Anthroposophie in Geschichte und Gegenwart. Eine Antwort auf Helmut Zander

»Anthroposophie in Geschichte und Gegenwart« ist die dritte Antwort von anthroposophischer Seite auf Helmut Zanders zweibändigen Versuch, das Werk Rudolf Steiners zu dekonstruieren. Die erste, eine – gerechtfertigte – Polemik von Karen Swassjan, die sich vor allem mit Zanders zweifelhaften methodologischen Prämissen auseinandersetzte, erschien unter dem Titel »Aufgearbeitete Anthroposophie« 2007.…

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Liturgie und Zeitlosigkeit. Theosophie VI

Versluis deutet die Liturgie, das Messritual, aus der Perspektive des Geistrealismus gemäß dem religiösen Selbstverständnis. In der mittelalterlichen katholischen und in der orthodoxen Kirche bis in die Gegenwart empfangen die Gläubigen aus den Mysterien der Sakramente, den Ritualen und der heiligen Sprache, ihre geistige Nahrung. Anders als für den Protestantismus,…

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Die spirituelle Landschaft Zoroasters

Hymnus 19 des Avesta, der Zamyat, dem Engel der Erde gewidmet ist, wirft helles Licht auf Zarathustras Bild unseres heiligen Gestirns. Der Hymnus beginnt mit der Anrufung aller Berge, um den geistigen Wesensglanz und seine Besitzer zu ehren, zu denen auch manche der angerufenen Berge gehören. Diese Berge spielen eine…

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Die sieben Regionen der mythischen Erde

Wie sieht die imaginative Erde in der Genesis des Mazdaismus, im Bundahischn, aus? Ursprünglich war sie ein integres Ganzes, ein Allzusammenhang des Lebens. Aber unter dem Einfluss der dämonischen Mächte wurde sie in sieben voneinander abgegrenzte Regionen unterteilt. Die Zentralregion Xvanratha, »das leuchtende Rad«, ist so groß, wie die sechs…

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Die Erde als Engel

Manche Zeremonien werden im Avesta zu Ehren des Engels der Erde durchgeführt. Auch Gustav Theodor Fechner erschien noch im 19. Jahrhundert die Erde als Engel, aber für ihn war das bloß ein poetisches Bild. Dass die Wahrnehmung des Engels der Erde als Phantasieprodukt abgetan wird, deutet laut Corbin (»Spiritual Body…

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Christliche Theosophie, historisch. Theosophie V

Fortsetzung von Theosophie IV. Nach diesen Vorüberlegungen wendet sich Versluis im folgenden Kapitel der christlichen Theosophie der Neuzeit zu. Er vermittelt einen kurzen historischen Überblick über eine Reihe von Autoren, angefangen mit Jacob Böhme, in dem die Theosophie ihre »historisch bewussteste Form« annimmt, bis zu Franz von Baader im 19.…

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Die Realität der imaginativen Welt

Henry Corbins Beitrag zur Rehabilitierung einer verdrängten Erkenntnisform In Vorwort zur zweiten Auflage seines Buches »Spiritual Body and Celestial Earth« – »Geistiger Leib und himmlische Erde« – trug Henry Corbin 1989 so etwas wie das Manifest einer imaginativen Erkenntnis vor. Dieses Manifest wurde seit seiner Veröffentlichung viel zu wenig zur…

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Plato und Hermes. Theosophie IV

Fortsetzung von Theosophie III. Platonismus und Hermetik bezeichnet Versluis in einem schönen Bild als zwei Waisenkinder, die vom Christentum, vom Islam und vom Judentum adoptiert worden sind. Die christliche Theologie verdanke dem Platonismus einen Großteil ihrer Metaphysik und der Hermetik einen Großteil ihrer Kosmologie., ähnliches ließe sich vom Islam und…

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Eros im Mittelalter – Theosophie III

Fortsetzung von Theosophie II In der christlichen Mystik des Mittelalters, so Versluis, findet man sowohl die via negativa, als auch die via positiva. Die via negativa übersteigt alle Bilder und Symbole, um in der »Wolke des Nichtwissens« zu versinken, in der der Mystiker sich jenseits alles Sagbaren und Wissbaren mit…

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Gnosis und Engel. Theosophie II

Fortsetzung von Theosophie I Heute sei klar, dass das frühe Christentum eine Fülle unterschiedlicher Zugänge zu seinen höchsten Mysterien entwickelt habe, die nicht mehr alle als Häresien abgetan werden könnten. Die vergleichende Religionswissenschaft habe die tiefere Verwandtschaft zwischen den spirituellen Traditionen des Valentinian, der Mandäer, der Ismaeliten und des orthodoxen…

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