Die vier neuen Hauptrassen

Zuletzt aktualisiert am 10. August 2021.

Hygienefaschismus funktioniert nur mit Kategorisierungen. Kategorisiert werden die Untertanen. Selbstverständlich gelten für die Eliten andere Regeln. Wer herrscht, ist privilegiert. Wer beherrscht wird, ist unfrei. In den meisten einst demokratischen Ländern besitzen die Bürger seit dem globalen Hygieneputsch jene von den Verfassungen garantierten Freiheiten nicht mehr, die zuvor als selbstverständlich galten. Wie in jeder Klassen- oder Rassengesellschaft verfügt die selbsterklärte Herrschaftselite über die Macht, Privilegien zu gewähren oder zu entziehen. Das Herrschaftssystem des Hygienefaschismus fußt auf der Lehre von den vier neuen Hauptrassen. Noch existiert keine ausformulierte Rassenlehre, aber an der Systematik arbeiten die Bürokratien mit Hochdruck.

Die vier neuen Hauptrassen

Hieronymus Bosch, Garten der Lüste, Hölle, Ausschnitt.

Die klassische Rassenlehre kannte vier Hauptrassen: die Weißen, die Gelben, die Schwarzen und die Roten. Die neue Rassenlehre unterscheidet zwischen Getesteten, Geimpften, Genesenen – und Gesunden. Das gesamte System der bürgerlichen Gesellschaft, die Ordnung ihrer Freiheiten und Rechte, wird durch den Hygienefaschismus an diesen vier Kategorien ausgerichtet.

Die Gesunden sind die neue Unterrasse, die Parias. Offensichtlich besteht die Absicht, sie vollständig zu entrechten. Vorbereitet wurde diese Entrechtung durch die Einführung neuer Sprachregelungen. Die Gesunden wurden zu »Ungeimpften« umdefiniert. Zugrunde liegt der Gedanke: Mensch ist nur, wer geimpft ist. Wer gesund, aber nicht geimpft ist, soll von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, weil er eine Gefahr für den Rest der Gesellschaft darstellt. Er könnte ein Virusträger und damit Verbreiter einer angeblich tödlichen Seuche sein. Der Hygienefaschist Macron preschte in Frankreich vor: er verordnete nicht nur Zwangsimpfungen für bestimmte Berufsgruppen (unter Androhung von Entlassung im Verweigerungsfall), sondern auch (unter Androhung horrender Geldstrafen) eine Pflicht für Gastronomen und andere Dienstleister, den Impfstatus ihrer Gäste und Kunden mittels Impfpass zu überprüfen.

Klassische rassistische Regime kannten ebenfalls solche Umetikettierungen, durch die sie ihre Ordnungen des Unrechts legitimierten: Die Weißen waren die »Zivilisierten«, der Rest der Menschheit war mehr oder weniger unzivilisiert, barbarisch, wild. Den Zivilisierten wurde die Mission zugesprochen, die Barbaren entweder mit Überredung oder Gewalt aus ihrer erbärmlichen Kulturlosigkeit zu befreien. Wer sich für die Segnungen der Zivilisation als unempfänglich erwies, weil er an seinen eigenen Traditionen, seiner Kultur, seiner Religion, seiner Gesellschaftsordnung festhielt, wurde unterdrückt, umerzogen, zum Abschuss bzw. zur Ausrottung freigegeben (»Indianer, Negervölker«).

