Warum weiße Privilegien ein Mythos sind – Teil 2

»Rasse« wird in den USA, die sich darin – zur Zeit noch – erheblich von Europa unterscheiden, als Erklärung für alles Mögliche herangezogen. Da amerikanische Diskursströmungen regelmäßig, wenn auch mit einiger Verspätung, in Kontinentaleuropa rezipiert werden, ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch hierzulande stärker durchsetzen und – analog…

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Warum weiße Privilegien ein Mythos sind – Teil 1

Sind weiße Privilegien schuld? In den USA, mittlerweile auch in Europa, wird vielfach behauptet, eine hinreichende kausale Erklärung für den unterschiedlichen gesellschaftlichen Erfolg verschiedener sozialer Gruppen sei die Tatsache, dass Weiße gegenüber anderen »Rassen« – wobei der Begriff der Rassen eigentlich als rassistisch gilt – privilegiert seien. Ersatzweise wird auch…

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Linksidentitäre Läuterungsrituale oder die Rückkehr des Tribalismus

Sandra Kostner, Migrationsforscherin und Geschäftsführerin des Masterstudiengangs »Interkulturalität und Integration« an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Herausgeberin des Debattenbandes über die identitätslinke Läuterungsagenda, erzählt in ihrer Einleitung von einem Schlüsselerlebnis in Australien. 2003 arbeitete sie für ein Museumsprogramm in Cairns. Auf einer Geburtstagsparty, bei der eine Reihe von Lehrern…

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1980 | Der Zeitgeist Michael und die Freiheit des Denkens

Wie bereits bemerkt, drangen zu Beginn der 1980er Jahre vermehrt politische, jedenfalls sozialwissenschaftliche Fragestellungen in das inneranthroposophische Gespräch ein. Davon zeugen einige Beiträge, die in der zweiten Jahreshälfte 1980 in den Mitteilungen der deutschen Landesgesellschaft erschienen. Dietrich Spitta, der zum Vorstand der im November dieses Jahres gegründeten sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft gehören…

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1980 – Zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende

Die von van Manen kenntnisreich ausgebreitete Selbstdeutung der anthroposophischen Gesellschaft zwischen verklärtem Ursprung und apokalyptischem Ende bildete den Stimmungshintergrund, aus dem viele Angehörige der sogenannten Tochterbewegungen die Kraft für ihre Tätigkeit schöpften. Sie wollten mitwirken an der Vorbereitung jener Kulmination, jener großen Entscheidungszeit, der die anthroposophische Bewegung am Jahrhundertende zustrebte.…

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1979 | Astralmarx oder dummer Hase und kluger Igel

Im Jahr 1979 wurde der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft erstmals auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit von seiten der Linken zuteil. Die vom Rotbuchverlag publizierte Reihe Kursbuch widmete ihr im März einen Beitrag in einem Themenband über Sekten.[1] Allerdings machte Joseph Huber, der Verfasser dieses Beitrages, der damals als Assistent am Otto…

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Tugendregime – Worum es in der politischen Kampfarena geht

Tugenden waren schon immer politisch. Zumindest seit die alten Griechen über sie nachzudenken begannen. Plato entwickelte seine Staatslehre aus einer Anthropologie der Tugenden, die im Zentrum der »Politeia« stand. Im Aufbau des Gemeinwesens und seiner Funktionsschichten spiegelte sich seiner Auffassung nach der Aufbau des Menschen. Die sozialen Aktivitäten der Bauern,…

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Sockenpuppen und Infokrieger – Wikipedia als Propagandainstrument

Derzeit wirbt Wikipedia wieder, wie jedes Jahr, um Spenden. Der Begründer der Online-»Enzyklopädie«, Jimmy Wales, weist die Besucher darauf hin, dass Wikipedia zwar zu den Top-Webseiten weltweit gehöre, aber kein kommerzielles Projekt sei, sondern vielmehr »gemeinnützig«. Und deshalb sei es auf Spenden angewiesen.[1] Wikipedia könnte, so Wales, mit Werbung sehr…

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