und der Initiation zusammenhängen. Es handelt sich nicht um eine Geschichte, die auf äußeren Beobachtungen, auf der Chronik oder Kritik empirischer Tatsachen beruht, sondern um eine Geschichte, die ihren Inhalt aus einer…

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Esoterik des Islam III – Gnoseologie

M.C. Escher, 1948

Zwischen der Erkenntnislehre einer prophetischen Philosophie und dem Phänomen des heiligen Buches, »das vom Himmel herabgestiegen ist«, gibt es einen wesentlichen Zusammenhang. Für eine philosophische Reflexion, die sich im Schoß einer Gemeinschaft des Buches abspielt, muss die Frage der Inspiration von zentraler Bedeutung sein. Die prophetische Philosophie, die sich im…

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Esoterik des Islam – I – Prophetologie

Wenn man heute von der »Esoterik des Islam« hört, dann denkt man zuerst an den Sufismus und seine Mystik. Dass es aber in Gestalt des Schīismus, der zweitgrößten islamischen Gemeinschaft, eine philosophisch-theosophische Esoterik des Islam gibt, die sich als solche versteht und bezeichnet, ist weitgehend unbekannt. Den Schīismus kennt man…

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Himmel und Hölle im Menschen

Der zweite Nachfolger Ahmad al-Ahsa’is in der Leitung der Schaichi-Schule war Hāddsch Muhammad Karīm-Khān Kirmāni (1809-1870). Sein Vater, der Gouverneur von Kerman und Belutschistan, ein Cousin des damals regierenden Schahs, gründete in Kerman eine noch heute seinen Namen tragende Madrasa. Karīm-Khān Kirmāni verfasste im Laufe seines Lebens über 270 Bücher.…

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