Pandemie der Erpressung

Zuletzt aktualisiert am 6. Juli 2021.

Welche Rolle spielt der politische und mediale Druck in der Corona-Pandemie? Béla Szoradi untersucht diese Frage in seinem Gastbeitrag anhand der Situation in der ältesten Demokratie der Welt. Hier wurde am 13. Juni 2021 über mehrere Gesetze bzw. Gesetzesentwürfe in Volksreferenden abgestimmt. Neben einem kurzfristig emendierten COVID-19-Gesetz auch über ein Gesetz zur Bekämpfung des Terrorismus. Die öffentliche Debatte im Land hat sich seit Beginn der Pandemie und im Vorfeld der Referenden so zugespitzt, dass laut Szoradi von einer »Pandemie der Erpressung« gesprochen werden kann. Vor allem die Impffrage trug zur Verschärfung der Auseinandersetzungen und zur Polarisierung bei.

Gastbeitrag von Béla Szoradi


Erpresste Demokratie

Seit nunmehr einem guten Jahr bezeichneten, wie überall in Europa so auch in der Schweiz, die leitenden Presseorgane und Mainstream-Medien Skeptiker der Berichterstattung über die Corona-Pandemie sowie entsprechende Gegner der Pandemie-Maßnahmen als minime Minderheit von »Verschwörungstheoretikern, Corona-Leugnern, Spinnern, Esoterikern und Rechtsextremen«. Sie führten eine mediale Hetzkampagne gegen diese Menschen, sperrten sie konsequent vom medialen öffentlichen politischen Diskurs aus, und beklagten sich auch noch darüber, dass diese »Randgruppen« mit ihren »lauten Anti-Corona-Demos« immer noch zu viel Raum und Gehör in der Öffentlichkeit bekommen würden.

Pandemie der Erpressung

Screenshot aus dem offiziellen Video des Schweizer Bundesrats zum Anti-Terror-Gesetz

Die so marginalisierte »minime Gruppe« hatte es dann beispielsweise in der Schweiz, unter Leitung der »Freunde der Verfassung« unternommen, das Referendum sowohl gegen das Covid-19-Gesetz[1] wie auch gegen das PMT-Gesetz[2] zu ergreifen, und innert kürzester Frist (!) und unter widrigsten Bedingungen (Polizeischikanen, verweigerte Bewilligungen für Standaktionen etc.) die notwendigen Unterschriften für diese Referenden zu sammeln, und damit die Lüge der »Randgruppe« schon auf diese Weise zu entlarven.

Nachdem Ende Februar 2021 bekannt wurde, dass die beiden Referenden definitiv zustande gekommen sind, mit 97.878 (Covid-19-Gesetz) beziehungsweise 141.264 Unterschriften (PMT-Gesetz) – nötig wären jeweils 50.000 Unterschriften gewesen –, haben es dann die maßgebenden politischen Kräfte im Schweizer Parlament in der Frühjahrssession (01.–19.03.2021) unternommen, die finanziellen Entschädigungen und Entlastungen für die von den staatlichen Pandemie-Maßnahmen geschädigten Berufs- und Wirtschaftszweige[3] nachträglich, also nach dem erwähnten Zustandekommen des Referendums, im Covid-19-Gesetz massiv auszuweiten, statt sie von vornherein in einem für sie allein geltenden Erlass zu regeln, wie es von der Sache her eigentlich geboten gewesen wäre. Damit hat das Parlament in krasser Missachtung der Volksrechte die finanziellen Entschädigungen von einer Annahme des Covid-19-Gesetzes in einer Volksabstimmung abhängig gemacht! Das entscheidende Pro-Argument lautete demnach in der Abstimmungskampagne: Finanzielle Entschädigung für Menschen, die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, nur bei einer Zustimmung zum Gesetz!

Dies die Ausgangslage für die von Parlament, Regierung, fast allen politischen Parteien, Verbänden, Wirtschaft und Medien befürwortete Covid-19-Gesetzesvorlage.

