Bürgerinitiativen für die Freiheit in Großbritannien

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2021.

Mehrere Bürgerinitiativen für die Freiheit fordern in Großbritannien ein Ende der massiven Angriffe auf die Verfassung im Namen der Gesundheit. Zu ihnen gehört HART. Sie ist eine wahre, nicht bloß scheinbare NGO – eine Nichtregierungsorganisation, die nicht von der Regierung oder regierungsnahen Stiftungen finanziert wird, sondern sich allein auf die gemeinnützige, freiwillige Arbeit engagierter Bürger stützt. Ihr gehören eine Reihe hochqualifizierter Ärzte, Wissenschaftler, Ökonomen, Psychologen und andere Akademiker an. Die Bürgerinitiative verfolgt und kommentiert seit 2020 kritisch das Geschehen, das die von der WHO ausgerufene Corona-Pandemie vor über einem Jahr ausgelöst hat.

HART setzt sich für eine Erweiterung der Debatte und eine rationale Ausstiegsstrategie aus den mittlerweile nicht mehr erträglichen Unrechtszuständen ein, in die uns Politiker und Funktionäre des Gesundheitswesens, die sich auf ihre Verantwortung für das Gemeinwohl berufen, manövriert haben.

Das Anliegen der Initiative ist vernünftig und ehrenwert. Selbstbewusste Bürger, die sich nicht mit einem Dasein entmündigter Untertanen begnügen wollen, müssen sich gegen den Putsch von oben, durch den biofaschistische Regime in vielen Demokratien installiert wurden, mit Bekennermut zur Wehr setzen. Der neue Biofaschismus, schrieb jüngst die Radikalfeministin und ehemalige Beraterin Bill Clintons und Al Gores, Naomi Wolf, ist »ein Krieg gegen den Menschen und die Eigenschaften, die uns menschlich machen«. Die kontroverse Autorin, deren feministische oder politische Thesen ich keineswegs alle teile, sieht inzwischen die in ihrem Buch The End of America beschriebenen »zehn Schritte zum Totalitarismus« in vielen Ländern als vollzogen an. Biofaschistische Regime zeichnen sich ihr zufolge durch eine Reihe von Merkmalen aus: Notfallmaßnahmen, die zahlreiche Grundfreiheiten außer Kraft setzen, Schulschließungen, die den Generationenvertrag zerstören, Gesetze zur Einführung von Impfpässen, die einen Überwachungsstaat, eine neue Apartheid von Geimpften und Ungeimpften etablieren, in der die letzteren stigmatisiert und weiter entrechtet werden, willkürliche Eingriffe in die unternehmerische Freiheit, die multinationale Konzerne begünstigen, Versammlungsverbote, die sich auf jede Art von sozialen Zusammenkünften beziehen, ohne die eine lebendige Gesellschaft nicht funktionieren kann, durch keinerlei wissenschaftliche Evidenz gerechtfertigten Zwang zum Maskentragen, als äußeres Zeichen der Zustimmung und Unterwerfung unter eine autoritäre Exekutive, Unterdrückung der freien Meinungsäußerung durch flächendeckende, systematische Zensur des globalen Datennetzes und Kriminalisierung oder Pathologisierung aller Menschen, die nicht mit der verordneten Weltsicht konform gehen, eine staatlich geförderte Wissenschaft, die partikulären Interessen dient und nicht der selbstlosen Vermehrung von Erkenntnis oder dem Gemeinwohl, Angriffe auf Minderheiten, die sich aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen dem Gesundheitsregime entgegenstellen, schließlich eine Politik, die den Zusammenhalt zwischen Menschen und besonders innerhalb von Familien untergräbt und damit den Nucleus jeder menschlichen Gesellschaft zerstört.

Im Hinblick auf die bevorstehende Debatte im britischen Parlament über die Verlängerung oder Nichtverlängerung des Corona-Gesetzes hat die NGO HART ein Gutachten vorgelegt, das der Regierung und der Expertokratie, deren Ratschläge sie exekutiert, ein vernichtendes Zeugnis ausstellt. (Update 26.3.: Das englische Parlament hat am 26.3. der Verlängerung des Corona-Gesetzes für weitere sechs Monate mit einer Mehrheit von 484 gegen 76 Stimmen zugestimmt.)

HART ist eine von vielen Bürgerinitiativen für die Freiheit in Großbritannien (die es natürlich auch in anderen Ländern gibt, in der Schweiz z.B. unter dem Namen ALETHEIA, in Deutschland in Form der Stiftung Corona-Ausschuss und international hier). Inzwischen haben mehr als 60 Abgeordnete und Parlamentarier einen Brief von Liberty und Big Brother Watch an die Innen- und Gesundheitsminister unterzeichnet. Sie fordern, dass die Freiheitseinschränkungen im Land aufgehoben werden und das Grundrecht auf Protest geschützt wird.

Cross Party Protests Screenshot

In dem Brief, der am 19. März verschickt wurde, warnen die Anwälte der Menschenrechts- und Bürgerrechtsgruppen, es sei weder akzeptabel, noch rechtmäßig, Menschen wegen ihres Protests zu kriminalisieren.

Der Widerstand gegen den Gesetzentwurf umfasst auch einen gemeinsamen Brief von Liberty und Friends of the Earth, der von über 250 Wohlfahrtsverbänden und Kampagnengruppen unterzeichnet wurde, sowie einen weiteren Brief, der von über 700 Rechtswissenschaftlern unterzeichnet wurde. Mehr als 20.000 Menschen unterzeichneten die Petition von Liberty gegen den Gesetzentwurf in den ersten 48 Stunden, nachdem sie online gegangen war. Der Einfluss der Bürgerinitiativen für die Freiheit reicht in Großbritannien bis ins Parlament.

Das Gutachten der Bürgerinitiative HART

Das Gutachten der Bürgerinitiative mit dem Titel »COVID-19: Ein Blick auf die Evidenz« enthält auf über 50 Seiten akribisch zusammengetragene Belege dafür, warum die Reaktionen der Regierung auf den Ausbruch des Coronavirus nicht nur ineffektiv, sondern sogar katastrophal war und weshalb dringend ein neuer Ansatz erforderlich ist.

