Vom »kosmogenetischen Grundgesetz« – Neues aus Provo – (2)

Clements 191 Seiten umfassende Einleitung zu Steiners kosmanthropogonischen[1] Schriften ist zweigeteilt: der erste (allgemeine) Teil enthält den »Versuch« eines »neuartigen, kritisch-hermeneutischen Zugangs« zu diesen »Standardwerken anthroposophischer Literatur« (113 Seiten); der zweite eine »detaillierte Rekonstruktion der textuellen Entwicklungsgeschichte« der anthroposophischen Kosmogonie von 1883-1910 (78 Seiten). Letzterer referiert ausführlich die theosophischen Versuche,…

weiterlesen

Fast alles ist subjektiv – Neues aus Provo (4)

Die philosophischen Kontexte der anthroposophischen Kosmanthropogonie führen laut Clement von Kant über Schelling und Fichte (Vater und Sohn) zur Theosophie und über diese hinaus. Eine eingehendere Untersuchung seiner philosophischen Entwicklung entkräftet, wie er auch an dieser Stelle betont, die These von der »Konversion« Steiners zur Theosophie, vielmehr erweist sich durch…

weiterlesen

Von der Schrumpfung des Weltgeistes – Neues aus Provo (5)

Das Kapitel über Hegel und Schelling in Clements Einleitung birgt eine Überraschung: Steiner musste sich selbst des Vorwurfs des Solipsismus erwehren. Eine erstaunliche Parallele! Wie kommt es dazu? Aufgrund einer Untersuchung der Verwandtschaft der steinerschen Kosmogonie mit den identitätsphilosophischen, naturphilosophischen und bewusstseinsphilosophischen Systemen der beiden großen Idealisten. Offensichtlich ist für…

weiterlesen

Vom Gott der Philosophen zur mystischen Gotteserfahrung (1)

Rudolf Steiners Weg zu Christus 1883-1902 [1] Rudolf Steiner hat die Geisteswissenschaft bekanntlich als Erfahrungswissenschaft verstanden. Allerdings hat er den Erfahrungsbegriff nicht so eng gefasst, wie der Empirismus seiner Zeit, sondern von Anfang an auch geistige Erfahrungen als vollgültige Gegenstände der wissenschaftlichen Erkenntnis betrachtet. In den Grundlinien einer Erkenntnistheorie [2] z.B. bezeichnet…

weiterlesen

Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – V

Kants philosophische Verankerung der Gattung in einer höheren moralischen Ordnung, die im Nationalcharakter ihren Ausdruck finden sollte, inspirierte laut Hannaford am Ende des 18. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Autoren. Friedrich Schiller (1759-1805) war von Rousseaus hohem Lied auf die Natur, seiner Ablehnung der bestehenden politischen Verhältnisse, seinen Freiheitsidealen und…

weiterlesen