Auf die gleiche Art wurden die einstmals Gesunden von den Ideologen des Hygienefaschismus zu »Ungeimpften« erklärt. An ihnen muss die Zivilisierungsmission vollzogen werden, die früher den Barbaren zuteil wurde. Die neuen Wilden, das sind die »Impfverweigerer, Impfgegner, Coronaleugner, Gefährder, Ratten«. Die Wilden stehen außerhalb der zivilisierten Ordnung, sie sind Ausgestoßene, Vogelfreie. Eine systematische Hetze gegen die Gesunden sorgt dafür, dass dieser nicht unerhebliche Teil der Bevölkerung zur Projektionsfläche für den Hass der Geimpften wird, denen von den Putschisten Erlösung durch Unterwerfung versprochen wurde (»Ohne Impfen keine Freiheit «) – ein Versprechen, das sich jedoch zunehmend als Illusion erweist. Um so mehr können die Enttäuschung durch den erlittenen Betrug und der Hass auf die Verantwortlichen auf die zu Pandemietreibern erklärten Ungeimpften abgelenkt werden. Am weitesten scheint diese Hetzpropaganda derzeit in Italien zu gehen. Über sie berichtete Jenny Perelli am 2. August bei Telepolis. »Ministerpräsident Mario Draghi sagte während einer Live-Pressekonferenz letzte Woche: ›Der Aufruf, sich nicht impfen zu lassen, ist ein Aufruf zum Sterben … Wer sich nicht impfen lässt, wird krank und stirbt … Ohne Impfung muss wieder alles geschlossen werden … Der Grüne Pass ist keine Willkür, sondern eine Bedingung, um Betriebe und Unternehmen weiterlaufen zu lassen.‹ […] Alessia Morani von der Demokratischen Partei [sagte über die Proteste gegen den Impfpass]: ›Auf diesen Plätzen [auf denen gegen das hygienefaschistische Regime protestiert wurde] wurde der Begriff Freiheit missbraucht … Eine geimpfte Person ist für andere nicht gefährlich. Eine ungeimpfte Person ist für andere gefährlich.‹ […] Roberto Burioni, TV-Virologe: ›Sie (die Ungeimpften) müssen unter Hausarrest bleiben. Sie müssen wie Ratten leben.‹ Selvaggia Lucarelli, Journalistin: ›Sie (die Ungeimpften) müssen zu grünem Brei zermatscht werden.‹ Andrea Scanzi, Journalist: ›Mir würde es Spaß machen, sie (die Ungeimpften) wie die Fliegen sterben zu sehen.‹ […] Seit Monaten sind außerdem Schlagzeilen mit dem Begriff ›Jagd‹ zu lesen, als ob es sich bei den Impfgegnern oder -skeptikern um Tiere handeln würde, die zu erlegen sind.«[1]

Es liegt nahe, in diesem Zusammenhang an die Feinddefinition totalitärer Regime zu erinnern, von der Hannah Arendt in ihrem Buch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft spricht. Zum Wesen totalitärer Bewegungen gehört, »dass sie ihre Feinde in Übereinstimmung mit ihrer bereits vor der Machtergreifung voll entwickelten Ideologie definieren« (hier dem Hygienerassismus). »Die ideologisch definierten Gegner [die »Ungeimpften«] werden aus den natürlichen oder historischen Ablaufgesetzen, deren Exekutor der totalitäre Machthaber zu sein vorgibt, ›objektiv‹ errechnet. Rassisch Minderwertige sind ›objektive Feinde‹ der Rassengesellschaft, genauso wie die ›sterbenden Klassen‹ und ihre Vertreter […] objektive Feinde der klassenlosen Gesellschaft und objektive Helfer der Bourgeoisie sind. […] Wer der zu Verhaftende und Liquidierende ist, was er denkt und plant, ist von vornherein entschieden, sein wirkliches Denken oder Planen interessiert keinen Menschen [sowenig das wirkliche Denken und Planen der sogenannten Querdenker irgendjemanden interessiert]. Was sein Verbrechen ist, ist objektiv, ohne alle Zuhilfenahme ›subjektiver Faktoren festgestellt […] In jedem Fall ist das ›Verbrechen‹ früher als die Aufspürung des Verbrechers [erst erklärt der Verfassungsschutz die Opposition gegen das Hygieneregime zur Gefährdung der Demokratie, danach kann jeder, der Kritik an den verhängten Maßnahmen ausspricht, der Kategorie der Staatsfeinde zugeordnet werden]. Ist aber erst einmal objektiv entschieden, welches Verbrechen in einem bestimmten Moment der Geschichte gerade an der Tagesordnung ist, so müssen auch die ›Verbrecher‹ gefunden werden. [Es muss lediglich die Verweigerung der Impfung zum Verbrechen gegen die Volksgesundheit erklärt werden].