»Die Daten liegen vor«, heißt im »Executive Summary« des Gutachtens. »Lockdowns haben keinen Sinn und verursachen katastrophale gesellschaftliche und wirtschaftliche Schäden. Sie dürfen sich in diesem Land niemals wiederholen.«

Der »Fehlschluss der verlorenen Investionen« ist ein bekanntes Phänomen, schreiben die Autoren weiter. »Der Erste Weltkrieg ist das klassische Beispiel. Zu Weihnachten 1914 war allen klar, dass der Krieg eine Katastrophe war, aber dies zuzugeben, hätte bedeutet, zuzugeben, dass all die Soldaten, die bis dahin im Krieg umgekommen waren, ihr Leben sinnlos geopfert hatten. Kein Land wollte das zugeben.

Nach einem Jahr des Schmerzes, des Leids und der enormen Verluste muss Großbritannien nach neuen Lösungen für das COVID-19-Problem und für alle künftigen Ausbrüche von Atemwegserkrankungen suchen. Wir müssen aus Fehlern lernen, die von den verhängten Maßnahmen angerichteten Schäden anerkennen und sie in Zukunft verhindern. Wir brauchen jetzt einen ganzheitlicheren, maßvollen Ansatz.

Viele internationale Studien belegen, dass sich massive Freiheitsbeschränkungen als Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit als völliger Fehlschlag erwiesen haben. Sie haben ihr primäres Ziel, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, nicht erreicht, dafür aber großen Schaden angerichtet.

Massenquarantänen wurden in allen Pandemieplanungen vor 2020, einschließlich den von der WHO und dem (britischen) Gesundheitsministerium befürworteten, selbst für schwere respiratorische Virusausbrüche ausdrücklich nicht empfohlen. Die Gründe für das Ignorieren bestehender Richtlinien und die Verabschiedung noch nie dagewesener Maßnahmen scheinen gewesen zu sein: (1) von den Medien aufgepeitschte Panik (insbesondere Szenen aus China), (2) die mangelnde Neigung, es anders zu machen als die Nachbarländer und (3) der unverrückbare Glaube an ein einziges mathematisches Modell, das sich später als äußerst ungenau herausstellte (Imperial College, Neil Ferguson).

Wir müssen den Mut aufbringen, unseren Kurs zu ändern und Fehler zuzugestehen. Die USA machen es vor, immer mehr Bundesstaaten wenden sich von Abschottung und Zwangsverhüllungen ab.«

Die Bürgerinitiative schlägt vor:

Die früheren Richtlinien zur Pandemieplanung sind wieder in Kraft zu setzen, die ab 2020 erlassenen Richtlinien einer detaillierten Überprüfung zu unterziehen. Die Erfahrungen von Ländern und Staaten, die auf massive Freiheitseinschränkungen verzichtet haben, sind endlich zu berücksichtigen. Die Regierung sollte sich entschieden dazu bekennen, die bestehenden Einschränkungen aufzuheben und nie wieder welche zu verhängen.

Massentests an gesunden Menschen müssen gestoppt werden. Das Gesundheitswesen und die Regierung müssen zu den Prinzipien der an Symptomen orientierten Diagnose von Atemwegserkrankungen zurückkehren, die vor 2020 gut erforscht und allgemein akzeptiert waren. Die Richtlinien der Hersteller besagen, dass die verwendeten Tests dazu gedacht sind, die Diagnose von symptomatischen Patienten zu unterstützen, und nicht, um Krankheiten bei ansonsten gesunden Menschen zu entdecken.

Alle Vorschriften bezüglich Masken sind aufzuheben. Diese sind psychologisch und potentiell physisch schädlich, klinische Beweise dafür, dass sie die Ausbreitung von Krankheiten verhindern, gibt es nicht. Vielmehr können sie selbst ein Übertragungsrisiko darstellen.

Die Regierung sollte sich von der Vorstellung verabschieden, Impfbescheinigungen hätten einen Sinn und Kinder müssten geimpft werden. Für beides gibt es keine logischen oder ethischen Argumente.

Ein öffentliches Aufklärungsprogramm ist nötig, das die schwerwiegenden Verzerrungen in den bisher verbreiteten Vorstellungen über die Krankheitsübertragung, die Sterbewahrscheinlichkeit und die möglichen Behandlungsoptionen berichtigt. Der Stil der Berichterstattung muss sich dringend ändern. Weg vom Sensationalismus, hin zu einer besonnenen, umsichtigen und ausgewogenen Präsentation von Fakten.

Eine umfassende öffentliche Untersuchung des Ausmaßes, in dem schwere/tödliche COVID-19-Fälle in Krankenhäusern und Pflegeheimen verbreitet werden, ist dringend erforderlich.

Mehr Finanzierung und Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten für COVID-19 ist nötig, anstatt sich nur auf die Impfung als Strategie zu konzentrieren. In Anbetracht der hohen Übertragungsraten in Krankenhäusern sollte eine frühzeitige Behandlung zu Hause gefördert werden.

Die nicht unerheblichen Summen, die durch die Einstellung der Testprogramme eingespart werden, können in Bereiche umgeleitet werden, wo sie dringend benötigt werden, wie z. B. psychische Gesundheit, Erforschung von Behandlungsmethoden und die Erhöhung der Krankenhauskapazität und des Personals. Auch die enormen Schulden, die im Jahr 2020 angehäuft wurden, müssen abbezahlt werden.

Es folgt eine Übersetzung der von Prof. Ellen Townsend, Dr. Karen Neil und Dr. Ros Jones verfassten ersten beiden Abschnitte des Gutachtens, die sich mit Kindern befassen.

Covid-Politik und Schädigung von Kindern

Prof. Ellen Townsend, Dr. Karen Neil

Kinder und junge Menschen sind die Zukunft einer jeden Gesellschaft.

In einem kürzlich veröffentlichten Leitartikel des BMJ vom 23. Februar 2021 heißt es: »Die Schließung von Schulen ist nicht evidenzbasiert und schadet Kindern« und weiter: »Die Offenhaltung von Schulen sollte die oberste Priorität Großbritanniens sein«.

Kliniker und Experten, die an vorderster Front stehen, warnen die politischen Entscheidungsträger vor einer drohenden Katastrophe für die psychische Gesundheit von Kindern und jungen Menschen.

Die Reaktion der Regierung auf die Pandemie hat das Auftreten und die Verschlimmerung von psychischen Gesundheitsproblemen begünstigt und erhebliche Hindernisse für ihre effektive Behandlung errichtet.