Abstimmungsergebnis vom 13. Juni 2021
Ja 1.936.313 Stimmen (60,21%) 16 Kantone

2 Halbkantone

Nein 1.279.802 Stimmen (39,79%) 4 Kantone

4 Halbkantone

Stimmbeteiligung 59,63 %

Damit hat die Mainstream-Presse nicht gerechnet: Aus einer angeblich unbedeutenden Randgruppe von Corona-Leugnern, die an Corona-Demos ungebührlich Lärm machen, wurden zuerst knapp 100.000 Referendumsunterschriften, und dann in der Volksabstimmung knapp 40% Stimmanteile bzw. 1.28 Millionen Stimmbürger. Ziehen wir jetzt von denjenigen Stimmbürger, denen ihre Ja-Stimmen auf die aufgezeigte Weise abgepresst wurden, die Ja-Stimmen ab und teilweise den Nein-Stimmen zu, müsste sich dann nicht sogar eine tatsächliche Mehrheit gegen dieses Covid-19-Gesetz ergeben?

Am 18. Juni 2021 erscheint in der Zeitung »Der Bund« (Tages-Anzeiger-Presse) auf der Bern-Seite (Seite 16) unter der Überschrift »Einschränkungen noch bis Ende September?« eine kleine Notiz:

Pandemie. Die Berner Kantonsregierung findet, bis Ende September sollten alle Corona-Einschränkungen in der Schweiz aufgehoben werden. Für sie sollte zu diesem Zeitpunkt auch der Einsatz der Impfzertifikate innerhalb der Schweiz enden. Sie begründet dies unter anderem mit der Abstimmung zum Covid-19-Gesetz vom Wochenende. Der »überraschend hohe Nein-Anteil« zeige, dass die Bevölkerung gegenüber den Covid-19-Maßnahmen »ziemlich kritisch eingestellt« sei. Die Berner Regierung macht diese Aussagen in einer Mitteilung, in welcher sie ihre Antwort auf die Vorschläge des Bundesrats zu weiteren Öffnungsschritten ab 28. Juni zusammenfasst. (sda)

Wir können also festhalten: Statt eines medialen Triumphes über die »Corona-Leugner« nur betretene, kleinlaute Eingeständnisse und Kommentare. Kaum detaillierte Berichterstattung über das Abstimmungsergebnis in Presse und Medien. Für die Gegner der Corona-Maßnahmen, für die Kritiker und Skeptiker des medialen Pandemie-Narratives, und vor allem für die »Freunde der Verfassung« war das Referendum gegen das Covid-19-Gesetz dagegen ein Abstimmungserfolg! Und ein Triumpf gegen die mediale Hetze!

Erpresste Solidarität

Es fällt im Angesicht der letzten eineinhalb Jahre nur mehr sehr schwer zu glauben, dass die weltweit laufende Impfkampagne für die neuartigen mRNA-Impfstoffe der Eindämmung einer Pandemie (Sars-Cov-2) dient. Vielmehr drängt sich immer mehr der umgekehrte Eindruck auf, dass die weltweit ergriffenen Pandemie-Maßnahmen der Beförderung einer Impfkampagne für diese neuartigen Impfstoffe dienen. Unabhängig von allfälligen epidemischen Infektionskrankheiten. – Kaum etwas passt zusammen an Maßnahmen und Berichterstattung unter der Prämisse, dass wir es mit einer richtigen Pandemie zu tun haben, und nahezu alles erscheint konsistent und folgerichtig unter der Annahme, dass mit Maßnahmen und Impfen eine Agenda verfolgt wird, die jenseits dessen liegt, was man sich unter einer Pandemie á la »Spanische Grippe« oder »Mittelalterliche Pest« vorstellen müsste …

