Vom Gott der Philosophen zur mystischen Gotteserfahrung (1)

Rudolf Steiners Weg zu Christus 1883-1902 [1] Rudolf Steiner hat die Geisteswissenschaft bekanntlich als Erfahrungswissenschaft verstanden. Allerdings hat er den Erfahrungsbegriff nicht so eng gefasst, wie der Empirismus seiner Zeit, sondern von Anfang an auch geistige Erfahrungen als vollgültige Gegenstände der wissenschaftlichen Erkenntnis betrachtet. In den Grundlinien einer Erkenntnistheorie [2] z.B. bezeichnet…

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Von der gnostischen Philosophie zur christlichen Mystik. Über die Ursprünge der Anthroposophie – I

The following investigation is methodologically based upon what Arthur Versluis calls »empathical empiricism« (Versluis, 2002). The hermeneutic of esotericism – as any hermeneutic worth its name – requests a kind of participatory scientific research which, though avoiding unmitigated identification with the subject, has to walk with it as far as…

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Jacob Boehme und die christliche Theosophie

Fortsetzung von Alchemie, Paracelsus und die deutsche Naturphilosophie Während des 17. und 18. Jahrhunderts waren die christliche Theosophie und der Pietismus ein Hort der Esoterik. Sie stellten laut Goodrick-Clarke, der sich hier Antoine Faivre und anderen Esoterikforschern anschließt, die protestantische Antwort auf die sich verhärtende Orthodoxie der lutherischen Reformation dar.…

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Antike Quellen der Esoterik

Im Gedenken an Nicholas Goodrick-Clarke, der Anfang August 2012 nach kurzer Krankheit verstorben ist. Dieser Artikel stellt die Fortsetzung von »Profunde Einführung, glänzender Überblick« dar. Die von Antoine Faivre herausgearbeiteten Denkmotive der Esoterik des Abendlandes wurzeln in der Antike. Das hellenistische Ägypten war die Geburtsstätte der Esoterik. In Alexandria, dem…

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Die achte Klimazone der Erde

Fortsetzung von »Fatima, die Tochter des Propheten« Der Historiker Tabari erzählt im neunten Jahrhundert unserer Zeitrechnung laut Corbin von einer geheimnisvollen Region, der »Erde der smaragdenen Städte«. Zwei Städte gibt es dort: Jabarsa und Jabalqa, zu denen die schiitische Theosophie eine dritte Stadt hinzufügt: Hurqalya. Hurqalya bezeichnet aber auch die…

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Die himmlische Sophia. Theosophie X

Die Lehren von der himmlischen Sophia bilden so etwas wie eine zweite Offenbarung neben dem Neuen Testament. Sie sind für die christliche Theosophie zentral, wenngleich sie stets im Geruch einer gewissen Heterodoxie standen. Die historischen Wurzeln liegen im Alten Testament, so gut wie im Neuen – aus ihnen hat sich…

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Plato und Hermes. Theosophie IV

Fortsetzung von Theosophie III. Platonismus und Hermetik bezeichnet Versluis in einem schönen Bild als zwei Waisenkinder, die vom Christentum, vom Islam und vom Judentum adoptiert worden sind. Die christliche Theologie verdanke dem Platonismus einen Großteil ihrer Metaphysik und der Hermetik einen Großteil ihrer Kosmologie., ähnliches ließe sich vom Islam und…

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Eros im Mittelalter – Theosophie III

Fortsetzung von Theosophie II In der christlichen Mystik des Mittelalters, so Versluis, findet man sowohl die via negativa, als auch die via positiva. Die via negativa übersteigt alle Bilder und Symbole, um in der »Wolke des Nichtwissens« zu versinken, in der der Mystiker sich jenseits alles Sagbaren und Wissbaren mit…

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