Julius Evola und der italienische Faschismus nach dem II. Weltkrieg

Julius Evola und Frithjof Schuon gehörten zur ersten Generation der Traditionalisten und lebten am längsten. Bevor Evola 1974 starb, sollte er laut Sedgwick noch eine bedeutende Rolle in der italienischen Nachkriegsgeschichte spielen. Er wurde zum am besten bekannten und am meisten beschimpften Traditionalisten. Die Ereignisse des II. Weltkriegs diskreditierten den…

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Illusionäre Allianzen: Traditionalisten und der Faschismus

Der Verwicklung einzelner Traditionalisten in die konservative Revolution und den Faschismus widmet Sedgwick in seiner Untersuchung ein eigenes Kapitel. Die Annäherungsversuche der Traditionalisten an die faschistischen Regime in Deutschland, Italien und Rumänien gingen nicht von diesen Regimen aus und führten meist nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Der Aufstieg der extremen…

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Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – V

Kants philosophische Verankerung der Gattung in einer höheren moralischen Ordnung, die im Nationalcharakter ihren Ausdruck finden sollte, inspirierte laut Hannaford am Ende des 18. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Autoren. Friedrich Schiller (1759-1805) war von Rousseaus hohem Lied auf die Natur, seiner Ablehnung der bestehenden politischen Verhältnisse, seinen Freiheitsidealen und…

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Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – III

Die Entstehung der physischen Anthropologie: Von Bernier zu Blumenbach. 1619, so Hannaford, verkündete Descartes, der Kosmos sei ein Mechanismus – ein umfassendes System, das vom menschlichen Verstand mathematisch erklärt werden könne. Neben dem Werk des französischen Rationalisten markierten Francis Bacons umsichtige Versöhnung der Bibelexegese mit dem fortschreitenden Naturwissen, Isaac Newtons…

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Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – I

Im Jahr 1996 hat Ivan Hannaford eine lesenswerte Untersuchung der Geschichte des Rassebegriffs in seiner Anwendung auf den Menschen vorgelegt, die leider nur in Englisch verfügbar ist. Er sucht der »weit verbreiteten Auffassung« entgegenzutreten, ein Mensch gehöre aufgrund der Tatsache, dass er eine bestimmte Hautfarbe oder ein gewisses Aussehen besitze,…

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Wissenschaft als Ersatzreligion

In seinem Buch »Ost und West« hat Guénon 1924 nicht nur die Begriffe der Zivilisation und des Forschritts einer Fundamentalkritik unterzogen, sondern auch den Wissenschaftsglauben des Westens, in dem er eine »Pseudo-Religion« sah. Auszug übersetzt von Lorenzo Ravagli. Die Zivilisation der westlichen Moderne erhebt unter anderem den Anspruch, in einem…

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Zivilisation und Fortschritt

Auszug aus René Guénons Buch »Ost und West« (1924). Übersetzung Lorenzo Ravagli. In seinem Buch »Ost und West« hat Guénon viele jener Argumente vorweggenommen, die später von den »postcolonial studies« weiter ausgearbeitet wurden. Wie schon in seiner »Einführung in das Studium der hinduistischen Lehren« geht er von der grundsätzlichen Inferiorität…

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»Die kleine Hexe« und die trivialen Folgen der »Postcolonial Studies«

Eva Berendsen schreibt heute in einem Artikel in der »FAZ«: »Eltern empören sich, dass man in Ottfried Preußlers ›Kleiner Hexe‹ auf ›Negerlein‹ stößt und Astrid Lindgrens starke Pippi im Original einen ›Negerkönig‹ zum Vater hat. Wenn die Verlage darauf mit sprachlichen Glättungen und der Ersetzung durch einen ›Südseekönig‹ reagieren …,…

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Rudolf Steiner als individualistischer Anarchist

Rudolf Steiner, 1861-1925

Rudolf Steiner veröffentlichte im »Magazin für Literatur« 1898 einen offenen Brief an John Henry Mackay, in dem er dokumentierte, dass er sich zumindest zwischen 1892 und 1898 als individualistischen Anarchisten verstand und dass seine »Philosophie der Freiheit«, nach seiner eigenen Aussage die philosophische »Grundlegung der Anthroposophie«, ein Werk des »individualistischen…

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