Oder wie ist es sonst zu werten, dass sich mittlerweile immer mehr Menschen nur deshalb impfen lassen, weil sie meinen, nur so ihre »Freiheiten« zurück erlangen zu können? Oder deshalb, weil sie die öffentliche Diffamierung und Ächtung als »Impfverweigerer« kaum noch aushalten können? Warum bloß wird den Menschen auf der einen Seite von Presse und Behörden massiv übertriebene Angst vor einer epidemischen Infektionskrankheit gemacht, während sie auf der anderen Seite von den gleichen Behörden und Presse mit der Drohung des Entzuges ihrer Freiheitsrechte und mit der Köderung von materiellen Vorteilen (Gratisbier, Gratismahlzeiten etc.) zum Impfen genötigt bzw. überredet werden? Warum müssen diejenigen Menschen, die darauf nicht erwartungsgemäß, also angst- und kampagnenkonform reagieren, öffentlich diffamiert werden? Wieviel Infamie ist nötig, um sich als Erpresser und Angstmacher auch noch auf das Argument der Solidarität zu stützen, ohne zuzugeben, dass es sich um eine erpresste Solidarität handelt … ?

Wie massiv diese medialen und behördlichen Kampagnen das Denken der Menschen bereits verdreht und konditioniert haben, zeigt sich an den Wirkungen der dauernden Wiederholung falscher und verdrehter Argumente für die Impfkampagne, insbesondere an der dauernden falschen Verwendung des Begriffes der Solidarität. In Wirklichkeit haben nämlich die meisten persönlichen Schutzmaßnahmen in einer Pandemie, insbesondere aber der persönliche Impfentscheid, rein sachlogisch überhaupt nichts mit wirklicher Solidarität zu tun.

Pandemie der Erpressung

Screenshot aus dem offiziellen Video des Bundesrates zum Referendum über das COVID-19-Gesetz

Folgende, zentrale Elemente in der begründeten Abwehr des manipulativ verwendeten Solidaritätsargumentes sollen hier noch einmal dargestellt werden.

Solidarität im Einzelnen

Der Zweck der Impfung ist die Immunisierung der geimpften Person: Durch sie soll primär eine klinische Immunität[4] erreicht werden, und bei epidemischen Krankheiten außerdem noch eine sterile Immunität[5]. Genau mit diesem Argument wird die Impfkampagne zentral begründet: Mit der Schutzwirkung. Da die Impfung, gemäß Kampagne, ihren aufgezeigten Zweck erreicht, ist auch niemand individuell auf die Solidarität anderer angewiesen, weil alle sich selbst impfen und so sich selbst vor der Krankheit schützen können. Für Geimpfte darf ein Ungeimpfter also gar keine Gefahr mehr sein, wenn die Impfung überhaupt einen Sinn haben soll. Dies ist der primäre logische Grund, weshalb der vorliegende Impfentscheid ein individuelles, höchstpersönliches Recht bleibt, in das sich niemand, und vor allem keine Geimpften, einzumischen haben, weder direkt noch indirekt.

Da die Impfung, gemäß Kampagne, für nahezu alle verträglich sein soll, also kaum jemand aus gesundheitlichen Gründen sich nicht impfen lassen können soll, bleibt auch hier kein Argument für Solidarität übrig. Ganz abgesehen von den Erfahrungen derjenigen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen schon im bisherigen Verlauf der Pandemie auf Schutzmaßnahmen (Maske) verzichten mussten. Deren Erfahrungen sprechen eine deutliche Sprache: Beim Versuch, ein Attest von einem Arzt zu erhalten, nachdem diese medial und kampagnenartig unter Druck gesetzt wurden, möglichst keine solchen Atteste auszustellen. Beim Versuch, mit einem solchen Attest in der Öffentlichkeit keine Maske zu tragen, nachdem diese Öffentlichkeit medial und kampagnenartig gegen sog. Maskenverweigerer aufgehetzt wurde, ohne dass in diesen Kampagnen auch nur ansatzweise darauf hingewiesen wurde, dass es vor allem Menschen gibt, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. – Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen irgendetwas nicht können, erweisen sich in dieser Pandemie immer wieder als Feigenblätter par excellence!