So kann der Angeklagte kaum je eine Person sein, der man etwa gefährliche Gedanken entlocken könnte oder deren Vergangenheit Misstrauen rechtfertigte. […] Der Gegner ist, wie die nazistische Rechtswissenschaft mit Recht feststellte, gleich einem Bazillenträger [kursiv L.R.], objektiv gefährlich als Träger bestimmter Tendenzen; und die in Sowjetrussland tödliche Anklage des Konterrevolutionärs wird erhoben und ist bewiesen, ›bevor die Frage nach dem Verhalten des Angeklagten sich überhaupt gestellt hat‹. In der Praxis sieht dies natürlich so aus, dass die von dem Regime zur Ausrottung bestimmten Gruppen so lange diffamiert, beschimpft und der größten Verbrechen geziehen werden, bis alle Welt weiß, dass es sich hier nur um Feinde handeln kann, und schließlich die Aktion gegen sie als mehr oder minder berechtigt empfunden wird.«[2]

Ein offener Brief an die Ungeimpften

Die Vereinigung für bürgerliche Freiheiten in der kanadischen Provinz Ontario (OCLA) veröffentlichte Anfang August einen offenen Brief an die Ungeimpften. Verfasst haben ihn Ärzte, die der OCLA angehören. [3]

Die Vereinigung weist in ihrem Brief darauf hin, dass niemand vom Staat oder anderen Institutionen zu medizinischen Eingriffen gezwungen werden darf, weder direkt noch indirekt. Solche Eingriffe setzen informierte Zustimmung und individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung voraus. Die Vereinigung kritisiert den Druck, der von Regierungen, regierungsnahen Nachrichtenkanälen, antisozialen Medien und Teilen der Zivilgesellschaft auf die verbliebenen Aufrechten ausgeübt wird.

Die Kontrolle über die körperliche Unversehrtheit könnte die letzte Verteidigungslinie im Kampf um den Schutz der bürgerlichen Freiheiten sein, schreibt die OCLA.

Offener Brief an die Ungeimpften

»Sie sind nicht allein! Mit Stand vom 28. Juli 2021 haben 29 % der Kanadier keine COVID-19-Impfung erhalten, weitere 14 % lediglich eine Impfung. In den USA und in der Europäischen Union ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung vollständig geimpft, und selbst in Israel, das Pfizer zum ›Weltlabor‹ erklärt hat, ist ein Drittel der Menschen ungeimpft. Politiker und Medien propagieren eine uniforme Sicht und machen die Ungeimpften zu Sündenbocken für die Probleme, die nach achtzehn Monaten der Panikmache und der Massenquarantänen entstanden sind. Es ist an der Zeit, die Dinge richtigzustellen.

Es ist völlig vernünftig und legitim, sich gegen unzureichend getestete Impfstoffe auszusprechen, für die es keine zuverlässige wissenschaftliche Grundlage gibt. Sie haben das Recht, über Ihren Körper zu bestimmen und medizinische Behandlungen abzulehnen, wenn Sie es für richtig halten. Sie haben das Recht, ›Nein‹ zu sagen, wenn Ihre Würde, Ihre Integrität und Ihre körperliche Autonomie verletzt werden. Es ist Ihr Körper, und Sie haben das Recht zu wählen. Sie haben das Recht, für Ihre Kinder gegen deren Impfung in der Schule zu kämpfen.

Sie fragen zurecht, ob eine freie und informierte Zustimmung unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich ist. Langfristige Auswirkungen sind unbekannt. Transgenerationelle Auswirkungen sind unbekannt. Das Ausmaß der durch die Impfung verursachten Deregulierung der natürlichen Immunität ist unbekannt. Mögliche Schäden sind nicht bekannt, da die Berichterstattung über unerwünschte Ereignisse verspätet, unvollständig und von Land zu Land unterschiedlich ist.