Die folgenden Belege skizzieren die unzähligen Gründe, warum Schulen nie wieder geschlossen werden sollten, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen.

• Das Risiko für Kinder, sich mit COVID-19 anzustecken, ist extrem gering, denn es gibt keinen einzigen Todesfall bei einem zuvor gesunden Kind.[1]

• Kinder übertragen das Virus viel seltener als Erwachsene. Tatsächlich reduziert das Leben oder Arbeiten mit kleinen Kindern das Risiko einer schweren Erkrankung.[2], [3]

• Die Auswirkungen der schädlichen Maßnahmen auf das öffentliche Gesundheitswesen und die Folgen der Schulschließungen stehen in keinem Verhältnis zu den Vorteilen für die Kinder selbst oder für die Gesellschaft insgesamt.[4], [5]

• Kinder und Jugendliche werden von einer beispiellosen Krise der psychischen Gesundheit heimgesucht, deren Ausmaß noch unbekannt ist.[6], [7]

• Die Hälfte der jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren berichtet über eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit, wobei sich jeder Vierte »nicht in der Lage fühlt, die Situation zu bewältigen«.[8]

• Selbstverletzungen, Essstörungen und Selbstmordgedanken haben zugenommen.[9], [10] Einrichtungen für Essstörungen berichten von einem dreifachen Anstieg der Einweisungen.[11] Immer mehr Kinder, bereits im Alter von 10 Jahren, verletzen sich selbst.[12]

• Die Pandemie hat einen »verheerenden Tribut« bei der psychischen Gesundheit junger Menschen gefordert, der sich auf Jahre hinaus auf ihr Leben auswirken wird.[13]

• Die Gesundheitsdienste waren schon vor der Ausrufung der Pandemie nicht in der Lage, die Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen.[14], [15] Jetzt sind sie erst Recht überfordert.

• Während längerer Massenquarantänen sind gefährdete Kinder, die sich selbst verletzen und andere selbstschädigende Verhaltensweisen zeigen (z. B. Hautritzen und neurotische Zwangsstörungen), weniger in der Lage, schwierigen Situationen zu entkommen und schützende Interessen und Verhaltensweisen auszuüben.

• Die Therapie von Angesicht zu Angesicht wurde bisher nur am meisten gefährdeten Jugendlichen gestattet. Seit März 2020 nehmen die meisten Kinder, die eine Therapie in Anspruch nehmen, diese virtuell wahr. Es bleiben viele Fragen über die Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit bestehender digitaler Interventionen bei psychischen Problemen von Kindern, insbesondere in einer Zeit, in der Kinder sozial isoliert sind.[16], [17], [18], [19]

• Die Verfügbarkeit elektronischer Geräte, Sorgen um die Privatsphäre während der Teilnahme an Therapiesitzungen sowie individuelle klinische Fragen und die Vorliebe für persönliche Termine können den Zugang zur Therapie für Kinder einschränken, insbesondere für die am meisten gefährdeten. Wo Interventionen von Angesicht zu Angesicht angeboten werden, werden »Schutzmasken« getragen und eine »COVID-sichere« Umgebung schränkt den therapeutischen Raum ein. Die Auswirkungen von Schutzkleidung und anderen Maßnahmen wie der strikten sozialen Distanzierung auf das Therapieengagement und die Therapieergebnisse sind nicht bekannt.[20]

• Die Informationspolitik der Regierung und die Reaktionen der Öffentlichkeit haben ein umfassendes Klima der Angst in der Gesellschaft geschaffen,[21] das der psychischen Gesundheit junger Menschen abträglich ist und zur Entwicklung und Verstärkung psychischer Probleme beiträgt.

• Zu den weiteren Schäden durch Quarantänemaßnahmen gehören erhöhte Kinderarmut, Hunger und Obdachlosigkeit,[22] verzögerte Krebsdiagnosen und -behandlungen,[23] der Verlust von Sport und Musik, die generelle Verschlechterung der körperlichen Gesundheit[24] und Augenprobleme einschließlich Kurzsichtigkeit, die aus der erhöhten Bildschirmzeit und der Unterbindung von Aktivitäten im Freien resultieren.[25], [26]

• Die Ausrufung der Pandemie und die daraus resultierenden Maßnahmen haben zu einer enormen Belastung der Familien geführt.[27], [28], [29] Die Ängste der Familienmitglieder und ihre Reaktion auf die Regierungsverlautbarungen können sich negativ auf die psychische Gesundheit der Kinder auswirken und ihre Schwierigkeiten verlängern.[30] Die Familien benötigen auch psychologische Unterstützung, um ihren Kindern zu helfen.

• Kindesmissbrauch hat zugenommen. Die Zahl der Einweisungen der Gesellschaft zur Prävention von Gewalt gegen Kinder (NSPCC) wegen Kindesmissbrauchs ist um 43 % gestiegen.[31] Für viele Kinder ist die Schule ein sicherer Ort, und oft sind es Lehrer, die Missbrauch erkennen.[32] Schulschließungen haben diesen wichtigen Sicherheitsmechanismus beseitigt.

Pädagogische Belange

Die Behörde für öffentliche Gesundheit in England (PHE) hat die enormen Auswirkungen von Massenquarantänen auf die psychische Gesundheit und das Bildungswesen ebenso anerkannt, wie die Tatsache, dass Schulen nur eine geringe Rolle bei der Übertragung von Viren spielen.[33] Es ist daher zwingend erforderlich, dass Schulen geöffnet bleiben. Professor Russell Viner, Präsident des Royal College of Paediatrics (Kinderärzte) und Mitglied von Wissenschaftlichen Beratergruppe der Regierung (SAGE), sagte: »Wenn wir Schulen schließen, schließen wir die Kinder vom Leben aus – nicht zu ihrem Nutzen, sondern zum Nutzen der restlichen Gesellschaft.«

Das Erziehungsministerium (Department of Education) hat den Schwerpunkt auf akademisches »Aufholen«, neuerdings auf »Wiederherstellung« und »verlorene Lernzeit« gelegt, die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit hingegen kaum erwähnt.[34], [35] Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jede »Wiederherstellungs«-Strategie das Trauma, das junge Menschen erlitten haben, berücksichtigt, wobei den Lehrern eine traumasensible Strategie zur Verfügung gestellt werden muss, zusammen mit angemessener Erholungszeit, die sie in die Lage versetzt, ihre Schüler zu unterstützen.[36]