Solidarität in der Gesellschaft

Wenn vom Mainstream (Medien und Wissenschaft und Politik) gesagt wird, »wir« können wegen den Impfskeptikern und Impfverweigerern keine Herdenimmunität erreichen, so fragen wir zurück: Wer ist »wir«? – Wer auch immer das ist, eine wirkliche Mehrheit ist es sowieso nicht. Es sind nämlich sowohl die Impfverweigerer als auch die zur Impfung genötigten, erpressten und geköderten Menschen, die in dieser Kampagne die wirkliche Mehrheit ausmachen. So unterschlägt das implizite »wir«, dass dieser eigentliche Mehrheitswillen von den Machtträgern und Medienverantwortlichen in dieser Impfkampagne schamlos missachtet, nicht akzeptiert wird. Darum bleibt diejenige »Mehrheit«, die den Impfverweigerern als angestrebte »Herdenimmunität« gegenübergestellt wird, nur mit den genötigten, erpressten und überredeten »Zwangs«-Geimpften möglich. Damit aber ist die Solidarität, auf die sich diese Kampagne betreffend Herdenimmunität stützt, prinzipiell eine erpresste Solidarität.

Dazu kommt, dass der erwähnte Mainstream (Medien und Wissenschaft und Politik) im Verlauf der bisherigen Kampagne zunächst versichert hat, dass mit der Impfung eine sterile Immunität erreicht wird, weshalb etwa 60% Geimpfte angestrebt werden. Mit steigender Durchimpfungsrate wurde dann plötzlich medial verbreitet, dass die Impfung doch zu keiner sterilen Immunität führt, weshalb noch höhere Durchimpfungsraten angestrebt werden. Im Zusammenhang mit der aktuellen Mutante »Delta« ist, nach der Berichterstattung zu schließen, jetzt auch noch mit eigentlichen »Impfdurchbrüchen«[6] zu rechnen, weshalb die angestrebte Herdenimmunität mittlerweile bei 80% angegeben wird. Für den kommenden Herbst 2021 wiederum kündigen Medien und Politik (u.a. der schweizerische Bundesrat Alain Berset und der deutsche Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach) in dramatischer Weise eine 4. Welle an, in welcher sich aber nur noch Ungeimpfte anstecken werden. Und Karl Lauterbach kündigt nochmals ansteckendere Varianten an … Vermutlich gibt es dann am Schluss noch ein absolutes Supervirus, das so ansteckend ist, dass es auch noch den allerletzten Ungeimpften auf dieser Welt findet. Damit führen diese Politiker im Verbund mit Presse und Wissenschaft die ganze Argumentation mit steriler Immunität und Impfdurchbrüchen definitiv ad absurdum! Wenn alles wahr ist, was uns Medien so seit Monaten steigernd aneinanderreihen, dann hat diese Impfung rein immunologisch und epidemiologisch von Anfang an nie Sinn gemacht. Das einzig kohärente Ziel bei diesem medialen Verwirrspiel scheint die Absicht der »Durchimpfung« aller Menschen auf dieser Erde mit »mRNA« zu sein, koste es was es wolle. So wie von Bill Gates angekündigt …

Je höher die Mehrheit der Geimpften ausfällt, desto höher wird die jeweilige Herdenimmunität geschraubt, mit fehlender steriler Immunität, mit immer ansteckenderen Virenvarianten (Mutanten), die sich nachher, wenn der Impfentscheid gefällt ist, als fake erweisen (bsp. Alpha-Variante bzw. Englische Variante)[7]. Der Druck steigert sich mit der Masse (Herde), was die Kampagnenleiter sehr gut wissen. Ein selbstverstärkender Effekt, der wohl erst bei 100% ausgereizt ist … Je grösser diese »Mehrheit«, ja, desto grösser tatsächlich die Schafsherde …

Die erpresste, genötigte und geköderte Mehrheit, die sich hier immer weiter ausbildet, hat sich also mehrheitlich definitiv nicht aus wirklicher Solidarität gebildet.

