Corona: Kritische Stimmen kommen vermehrt zu Wort

Laut dem Bürger- und Patientenverband Gesundheit aktiv kommen mittlerweile zu Corona kritische Stimmen vermehrt zu Wort. Dies zumindest meldet der Verband in einer kurzen Übersicht, die er auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

Corona: Kritische Stimmen kommen vermehrt zu Wort

Masked Devil. © Lorenzo Ravagli, 2020.

Darin berichtet er unter anderem über eine Sondersendung des ARD mit dem Titel »Die Corona-Lage« vom 5. Oktober, die den Virologen Hendrik Streeck, den Lungenfacharzt Torsten Bauer, den Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, die Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen Ursel Heudorf, den Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes René Gottschalk und viele mehr zu Wort kommen ließ. Besonders hingewiesen wird auf die »Great Barrington Declaration«, die von einer internationalen Konferenz führender Epidemiologen, Wissenschaftlern im öffentlichen Gesundheitswesen und Journalisten am 4. Oktober 2020 in Great Barrington (USA) verabschiedet wurde. Die Erklärung haben inzwischen (Stand 10.10.2020) 6.640 Wissenschaftler aus dem Gesundheitsbereich, 14.210 Ärzte und 192.000 weitere Persone unterzeichnet. Darin wird festgestellt, dass die »derzeitige Abriegelungspolitik verheerende Auswirkungen auf die kurz- und langfristige öffentliche Gesundheit« hat, was in den kommenden Jahren zu einer höheren Übersterblichkeit führen und vor allem die arbeitende Bevölkerung und junge Menschen treffen werde. Schüler von der Schule fernzuhalten, sei »eine schwerwiegende Ungerechtigkeit«. Und weiter: »Diese Maßnahmen so lange aufrechtzuerhalten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden verursachen, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismäßig stark geschädigt werden.«

Hier der Anfang der Übersicht von Gesundheit aktiv:

Nach all den Meldungen über alarmierend ansteigende Infektionszahlen und düsteren Prognosen wie »Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen, auch bei uns« (so der Virologe Christian Drosten am 23. September in einem Doppel-Interview mit Prof. Dr. Detlev Ganten im Vorfeld des »World Health Summit in Berlin«, der vom 25. bis 27. Oktober in Berlin stattfinden wird) mochte man seinen Augen und Ohren kaum trauen, was da im ARD-Extra am 5. Oktober gleich nach der Tagesschau, mithin also zur besten Sendezeit, ab Minute 11:40 über den Bildschirm flimmerte: Da sagt der Bonner Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck unverblümt, dass eben diese Zahlen »nur bedingt etwas aussagen«, nur ein geringer Anteil der Betroffenen benötige eine medizinische Versorgung. Und weiter, unter Bezugnahme auf die von der Bundeskanzlerin für Dezember prognostizierten möglichen Infektionszahlen: »20.000 Neuinfektionen pro Tag – das klingt erstmal nach Apokalypse. Das sind enorme Zahlen, aber im Grunde sollte uns das keine Angst machen, weil ein milder Verlauf oder ein Verlauf ohne Symptome nicht so stark zum Infektionsgeschehen beiträgt. (…) Wir müssen eine Normalität finden, eine achtsame Normalität, dass jemand, der einen schweren Verlauf hat, die bestmögliche Versorgung erhält. Dieses Virus wird nicht mehr aus dem Menschen ausgetrieben werden können, wir können es nicht mehr eradizieren, und wir müssen eben anfangen, mit dem Virus zu leben.«

Nicht minder deutlich äußert sich Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Lungenklinik am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin in eben dieser Sondersendung: »Wir sollten versuchen, von dieser Zahl wegzukommen.« Seit zwei Wochen stehe seine Covid-19-Station nahezu leer, wie auch in vielen anderen Krankenhäusern in Deutschland. »Ich als Mediziner hätte ganz gern dagegen gespiegelt die Zahl der Krankenhausaufnahmen, weil die absolute Infektionszahl für Mediziner ja nur sagt, wie viele haben sich infiziert, aber nicht, wie viele waren krank. Und wir müssen wissen, worauf müssen wir uns im Krankenhaus einstellen.«

ARD-Extra benennt die Fakten:

  • In den ca. 30.000 Intensivbetten in Deutschland liegen derzeit nur 447 Infizierte.
  • 9.534 Menschen sind seit März bis Anfang Oktober an oder mit Corona gestorben. Klingt dramatisch. ABER: In Deutschland sterben normalerweise jede Woche 16.000 bis 20.000 Menschen. 2020 starben bis Mitte März weniger Menschen als im Durchschnitt der Vorjahre, im April durch Corona für wenige Wochen deutlich mehr, ab Ende April jedoch waren es nicht mehr als üblich. Mitte August gab es noch einen kleinen Anstieg – der war der Hitze geschuldet, nicht Corona.
  • Auch der Anstieg im April hielt sich in engen Grenzen: Von den 20.479 Toten waren 1.736 an oder mit Corona verstorben. Seither starben nur noch sehr wenige Menschen an oder mit Corona.
  • Im August waren von 19.450 Toten nur 27 mit Corona infiziert. Ob diese Menschen an oder mit Corona starben, ist unklar.

Der ebenfalls interviewte Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, findet dafür klare Worte: »In Deutschland gibt es keine Übersterblichkeit. Das heißt verkürzt: Es sterben nicht mehr Menschen als in jedem normalen Jahr ohne Corona.«

Und Prof. Dr. Ursel Heudorf, Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen in Frankfurt am Main, sagte ARD Extra: »Wir haben zwar viele Fälle, aber wenig Krankenhauseinweisungen und wenig Todesfälle. Wir müssen die Bevölkerung differenziert informieren, nicht nur über die Zahl der positiv Getesteten oder Infizierten, sondern tatsächlich über die Zahl der schweren Fälle. Es wird leider zu wenig in der Allgemeinbevölkerung darüber berichtet. (…) Von den 9.500 Todesfällen insgesamt an oder mit Corona Verstorben sind 9.000 vor Juli verstorben, und in den vergangenen drei Monaten, obwohl wir einen Anstieg von 100.000 positiv Getesteten haben, nur 500. Da hat eine große Entkoppelung stattgefunden und die muss mehr kommuniziert werden.« 

Mehr dazu auf der Webseite von Gesundheit aktiv


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