Ohne eine gute psychische Gesundheit und die Anerkennung der anhaltenden, durch verschiedenste Ursachen bedingten Ängste junger Menschen wird Lernen nicht möglich sein. Der Übergang zurück in die Schule, Prüfungen, Masken, Tests, soziale Distanzierung und familiärer Stress werden sich weiterhin auf das Wohlbefinden und die Fähigkeit zu lernen auswirken.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert, die berücksichtigt werden sollten. Angst äußert sich häufig durch herausforderndes Verhalten oder Rückzug, und die zugrunde liegenden Ursachen müssen angegangen und behandelt werden.[37]

Das Institut für Gesundheitsförderung und Bildung empfiehlt einen »settingbasierten« Ansatz für das Wohlbefinden, der Schulen einschließt. Es muss unter Einbezug von Fachpsychologen ein Schritt in Richtung eines traumasensiblen Ansatzes in diesen Gemeinschaftseinrichtungen gemacht werden.[38], [39]

Angesichts der minimalen Übertragung von SARS-CoV-2 im Freien und der essentiellen Rolle von Sonnenlicht und Bewegung für das Wohlbefinden sind Aktivitäten außer Haus und die Rückkehr zum Amateursport ein integraler Bestandteil der Genesung, der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens.[40] Es muss einen ausgewogenen Zugang zu künstlerischen Aktivitäten neben dem akademischen Lernen geben, da sie eine wichtige Komponente der Wiederherstellung der psychischen Gesundheit sind.[41]

Die führende Neurowissenschaftlerin im Bereich Gehirnentwicklung Uta Frith schrieb in einem Artikel[42] im Juli 2020: »Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass der Staat sich um sie kümmert.«[43]

COVID-19-Impfung bei Kindern – ethische Bedenken

Dr. Ros Jones

Die Entwicklung neuer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 bis zur vorläufigen Zulassung[44] war das wichtigste von der Regierung geförderte Instrument im Umgang mit COVID-19.[45] Klinische Studien sind im Gang und die veröffentlichte Nachbeobachtung beträgt derzeit nur einen Median von 2 Monaten nach der zweiten Dosis.[46]

Das Komitee für Impfung und Immunisierung (Joint Committee on Vaccination and Immunisation, JCVI)[47] hat bei der Einführung des Impfstoffs die Menschen in neun Risikogruppen eingeteilt, beginnend mit den Bewohnern von Pflegeheimen, die älter als 80 Jahre sind, über weitere Altersgruppen bis hin zu denjenigen, die entweder beruflich oder klinisch gefährdet sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts haben etwa 23 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten.

Es wird geschätzt, dass 99 % der durch COVID-19 gefährdeten Personen geimpft worden sein werden, wenn diese neun Gruppen durchgeimpft sind. Die Studiendaten besagen, dass es einen guten Schutz (∼90 %) vor schweren Erkrankungen und Tod geben wird.[48], [49] Eine neue schottische Studie legt nahe, dass die Übertragung durch die Impfung reduziert werden könnte.[50] Da die große Mehrheit der Risikopersonen vor schweren Erkrankungen und Tod geschützt sein wird, verliert die Übertragung an Bedeutung. Hinzu kommt der zusätzliche Schutz der Bevölkerung durch die erworbene Immunität derjenigen, die bereits an COVID-19 erkrankt sind und sich davon erholt haben. Es ist schleierhaft, warum diese Kohorte in den veröffentlichten Berechnungen zur Immunität der Bevölkerung nicht berücksichtigt wurde.

Die COVID-19-Impfstoffe sind nicht für die Anwendung bei Kindern zugelassen. Das JCVI rät, die Impfung nur denjenigen Kindern anzubieten, die ein sehr hohes Risiko für eine Exposition und schwerwiegende Folgen haben, wie z. B. ältere Kinder mit schweren neurologischen Behinderungen, die eine stationäre Betreuung benötigen und dass eine umfassende Aufklärung der Eltern über die geringe Anzahl an Sicherheitsdaten erfolgen muss.[51]

Angesichts des raschen Abschlusses der Impfung aller Hochrisikogruppen ist es äußerst besorgniserregend, von einer möglichen Massenimpfung von Kindern noch in diesem Jahr zu hören. Damit begeben wir uns auf ein sehr fragwürdiges ethisches Terrain. Die Hauptbedenken sind die folgenden:

• Alle Impfstoffstudien haben Kinder ausdrücklich ausgeschlossen. Die Auswirkungen des Impfstoffs auf sie sind daher völlig unbekannt.

• Für die Impfstoffe, die bis jetzt eingeführt wurden, liegen nur begrenzte Daten zur Kurzzeitsicherheit und keine Daten zur Langzeitsicherheit vor.

• Zu den bekannten, potenziellen Spätfolgen der Impfstoffe, die noch nicht ausgeschlossen werden konnten, gehören unerwünschte Immunreaktionen auf Infektionen,[52] neurologische Störungen,[53] Autoimmunerkrankungen[54] und Probleme im Zusammenhang mit Schwangerschaft[55], die sich erst nach Monaten oder Jahren bemerkbar machen könnten.

• Bei den Impfstoffen von Pfizer-BioNtech und Moderna handelt es sich um eine völlig neue mRNA-Impfstofftechnologie, die noch nie zuvor an eine große Bevölkerungsgruppe verabreicht wurde.

• AstraZeneca verwendet zwar eine standardisierte Verabreichungsmethode, präsentiert der Wirtszelle jedoch DNA-Fragmente, die dann vom Wirt aufgenommen werden, um die Produktion von Spike-Proteinen zu programmieren, im Gegensatz zu den traditionellen Technologien mit ganzen Viren oder viralen Proteinen.[56] Die kürzliche Aussetzung dieses Impfstoffs in mehr als einem Dutzend Ländern wegen des Auftretens von Blutgerinnseln gibt Anlass zur Sorge.[57]

• Das Risiko für Kinder, an COVID-19 zu erkranken, ist äußerst gering, und kein zuvor gesundes Kind unter 15 Jahren ist bisher gestorben.[58] COVID-19 machte in den letzten 12 Monaten 0,54 % aller Todesfälle im Kindesalter in Großbritannien und sechs anderen Ländern aus.[59] Etwa 30-50 % der Kinder bleiben asymptomatisch, und Einweisungen ins Krankenhaus oder auf die Intensivstation sind selten.