Mein Körper, meine Entscheidung, meine Verantwortung

Wenn der Mainstream (Medien und Wissenschaft und Politik) gerade wieder eine Kampagne für »selbstbestimmtes Sterben« (Sterbehilfe und Euthanasie), Abtreibung oder Organspende veranstaltet, dann bezieht er sich lautstark auf das Recht auf Selbstbestimmung. Warum soll dies jetzt bei der Impfung plötzlich nicht mehr so sein?!

Es ist tatsächlich so: Die Verantwortung für persönliches Wohlergehen und Gesundheit kann und muss jeder primär und nach seinen Möglichkeiten für sich tragen. Denn er muss auch die Konsequenzen seiner medizinischen Entscheidungen primär selbst tragen!

Die Impfproduzenten haben sich ihrer Verantwortung und Haftung für allfällige Impfschäden in entsprechenden Klauseln schon entledigt. Der Staat wiederum schiebt seine Verantwortung in nicht groß an die Glocke gehängten Dokumenten[8] zum Arzt weiter. Dieser habe vor einer Impfung eine entsprechende individuelle Risiko-Abklärung zwischen Arzt und Impfling in einem strukturierten Aufklärungsgespräch vorzunehmen. Diese Abklärung muss selbstredend ergebnisoffen sein. So kann und muss der impfende Arzt (oder wer auch immer das ist …) wiederum die Verantwortung für allfällige Impfschäden und Impfnebenfolgen dem zu Impfenden weiterreichen.

In diese Verantwortungskaskade, an deren Ende die alleinige Verantwortung des individuellen Menschen steht, mischt sich jetzt die aufgezeigte Impfkampagne von Presse und Behörden massiv und suggestiv ein und unterläuft diese! Unter Missachtung dieser Verantwortungsregelung werden die Menschen mit massenpsychologischen Mitteln beeinflusst, mit Vor- und Nachteilen, und vor allem mit der Ausgestaltung des sog. Covid-Zertifikates erpresst und geködert. Hier finden wir den wahren Grund dafür, dass die Behörden den individuellen Impfentscheid pro forma frei lassen, und weder allgemeine Impfobligatorien noch Impfzwänge ankündigen: Denn dann müssten die dafür Verantwortlichen dafür eben die volle Verantwortung übernehmen, und zwar zeitlich und materiell unbegrenzt. Deshalb also lieber Erpressung statt Obligatorium, da mit Erpressung keine Verantwortung anfällt.

Wer also andere zum Impfen drängen will, der muss sich fragen lassen, ob er dann auch alle Konsequenzen und Verantwortung für allfällige Impfschäden mit übernehmen will? Können ihm dann die Rechnungen geschickt werden? Pflegt er dann die Geschädigten? Wer andere zum Impfen zwingt, und diesen dabei Schaden zufügt, begeht Körperverletzung, bringt diese allenfalls um (Tötung ev. Mord).

Vom Symptom zum »Fall«, von den »Fällen« zur »Pandemie«, von der »Pandemie« zur Impfung, von der Impfung zum Symptom

Nachdem mittlerweile auch Mainstream-Medien deutliche Kritik und Zweifel an der Tauglichkeit des als »Goldstandard« bezeichneten PCR-Testes zu äußern wagen (vgl. entsprechende Berichte beispielsweise bei »RTL« oder die »Welt«), nach Kenntnis aller Kritik namhafter und zahlreicher Wissenschaftler und Ärzte am PCR-Test, kann man sich berechtigterweise fragen, ob dieser PCR-Test tatsächlich im Gefolge des Pandemie-Geschehens entstanden ist, oder ob nicht umgekehrt das Pandemie-Geschehen eine Folge dieses PCR-Testes ist …

