Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – III

Die Entstehung der physischen Anthropologie: Von Bernier zu Blumenbach. 1619, so Hannaford, verkündete Descartes, der Kosmos sei ein Mechanismus – ein umfassendes System, das vom menschlichen Verstand mathematisch erklärt werden könne. Neben dem Werk des französischen Rationalisten markierten Francis Bacons umsichtige Versöhnung der Bibelexegese mit dem fortschreitenden Naturwissen, Isaac Newtons…

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Der Rassismus als monströses Kind der Aufklärung – I

Im Jahr 1996 hat Ivan Hannaford eine lesenswerte Untersuchung der Geschichte des Rassebegriffs in seiner Anwendung auf den Menschen vorgelegt, die leider nur in Englisch verfügbar ist. Er sucht der »weit verbreiteten Auffassung« entgegenzutreten, ein Mensch gehöre aufgrund der Tatsache, dass er eine bestimmte Hautfarbe oder ein gewisses Aussehen besitze,…

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Wissenschaft als Ersatzreligion

In seinem Buch »Ost und West« hat Guénon 1924 nicht nur die Begriffe der Zivilisation und des Forschritts einer Fundamentalkritik unterzogen, sondern auch den Wissenschaftsglauben des Westens, in dem er eine »Pseudo-Religion« sah. Auszug übersetzt von Lorenzo Ravagli. Die Zivilisation der westlichen Moderne erhebt unter anderem den Anspruch, in einem…

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Vom Mesmerismus zum Spiritismus

Die intellektuelle Elite der Aufklärung betete die Vernunft als höchste Autorität, als Werkzeug zur Kontrolle der Natur, zur Entmachtung der Religion und zur Herausforderung des politischen Absolutismus an. Aber manchen Aufklärern entging nicht, dass die Vernunft nur eine Methode ist, Wissen zu organisieren. Kant meinte in seiner »Kritik der reinen…

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Emanuel Swedenborg

Goodrick-Clarke führt Emanuel Swedenborg (1688-1772) als Hauptrepräsentanten der Theosophie des 18. Jahrhunderts und Schlüsselgestalt in der Geschichte der westlichen Esoterik ein. Aber mit der Theosophie Jacob Boehmes und seiner Nachfolger im 17. Jahrhundert (das man als »goldenes Zeitalter der Theosophie« bezeichnen kann) hat die Gottesweisheit Swedenborgs wenig Ähnlichkeit. Und sie…

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Hochgradmaurerei und Illuminismus im 18. Jahrhundert

Fortsetzung des Artikels »Rosenkreuzertum«. Wenn das Rosenkreuzertum den Mythos einer geheimen Gesellschaft schuf, in der die hermetischen Wissenschaften gepflegt wurden, dann stellte die Freimaurerei das Instrument für die historische Übermittlung theosophischer und alchymischer Traditionen dar. Die Meinungen sind geteilt, ob die Maurerei von Anfang an esoterisch war oder erst später…

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Wissenschaft und Esoterik XXVII – Restitutio ad Integrum

Das Schlusskapitel seines Buches widmet Hanegraaff einigen grundsätzlichen Erörterungen. Zu diesen gehört die etwas verwunderliche Frage: gibt es überhaupt eine Esoterik? Oder existiert diese nur als Gegenstand der »kollektiven Imagination«, der Einbildung? Gibt es den »verborgenen Kontinent« der Esoterik wirklich (wohlgemerkt: nicht den Kontinent der esoterischen Gegenstände) oder sollten wir…

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Wissenschaft und Esoterik XXIV – Religionismus und Aufklärung im 20. Jahrhundert – Eranos und Frankfurter Schule

Eranos und der Religionismus: Scholem, Corbin, Eliade Die Bedeutung der Eranoskonferenzen liegt laut Hanegraaff in einem spezifischen Zugang zur Religion, der von vielen Wissenschaftlern gesucht wurde, die sich seit den 1960er Jahren mit hermetischen und okkulten Traditionen zu beschäftigen begannen. Diesen spezifischen Zugang hält Hanegraaff für »religionistisch«. Er beinhaltet das…

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Wissenschaft und Esoterik XXII – Magnetische Geschichte

Seit der Renaissance hat Europa gewaltige Umwälzungen erlebt. All diese Umwälzungen wurden durch Menschen herbeigeführt, die sich von ihren Traditionen abwandten und den Mut hatten, von Grund auf neue Unternehmungen in Angriff zu nehmen. Diese Beobachtung gibt Hanegraaff Gelegenheit, sich über das Verhältnis von Tradition und Innovation in der Esoterik…

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