• Es wurde über eine kleine Anzahl von Kindern mit pädiatrischem entzündlichem Multiorgan-Syndrom berichtet, aber die große Mehrheit hat sich vollständig erholt.[60]

• Es wurde vermutet, dass eine sehr kleine Anzahl von Kindern »Long Covid« entwickeln könnte, aber angesichts der unbekannten Risiken von Nebenwirkungen der Impfung ist dies kein Grund, Impfungen an Kindern zu befürworten.[61]

• Außerdem ist es bei Kindern viel unwahrscheinlicher als bei Erwachsenen, dass sie das Virus übertragen,[62] denn wenn man mit kleinen Kindern zusammenlebt oder arbeitet, ist das Risiko einer schweren Erkrankung geringer.[63] Daher reift das Argument des »Schutzes anderer« bei Kindern nicht.

• Die begrenzten britischen Studien an Kindern sind darauf ausgelegt, die Immunantwort mit nur 300 Teilnehmern zu untersuchen. Diese Studien können keine langfristige Sicherheit gewährleisten.

Aus all den oben genannten Gründen wäre es höchst unethisch, Kinder zu impfen, die ein so geringes Risiko für COVID-19 haben. Mögliche langfristige negative Folgen der Impfung sind besonders wichtig bei Kindern, die noch so viele Jahre vor sich haben und deren Immunsystem und neurologisches System sich noch entwickelt.

Der Beginn von Forschungen an Kindern vor der Veröffentlichung von Langzeitsicherheitsdaten für Erwachsene könnte einen Verstoß gegen den Nürnberger Kodex darstellen.[64] Wir müssen nicht weit in die Geschichte zurückblicken, um uns an die verheerenden Schäden zu erinnern, die eine übereilt auf den Markt gebrachte Impfung haben kann. Über 1.000 Kinder wurden durch den Pandemrix-Schweinegrippe-Impfstoff mit Narkolepsie dauerhaft behindert. Die schnelle Markteinführung eines neuen Impfstoffs gegen Dengue-Fieber führte auf den Philippinen zum Tod von 10 Kindern, nicht zum Zeitpunkt der Impfung, sondern erst Monate später, als sie das nächste Mal mit dem Dengue-Virus in Berührung kamen. Es wäre unverzeihlich, solche Fehler hier zu wiederholen. Das Immunsystem ist phänomenal komplex und wird immer noch schlecht verstanden. An kleinen Kindern für eine Krankheit zu experimentieren, die verschwindend geringe Risiken birgt, ist ein Weg, den kein ethischer Wissenschaftler beschreiten sollte. Es ist eine klare Abkehr vom Vorsorgeprinzip und die wissenschaftlichen Experten von HART raten dringend davon ab.


Wir fügen hier einen weiteren Abschnitt des Gutachtens über den Zusammenhang von Sterblichkeit und Impfeinführung hinzu.

Sterblichkeitsdaten und COVID-19

Joel Smalley – Quantitativer Datenanalyst

Sterblichkeitsdaten können uns helfen, den COVID-19-Ausbruch von 2020 und die Auswirkungen der damit verbundenen Maßnahmen zu entschlüsseln. Wenn wir ein neues Experiment ausprobieren, wie z. B. die über eine gesamte Nation verhängte Massenquarantäne, ist es unsere Pflicht als Wissenschaftler, ihre Wirksamkeit akribisch zu bewerten. Andernfalls riskieren wir, in zukünftigen Szenarien die gleichen Fehler erneut zu machen.

Eine Analyse in voller Länge steht auf unserer Website zum Download bereit. Dieses Briefing befasst sich mit zwei Hauptfragen.

  1. Waren Massenquarantänen erfolgreich bei der Verhinderung von Todesfällen?
  2. Welche Auswirkungen hatte die Impfstoffeinführung auf die Sterblichkeit?

Beobachtungen aus den Daten: Wie sieht die tatsächliche COVID-19-Mortalität aus?

Viren neigen dazu, einem vorhersehbaren und selbstlimitierenden Pfad zu folgen. Die Wachstumsrate hat definierende Charakteristika, die zahlreiche Male analysiert und veröffentlicht wurden, so dass eine charakteristische Kurve entsteht.[65] Dies liegt daran, dass (a) die Herdenimmunität mit der Zeit zunimmt und (b) weniger anfällige Individuen zahlenmäßig zunehmen, da die am meisten gefährdeten früh dem Ausbruch erliegen. Außerdem ist bekannt, dass Viren im Laufe der Zeit mutieren, dabei weniger virulent werden und somit ihre eigenen Überlebens- und Replikationschancen erhöhen, indem sie ihren Wirt nicht töten.[66] Dies reduziert die menschliche Sterblichkeit im Laufe der Zeit und erhöht gleichzeitig den Effekt der Herdenimmunität, da die Krankheit durch die Bevölkerung wandert, ohne die damit verbundenen Todesfälle. Es sollte beachtet werden, dass:

  • Nicht jeder sich mit COVID-19 infizieren kann;
  • Viele eine bereits bestehende Immunität besitzen, so dass sie niemals »Wirt« sein können;
  • Studien zeigen, dass dies etwa 50% der Bevölkerung sind.

Aus den Daten wird deutlich, dass COVID-19-Ausbrüche regional sind und in jedem Gebiet einem bestimmten Muster folgen.

Durch die Analyse aller Daten war es möglich, die erwartete Sterblichkeit jedes einzelnen Ausbruchs mit gleichbleibender Genauigkeit zu modellieren, und zwar für jede Region und sogar für jeden Londoner Stadtbezirk.

Abbildung 1: Beispiele für modellierte regionale Ausbrüche (schwarze Linie) und die gemeldeten Fälle (blau)Regionale Ausbrüche

Die verantwortungsvolle Anwendung dieses Modells auf künftige Ausbrüche könnte dazu beitragen, dass die Maßnahmen präzise auf die Minimierung der Kollateralschäden und die Maximierung des Nutzens zugeschnitten werden. Dies würde dazu beitragen, Panik zu reduzieren und Krankenhäusern helfen, sich gut vorzubereiten.