Die sog. Covid-Erkrankungen wurden und werden in der Praxis immer noch mittels PCR-Test »diagnostiziert«, und nicht mittels Symptomatik. Auf diese Weise wurde und wird jeder »positive« Test ein »Covid-Fall«. Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheitswesen BAG führt ein entsprechendes neues Meldeblatt, auf welchem alle positiven Fälle aus den Spitälern und Arztpraxen gemeldet werden müssen, aber nur diese Testergebnisse allein. Sie erscheinen dann mehr oder weniger tagesaktuell in den entsprechenden, öffentlich gemachten Covid-Statistiken. Die eigentlichen, aufgeschlüsselten Statistiken aller Erkrankungen und Todesfälle werden gemäß langjähriger Praxis in einem separaten Meldeblatt erfasst, das dem Schweizerischen Bundesamt für Statistik (BfS) zugesendet werden muss. Die entsprechenden Daten werden durch das BfS detailliert aufgeschlüsselt nach Krankheits- und Sterbefällen. Nach dieser etwa zwei Jahre dauernden Aufbereitung werden die so ermittelten Statistiken durch das BfS veröffentlicht.

Indem die Covid-Erfassung also losgelöst wurde von der Erfassung aller Krankheitsfälle, wird erreicht, dass aktuell alle Erkrankungen und Todesfälle bei »positivem« Test zu »Covid-Fällen« werden (selbst bei Selbstmördern, wie der Verfasser dieser Zeilen erfahren musste). Die so publizierten »Fälle« sind Grundlage der Pandemie-Maßnahmen.

Weiter hat das BAG im Verlauf des Jahres 2020 das schweizweite Influenza-Monitoring eingestellt, mit der Begründung, dass die Symptome der Influenza nicht wirklich unterschieden werden können von den Symptomen der Covid-Erkrankung. Die Ärzte wurden gehalten, bei entsprechenden Symptomen (!) eine Covid-Erkrankung anzunehmen, und sofort einen PCR-Test zu veranlassen. Seither haben wir eine Influenza-Kurve, die sich auf Null bewegt, und eine Covid-Kurve, deren Verlauf der ursprünglichen Influenza-Kurve zum Verwechseln ähnlich ist, indem sie auch die für sie typische saisonale Verlaufsform zeigt (Ansteigen der Fälle im Winter, Abflachen der Fälle im Sommer). Das Ausbleiben der Influenza wiederum wird der Öffentlichkeit durch Medien und Behörden erklärt mit der Wirkung der Pandemie-Maßnahmen (Maske, Distanz etc.), ohne zu merken, dass in diesem Fall ja auch das Pandemie-Geschehen hätte ausbleiben müssen …

Eine weitere merkwürdige Eigenheit dieser Pandemie-Erkrankungen ist, dass deren Schweregrad und Mortalität in ihren Verlaufskurven eine große Ähnlichkeit mit der Verlaufskurve der allgemeinen Mortalität aufweist, weshalb ein statistischer Nachweis dieser Pandemie nur über eine allgemeine, undifferenzierte Übersterblichkeit zu erbringen ist. So, wie alle Erkrankungen bei positivem Test zu Covid-Erkrankungen wurden, so wird, folgerichtig, eine allfällige Übersterblichkeit eben undifferenziert dieser Covid-Erkrankung zugeschrieben. Dabei wäre ein Monitoring, das die Mortalität falscher medizinischer Behandlungen gegen eine schwer zu diagnostizierende Krankheit, und ein Monitoring, das die Mortalität der Pandemie-Maßnahmen festzuhalten versucht (»Kollateralschäden«), das mindeste an Analytik, das für eine glaubwürdige behördliche Kommunikation in schwerer Krisenlage notwendig wäre.

Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der erwähnten wissenschaftlichen Verlautbarungen von Behörden und Medien haben wir so eine Situation erreicht, wo für den einzelnen Menschen die Überprüfung von Krankheitsdiagnosen entscheidend erschwert ist. So wird es möglich, dass viel mehr Menschen jemanden kennen, der eine »Covid-Erkrankung« hatte, als tatsächlich auf klinische Symptomatik gestützte Erkrankungen vorliegen. So ist es möglich, auch selbst eine »Covid-Erkrankung« zu erleiden, ohne Sicherheit, dass tatsächlich eine vorliegt. Hierbei soll auch daran erinnert werden, dass es neben den grippalen Infekten noch die eigentliche Influenza-Erkrankung gibt, die schwere bis schwerste Verläufe nehmen kann, und bei denen die Erholungsphasen Wochen dauern können.

