Autoritäre Sprachregime, Tugendterror und identitäre Erregungen

Bernd Stegemann, Professor für Dramaturgie in Berlin[1], hat es auf sich genommen, den kommunikativen Wahnsinn unserer Tage einer schonungslosen Kritik zu unterziehen. Wie zu erwarten, spielen in seiner Analyse autoritäre Sprachregime, Tugendterror und identitäre Erregungen eine herausragende Rolle. Bereits sein Buch Das Gespenst des Populismus (2017) enthielt längere Passagen über…

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1981 | Nieder mit dem Packeis, Freiheit für Grönland – Jugendrevolten aus anthroposophischer Sicht

Weitaus weniger eloquent als sein Vorredner ließ sich Jörgen Smit, der Leiter der Jugendsektion, der zu Beginn des Jahres auch die Pädagogische Sektion von Grosse übernommen hatte, bei der Generalversammlung über ein brisantes Thema aus: die sogenannten Jugendkrawalle, die zu dieser Zeit in vielen europäischen Städten stattfanden (Smit nannte: Zürich,…

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1980 | Aufstieg der Fundamentalopposition – die Grünen – Zur Geschichte der Anthroposophie im 20. Jahrhundert

Der postmaterialistische Wertewandel, der vielen sozialen Protestbewegungen der 1970er Jahre zugrunde lag und sich in sanften politischen Forderungen nach Lebensqualität, Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung artikulierte, brachte die traditionellen gesellschaftlichen Frontlinien durcheinander und löste die etablierte Solidarität mit den großen »Volksparteien« (CDU/CSU, SPD) auf. Insbesondere in Deutschland machte sich dieser Wandel im…

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1979 | Astralmarx oder dummer Hase und kluger Igel

Im Jahr 1979 wurde der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft erstmals auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit von seiten der Linken zuteil. Die vom Rotbuchverlag publizierte Reihe Kursbuch widmete ihr im März einen Beitrag in einem Themenband über Sekten.[1] Allerdings machte Joseph Huber, der Verfasser dieses Beitrages, der damals als Assistent am Otto…

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