Den Daten zufolge gibt es eine neue Mortalitäts-Basislinie

Nach dem anfänglichen Höhepunkt der Epidemie im Frühjahr gab es nie wieder eine Rückkehr zur Basislinie der durchschnittlichen wöchentlichen Todesfälle. Diese Basislinie wird aus den Daten der Vorjahre errechnet. Die »neue« Basislinie nach dem Frühjahr 2020 beläuft sich auf etwa 400 zusätzliche Todesfälle pro Woche. Nach dem Prinzip von »Occams Rasiermesser« ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass diese zusätzlichen Todesfälle auf den reduzierten Zugang zur Gesundheitsversorgung als Folge der Regierungspolitik zurückzuführen sind. Dies gilt sowohl in praktischer Hinsicht, wo viele Leistungen ausgesetzt wurden (z. B. Krebsbehandlungen, verpasste Operationen usw.), als auch aufgrund der übermäßig wirksamen »Bleiben Sie zu Hause«-Botschaft, die die Menschen dazu veranlasste, nur dann eine medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen, wenn es »dringend« war. Unter Anwendung dieser Modellierung ist es möglich, zu berechnen, dass es seit April 2020 etwas mehr als 20.000 Todesfälle als erwartet gegeben hat, als Ergebnis des Anstiegs der zugrunde liegenden Basislinie.

Funktionieren Massenquarantänen aus Sicht der Daten?

Betrachtet man den Zeitraum der Epidemie in England im Frühjahr 2020, so zeigt die Modellierung, dass es trotz der massiven Freiheitseinschränkungen (oder vielleicht auch teilweise wegen diesen) tatsächlich etwa 1.000 mehr Todesfälle gab, als allein durch den COVID-19-Ausbruch zu erwarten gewesen wären, wenn keine Interventionen stattgefunden hätten. Die Analyse der Daten zeigt, dass die große Anzahl der nicht-COVID-bedingten überschüssigen Todesfälle in Pflegeheimen der wichtigste Faktor dafür ist. Aus Sicht der Daten scheint es, dass die massiven Freiheitseinschränkungen nicht den gewünschten Effekt hatten, in diesem Zeitraum insgesamt Leben zu retten. Die Analyse zeigt auch, dass das Modell von Ferguson/Imperial College um den Faktor 8 daneben lag.

Eine kürzlich durchgeführte Studie zur COVID-19-Mortalität in Schottland ergab, dass COVID-19 außerhalb von Pflegeheimen im Wesentlichen im Krankenhausumfeld erworben wurde.[67] Es ist wahrscheinlich, dass die Situation in England vergleichbar ist. Nationale Massenquarantänen hätten null Einfluss auf die Verhinderung dieser nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Infektionen gehabt.

Bei der Betrachtung des Effekts von Massenquarantänen und anderen Interventionen auf die Sterblichkeit (soziale Distanzierung, Maskentragen usw.) sind Vergleiche mit ähnlichen Orten, die die Grundfreiheiten nicht eingeschränkt haben, ebenfalls aufschlussreich. Es gibt zwei Hauptausreißer, die diesen Vergleich ermöglichen:

(a) Schweden, das in vielerlei Hinsicht mit England vergleichbar ist, aber keine Massenquarantänen verhängt hat;

(b) North und South Dakota in den USA, die sehr ähnliche Nachbarstaaten sind, von denen einer Einschränkungen verhängte (North Dakota) und einer nicht (South Dakota).

Die folgenden Diagramme zeigen, dass Schweden tatsächlich besser abschneidet als England, außerdem gab es kaum einen Unterschied zwischen den beiden Dakotas. Dies sind zwingende Beweise, die in der anhaltenden Debatte, ob Massenquarantänen effektiv sind, oft übersehen werden. Aufgrund der immensen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und psychologischen Schäden, die Massenquarantänen angerichtet haben, ist es verständlich, dass der Wunsch besteht, es möge nicht alles umsonst gewesen sein. Leider geht das aus den Daten einfach nicht hervor. Vielleicht müssen wir diese unbequeme Wahrheit akzeptieren, vor allem, wenn sie uns davor bewahrt, in Zukunft die gleiche falsche Logik anzuwenden.

Abbildung 2: Sterblichkeitsverläufe Schweden versus England

Schweden vs England

Abbildung 3: Sterblichkeitsverläufe North Dakota vs. South Dakota

Nord- und Süddakota

Sterblichkeitsdaten während der Einführungsphase des Impfstoffs

Im Herbst 2020 begannen regionale Ausbrüche, wie man es bei viraler Saisonalität erwarten würde, vor allem in Gebieten des Landes, die im Frühjahr aufgrund einer Kombination aus Massenquarantänen und abgelegenerer Geografie mit COVID-19 nicht gesättigt waren. Diese Gebiete waren im Herbst/Frühwinter 2020 vorhersehbar stärker betroffen.

Unter Verwendung der Modellierung von Region zu Region betrug der erwartete Überschuss an COVID-19-Todesfällen für England von Oktober bis Februar insgesamt 25.742. Unten sehen wir 2 ausgeprägte regionale »Ausbrüche«, im Nordosten und im Nordwesten (rot gepunktete Linie, grün gepunktete Linie), die einem vorhersehbaren Verlauf folgen.

Abbildung 4: Todesfälle aller Orte in England von Oktober bis März

Todesfälle England

Etwa in der zweiten Dezemberwoche beginnt eine neue »Sterblichkeitsreihe«, die nicht zu dem im Frühjahr oder Herbst beobachteten Muster passt. Im Zeitraum von Dezember bis Februar gab es insgesamt 48.821 überschüssige Todesfälle (74.562 insgesamt minus 25.742 »erwartbare« COVID-19-Todesfälle), deren Verteilung sich charakteristischerweise stark vom Frühjahr unterscheidet. Wir würden erwarten, dass sie einem ähnlichen Muster folgt, wenn COVID-19 die zugrundeliegende Ursache für diesen Überschuss wäre.

Die Bevölkerung, die Demographie und das Modell haben sich nicht verändert. Etwas Neues muss diesen Effekt hervorgerufen haben. Wenn etwas in den Daten so ungewöhnlich ist, müssen wir Fragen stellen, egal wie unangenehm sie auch sein mögen. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass diese Spitze der Todesfälle mit der Masseneinführung eines neuartigen mRNA-Impfstoffs zusammenfiel, und zwar bei einer extrem gefährdeten Bevölkerung. Vergleicht man die Woche, die am 11. Dezember 2020 endete, mit der Woche, die am 29. Januar 2021 endete, gab es einen Anstieg von 62 % bei den Gesamttodesfällen und einen Anstieg von 170 % bei den mit COVID-19 zusammenhängenden Todesfällen in Pflegeheimen.