Es ist schlussendlich für diese Pandemie- und Impfkampagne nur konsequent, von einer Krankheit ausgehen zu können, deren Diagnose nicht wirklich überprüft werden kann, um zu einer Impfung zu kommen, deren Wirkung gerade deshalb auch nicht mehr überprüft werden kann. Denn gemäß offizieller Darstellung bewirkt die Covid-Impfung gerade keine Verhinderung – sondern nur eine Milderung der Symptome, weswegen man immer behaupten kann, dass ohne eine Impfung die Symptome schwerer ausgefallen wären. Der argumentative Kreis schließt sich: Statt dass die Wirkung der Impfung konsequenterweise mittels PCR-Test überprüft wird, wird sie mittels Symptomen überprüft. Jetzt plötzlich soll es auf die Symptome ankommen! Das durch Behörden, Mainstream-Medien und abhängige Wissenschaft konditionierte Denken vieler Menschen schafft es offenbar nicht mehr, diesen Zirkelschluss zu durchschauen.

Die Erpressungs-Kampagne droht mit dieser Kreisbewegung zur selbsterfüllenden Prophezeiung zu werden, indem sie diejenige Pandemie herbeiführt, die sie zu bekämpfen vorgibt. Im schlimmsten Fall findet sich die Menschheit nachher in einer körperlichen, medizinisch-technologischen Abhängigkeit wieder, welche keinen medizinischen, sondern einen technologisch-totalitären Ursprung hat. Sie würde dann ad Infinitum erpressbar…

Was macht ein Erpresser, wenn er erfolgreich ist? Er fordert noch mehr!


Wiederabdruck aus Kernpunkte – Dreigliederung des sozialen Organismus | Geisteswissenschaft | Zeitgeschehen, Nr. 9, Jg. 4, Sommeredition 2021. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und des Autors.


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Anmerkungen:


  1. Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz), vom 25. September 2020.
  2. Bundesgesetz über polizeiliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus.
  3. Das Covid-19-Gesetz bildet die rechtliche Basis für die Kurzarbeitsentschädigung, die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, die Härtefallhilfen für Restaurants, Hotels, die Eventbranche oder Reisebüros, sowie die Unterstützung von Kultur, Sport und Medien.
  4. Klinische Immunität bedeutet den (mehr oder weniger umfassenden) Schutz der geimpften Person vor Symptomen (Wikipedia).
  5. Sterile Immunität ist der Schutz vor Weitergabe (Transmission) des Erregers an Dritte durch die geimpfte und infizierte Person und damit einer der Faktoren, die über das Erreichen einer Herdenimmunität entscheiden (Wikipedia).
  6. Ein Impfdurchbruch bezeichnet die Wirkungslosigkeit von Impfstoffen, wenn das entsprechende Pathogen mutiert, so dass es nicht mehr vom Immunsystem wiedererkannt wird. Dabei kommt es trotz einer vorangehenden Impfung oder einer überstandenen Infektion zu einer Erkrankung (Wikipedia).
  7. Wer erinnert sich noch an die Geschichte mit den englischen Touristen im Wallis, die sich unter Mediengetöse aus der Schweiz abgesetzt haben, obwohl sie, wegen dieser englischen Variante, eigentlich in Quarantäne hätten gehen müssen?
  8. BAG Covid-19-Impfstrategie: Kapitel 11 Rechtliche Grundlagen und Haftung; Wer haftet für Impfschäden lit. b Haftung der impfenden Person (»Arzt-Haftung«); lit. c Entschädigung des Bundes (sog. Ausfallhaftung); Seiten 16-17.

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