Blicke in das Geistesleben – Jordan Peterson

  Gastbeitrag von Reto Andrea Savoldelli. Diejenigen Seelen, die mit Rudolf Steiner bei der Aufgabe der Befreiung des Menschengeschlechts kooperieren, treten ungestützt von Interessensgruppierungen kometengleich im kulturellen Leben auf (von anthroposophischen Verbänden unbeachtet, kritisiert oder, wie im Fall von KenFM und Daniele Ganser, bekämpft). Dabei entspringt ihre Antriebsenergie der individuell…

weiterlesen

Tugendregime – Worum es in der politischen Kampfarena geht

Tugenden waren schon immer politisch. Zumindest seit die alten Griechen über sie nachzudenken begannen. Plato entwickelte seine Staatslehre aus einer Anthropologie der Tugenden, die im Zentrum der »Politeia« stand. Im Aufbau des Gemeinwesens und seiner Funktionsschichten spiegelte sich seiner Auffassung nach der Aufbau des Menschen. Die sozialen Aktivitäten der Bauern,…

weiterlesen

Identität ist individuell

Gastbeitrag von Henning Kullak-Ublick. Seit einiger Zeit geistert eine »Gegenerklärung« der Philosophin und Waldorfmutter Caroline Sommerfeld zu der 2007 verabschiedeten »Stuttgarter Erklärung« und der wortgleichen »Wiener Erklärung« der jeweiligen Waldorfschul-Bünde durch Teile der anthroposophischen Medienlandschaft. Sie wendet sich insbesondere gegen den Satz: »Die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik richtet sich…

weiterlesen

Das Kreuz mit der Tugend

Mit der Tugend ist es wie mit der Kultur: der Mensch entkommt ihr nicht. Die Frage ist nicht, ob jemand Kultur besitzt, sondern welche. Ebenso verhält es sich mit den Tugenden. So unterschiedlich die Vorstellungen über sie in verschiedenen Kulturen auch sein mögen, verzichten kann keine auf sie, sind sie…

weiterlesen

Designerbabys und die »Verhütung erbkranken Nachwuchses«

Was die Nationalsozialisten mit rüden Zwangsmethoden anstrebten, erledigen wir heute schnell, elegant und freiwillig. Am 25. Juli 1933 wurde das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« veröffentlicht, am 1. Januar 1934 trat es in Kraft. Paragraph 1 des Gesetzes bestimmte: »Wer erbkrank ist, kann durch chirurgischen Eingriff unfruchtbar gemacht werden, wenn…

weiterlesen

Was nützt die Tugend in Gedanken?

Von Tugenden zu sprechen, gilt heute als antiquiert. Aber als denkendes Wesen kann der Mensch nicht auf Ideen verzichten, an denen er sein Handeln ausrichtet. Die Frage ist nur, was für Ideen das sind. In einer aufgeklärten Gesellschaft ist die Neigung nicht allzu verbreitet, von Tugenden zu reden. Tugend klingt…

weiterlesen

Buddha, Hegel und die globale Finanzkrise

Verblendung erzeugt Gier und Gier erzeugt Hass. Das ist die Weltformel Buddhas, der die endgültige Erlösung des Menschen vom Kreislauf der Wiedergeburten lehrte. Die Verblendung besteht darin, dass der Geist die Urwahrheit nicht durchschaut, dass Leben Leiden ist. Mangelnde Einsicht führt zur Verblendung, zur Illusion, das Leben währe ewig, Schmerz…

weiterlesen

»Was uns allen fehlt, ist die Ehrfurcht«

Im Zeitalter der Glaubenskriege hielt ein Kompositum in die deutsche Sprache Einzug, das zuvor unverbundene Begriffe miteinander verknüpfte: den Begriff der Ehre und den Begriff der Furcht. Das Ehrgefühl war immer schon ein gesellschaftliches Gefühl. Es bezog sich auf den sozialen Status des Menschen, seine Anerkennung durch andere und die…

weiterlesen

Die zwei Gesichter der Matrix

motiv aus dem film matrix

Dass wissenschaftliche Forschungsergebnisse oft nicht mehr sind, als Rohmaterial, bei dem das Denken beginnen und nicht enden sollte, zeigen zwei jüngst veröffentlichte Meldungen zu Wirkungen des Internet auf das Sozialverhalten von Jugendlichen. Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung teilte Ende Mai mit, schnelle Internetverbindungen trieben Kinder und Jugendliche nicht in die…

weiterlesen