Aufgeschlüsselt nach der separaten Impfkohorte (nach Altersgruppen und dann unter Berücksichtigung der Pflegeheime als separate Einheit) ist der Zusammenhang zwischen Impfung und COVID-19-Todesfällen noch deutlicher, und in diesem Fall bildet das Modell die Daten sogar noch besser ab.

Diese Korrelation ist nicht auf England beschränkt. Sie zeigt sich in vielen Ländern der Welt, unabhängig von Ort, Jahreszeit, Interventionen und Ausmaß der vorherigen COVID-19-Aktivität. Wenn wir Schottland in die Analyse einbeziehen, müssten wir, wenn die COVID-19-Todesüberschüsse im Winter ein natürliches Phänomen wären, erklären, wie und warum sie zuerst bei den über 80-Jährigen in England auftraten, dann ein paar Wochen später in den Pflegeheimen in Schottland, bevor sie dann plötzlich zurück in die Pflegeheime in England sprangen, bevor sie schließlich bei den über 80-Jährigen in Schottland landeten.

Es wäre auch zu erklären, warum es nach dem Winterschub keinen assoziierten Anstieg der SARS-CoV-2-Antikörper gibt, der auf das Vorhandensein des natürlichen Virus hinweisen würde. Stattdessen ist der einzige Anstieg der Seropositivität bei dem Test zu beobachten, der die durch den Impfstoff produzierten Antikörper nachweist.

Wir können zwar nicht von Korrelation auf Kausalität schließen, aber der mRNA-Impfstoff war nicht an dieser Kohorte getestet worden, die im Vergleich zu den Studienteilnehmern viele Komorbiditäten, mehrfache medikamentöse Wechselwirkungen und Anfälligkeiten aufweist und nach einem Jahr sozialer Isolation fernab von Angehörigen wahrscheinlich besonders anfällig war. Es wäre äußerst unwissenschaftlich und sogar fahrlässig, nicht zu untersuchen, ob der Anstieg der Todesfälle in diesem Zeitraum in irgendeiner Weise mit der Einführung des Impfstoffs zusammenhängt.

Aus Sicht der Daten müssen wir fragen:

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Roll-out des Impfstoffs und einem Anstieg der Fälle und Todesfälle in Pflegeheimen?
  • Unterstützen oder widerlegen die Daten von Land zu Land oder von Region zu Region diesen möglichen Zusammenhang?
  • Werden die Follow-up-Daten der Impflinge für weitere Untersuchungen sorgfältig aufgezeichnet?

Vor 2020 wären dies sehr vernünftige Fragen gewesen. Wir sind aber inzwischen in eine gefährliche Zeit eingetreten, in der die Wissenschaft mit diskriminierenden Vokabeln wie »Impfgegner« zensiert wird. Das ist unglaublich beunruhigend. Es ist unsere Pflicht als ethische Wissenschaftler und auch als Bürger, darauf zu bestehen, dass diese Fragen von unabhängigen Gremien, die frei von finanziellen Interessenkonflikten sind, ordnungsgemäß untersucht werden. Tatsächlich haben bis heute zehn Länder die Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca aufgrund von Befürchtungen über Blutgerinnsel ausgesetzt.[68] Dieser jüngste offene Brief an die Europäische Arzneimittelagentur scheint zu bestätigen, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind.[69]


Das auf Englisch verfasste Gutachten kann hier heruntergeladen werden.


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Anmerkungen:


  1. Deaths registered weekly in England and Wales, provisional
  2. Enhanced surveillance of COVID-19 in education settings: Overview of enhanced surveillance of COVID-19 in education settings
  3. Coronavirus (COVID-19) related deaths by occupation, England and Wales: deaths registered between 9 March and 28 December 2020
  4. Benefits of remaining in education: Evidence and considerations
  5. Children in Lockdown: What Coronavirus means for UK Children
  6. Rapid Systematic Review: The Impact of Social Isolation and Loneliness on the Mental Health of Children and Adolescents in the Context of COVID-19 Loades et al, 2020
  7. Power, E., Hughes, S., Cotter, D., & Cannon, M. (2020). Youth mental health in the time of COVID-19. Irish Journal of Psychological Medicine, 37(4), pp 301-305
  8. Young people »unable to cope with life« since pandemic, warns Prince’s Trust
  9. Prof Ellen Townsend: The impact of lockdown on self-harm in young people
  10. Rise in self-harming pupils, exclusions concern and heads »firefighting« – Ofsted’s latest ‚visits‘ analysis
  11. Paediatricians warn parents to be alert to signs of eating disorders over holidays
  12. Dr Maria Loades: Lockdown loneliness in children and young people may continue to impact on mental health for years to come
  13. The Prince’s Trust Tesco Youth Index Report (January 2021)
  14. Education Policy Institute (EPI) Report (2018). Access to Children and Young People’s Mental Health Services.
  15. Young Minds (2019). Impact Report 2018-2019.
  16. Education PoIicy Institute (EPI) Report (2020). Access to Children and Young People’s Mental Health Services.
  17. Apolinario-Hagen J. et al. (2017) Public Acceptability of E-Mental Health Treatment Services for Psychological Problems: A Scoping Review. JMIR Mental Health 2017;4(2):e10
  18. Hollis, C. et al. (2018). Identifying research priorities for digital technology in mental health care: results of the James Lind Alliance Priority Setting Partnership. The Lancet Psychiatry 5 (10). pp. 845-854
  19. Inchausti F. et al., (2020). Psychological Intervention and COVID-19: What We Know So Far and What We Can Do. Journal of Contemporary Psychotherapy (2020) 50. pp. 243-250
  20. Marler, H. & Ditton A. (2020). I’m smiling back at you: Exploring the impact of mask wearing on communication in healthcare. International Journal of Language and Communication Disorders, 56 (1). pp. 205-214.
  21. Minutes from the UK’s Government’s Scientific Advisory Group for Emergencies (SAGE), 23nd March 2020
  22. Poverty in the pandemic: The impact of coronavirus on low-income families and children
  23. Lockdown measures reduced the risk of COVID-19, but had unintended consequences for children
  24. Reopening of schools vital to boost children’s activity levels
  25. Lockdown screen time having negative effect on nation’s eye health
  26. Progression of Myopia in School-Aged Children After COVID-19 Home Confinement
  27. Daly, M., Sutin, A., & Robinson, E. (2020). Longitudinal changes in mental health and the COVID-19 pandemic: Evidence from the UK Household Longitudinal Study. Psychological Medicine, 1-10.
  28. Bradbury-Jones, C. & Isham, L. (2020). The pandemic paradox: The consequences of COVID-19 on domestic violence. Journal of Clinical Medicine, 29 (13-14), pp. 2047-2049.
  29. Da Silva, J.A. &Testino G. (2020). Risks of alcohol abuse, alcoholism and stress-related drinking during the COVID-19 pandemic. Alcoholism and Drug Addiction, 33 (1), pp. 95-98
  30. Spinelli M. et al (2020). Parents‘ Stress and Children’s Psychological Problems in Families Facing the COVID-19 Outbreak in Italy. Frontiers in Psychology, 11, p. 1713.
  31. Christmas warning as child abuse contacts to NSPCC helpline rises 43%
  32. Toxic lockdown‘ sees huge rise in babies harmed or killed
  33. Primaries ’safe‘ to open soon, say health experts
  34. Covid: Gavin Williamson ‚looking at‘ longer school day and shorter holidays
  35. Education Secretary speech to FED National Education Summit
  36. Trauma-informed approach in schools helps staff and benefits students, new report says
  37. Behaviour is about relationships. The DfE ignores this
  38. Children’s mental health: the UK Government needs to be far more ambitious
  39. The Role of Schools in Early Adolescents‘ Mental Health: Findings from the MYRIAD Study
  40. Survey shows UK parents‘ concern over Covid effect on children’s activity
  41. What is the evidence on the role of the arts in improving health and well-being? A scoping review (2019)
  42. Reachwell: Researchers in Education and Adolescent Child Health and Wellbeing
  43. What can science say about the consequences for society of children missing out on schooling for 6 months?
  44. Oxford University/AstraZeneca COVID-19 vaccine approved
  45. Boris Johnson hails 15 million jabs as ’significant milestone‘ – YouTube
  46. Safety and efficacy of the ChAdOx1 nCoV-19 vaccine (AZD1222) against SARS-CoV-2: an interim analysis of four randomised controlled trials in Brazil, South Africa, and the UK
  47. Joint Committee on Vaccination and Immunisation: advice on priority groups for COVID-19 vaccination, 30 December 2020 – GOV.UK (www.gov.uk)
  48. Safety and efficacy of the ChAdOx1 nCoV-19 vaccine (AZD1222) against SARS-CoV-2: an interim analysis of four randomised controlled trials in Brazil, South Africa, and the UK
  49. Information for Healthcare Professionals on Pfizer/BioNTech COVID-19 vaccine
  50. Effect of vaccination on transmission of COVID-19: an observational study in healthcare workers and their households
  51. Greenbook chapter 14a_v6 (publishing.service.gov.uk)
  52. Immunization with SARS coronavirus vaccines leads to pulmonary immunopathology on challenge with the SARS virus
  53. AS03 adjuvanted AH1N1 vaccine associated with an abrupt increase in the incidence of childhood narcolepsy in Finland – PubMed (nih.gov)
  54. Immune thrombocytopenic purpura (ITP) associated with vaccinations: a review of reported cases. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25427992/
  55. The risks of using allogeneic cell lines for vaccine production: The example of Bovine Neonatal Pancytopenia
  56. Types of vaccines for COVID-19
  57. EU countries pause AstraZeneca’s covid-19 jab over safety fears
  58. Deaths registered weekly in England and Wales, provisional
  59. Clinical characteristics of children and young people admitted to hospital with COVID-19 in United Kingdom: prospective multicentre observational cohort study
  60. Children and young people remain at low risk of COVID-19 mortality – The Lancet Child & Adolescent Health
  61. Vaccinating children to prevent long covid? More caution is needed in interpreting current epidemiological data I The BMJ
  62. Incidence and Secondary Transmission of SARS-CoV-2 Infections in Schools
  63. Enhanced surveillance of COVID-19 in education settings
  64. The Nuremberg Code (1947) Im Nürnberger Kodex aus dem Jahr 1947, der ein Erträgnis ethischer und juristischer Reflexionen über die von Medizinern im nationalsozialistischen Regime gegen Menschen begangenen Verbrechen war, heißt es über »Zulässige medizinische Experimente« unter anderem: »Die freiwillige Einwilligung des Probanden ist absolut notwendig. Das bedeutet, dass die betroffene Person rechtlich in der Lage sein sollte, ihre Einwilligung zu geben; sie sollte sich in einer Lage befinden, in der sie imstande ist, eine freie Entscheidung zu treffen, ohne dass ein Element der Gewalt, des Betrugs, der Täuschung, der Nötigung, der Übervorteilung oder einer anderen Form von Zwang oder Nötigung vorliegt; und sie sollte über ausreichende Kenntnisse und ein ausreichendes Verständnis der Elemente des betreffenden Gegenstands verfügen, um eine verständige und aufgeklärte Entscheidung treffen zu können. …Das Experiment sollte so durchgeführt werden, dass alle unnötigen körperlichen und geistigen Leiden und Verletzungen vermieden werden. …Das Maß des einzugehenden Risikos sollte niemals dasjenige überschreiten, das durch die humanitäre Bedeutung des durch den Versuch zu lösenden Problems bestimmt wird. …Im Verlauf des Experiments muss der verantwortliche Wissenschaftler bereit sein, es in jeder Phase abzubrechen, wenn er in Ausübung des von ihm geforderten guten Glaubens, überlegenen Könnens und sorgfältigen Urteilsvermögens Grund zu der Annahme hat, dass eine Fortsetzung des Experiments wahrscheinlich zu einer Verletzung, Behinderung oder zum Tod der Versuchsperson führen wird.«
  65. Comparison of Growth Patterns of COVID-19 Cases through the ARIMA and Gompertz Models. Case Studies: Austria, Switzerland, and Israel
  66. We shouldn’t worry when a virus mutates during disease outbreaks
  67. Relation of severe COVID-19 in Scotland to transmission-related factors and risk conditions eligible for shielding support: REACT-SCOT case-control study
  68. European countries suspend use of AstraZeneca vaccine over blood clot death fears
  69. Urgent Open Letter from Doctors and Scientists to the European Medicines Agency regarding COVID-19 Vaccine Safety Concerns

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