Sie werden von den Mainstream-Medien, den Social-Engineering-Kampagnen der Regierung, ungerechten Vorschriften und Richtlinien, kollaborierenden Arbeitgebern und dem Mob in den sozialen Medien ins Visier genommen. Ihnen wird gesagt, dass Sie jetzt das Problem sind und dass die Welt nicht wieder in Ordnung kommen kann, wenn Sie sich nicht impfen lassen. Sie werden von der Propaganda zum Sündenbock gemacht und von Ihrem Umfeld unter Druck gesetzt. Denken Sie daran: Mit Ihnen ist alles in Ordnung.

Sie werden fälschlicherweise beschuldigt, eine Fabrik für neue SARS-CoV-2-Varianten zu sein, obwohl Ihr natürliches Immunsystem nach Ansicht führender Wissenschaftler tatsächlich eine Immunität gegen mehrere Komponenten des Virus erzeugt. Dies fördert Ihren Schutz gegen eine Vielzahl von Virusvarianten und verhindert eine weitere Ausbreitung auf andere Personen.

Sie fordern zu Recht unabhängige, von Experten begutachtete Studien, die nicht von multinationalen Pharmaunternehmen finanziert werden. Alle von Fachleuten begutachteten Studien zur kurzfristigen Sicherheit und Wirksamkeit wurden von diesen gewinnorientierten Unternehmen finanziert, organisiert, koordiniert und unterstützt; und keine der Studien wurde veröffentlicht oder Forschern zugänglich gemacht, die nicht für diese Unternehmen arbeiten.

Sie haben Recht, wenn Sie die vorläufigen Ergebnisse der Impfstoffstudien in Frage stellen. Die behaupteten hohen Werte der relativen Wirksamkeit stützen sich auf eine geringe Zahl von ›Infektionen‹, die nur sehr vage bestimmt wurden. Die Studien waren auch nicht blind, d. h. die Personen, die die Injektionen verabreichten, wussten oder konnten erschließen, ob sie den experimentellen Impfstoff oder das Placebo injizierten. Dies ist keine akzeptable wissenschaftliche Methodik für Impfstoffstudien.

Sie haben Recht mit Ihrer Forderung nach einer Vielfalt wissenschaftlicher Meinungen. Wie in der Natur brauchen wir eine Polykultur von Informationen und deren Interpretationen. Und die haben wir im Moment nicht. Die Entscheidung, den Impfstoff nicht zu nehmen, schafft Raum für Vernunft, Transparenz und Verantwortlichkeit. Sie fragen zu Recht: ›Was kommt als Nächstes, wenn wir die Hoheit über unseren eigenen Körper aufgeben?‹

Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Zeigen Sie Widerstandskraft, Integrität und Entschlossenheit. Verbinden Sie sich mit anderen, schmieden Sie Pläne, um sich gegenseitig zu helfen, und setzen Sie sich für die wissenschaftliche Rechenschaftspflicht und die Meinungsfreiheit ein, die für das Gedeihen der Gesellschaft unerlässlich sind. Wir gehören zu den vielen, die an Ihrer Seite stehen.[4]

Impfpässe

Derweilen ist ein Kampf um die Impfpässe entbrannt, die dazu dienen, die Hygieneapartheid durchzusetzen. Klaus Alfs trägt dazu in Novo Argumente eine grundsätzliche Überlegung vor: »Gehen wir davon aus, dass die Covid-Impfung gegen schwere Verläufe und Tod zu hundert Prozent schützt. Dann stellt sich die Frage, worin das Problem mit den Ungeimpften bestehen soll. Das Schlimmste, was sie den Geimpften antun könnten, wäre ja, sie mit Husten oder Schnupfen anzustecken. Dieses Risiko war bis Corona für niemanden ein Problem. Wenn mich ein gegen Covid Geimpfter mit Rhinoviren ansteckt, fordere ich nicht, dass man ihm die Grundrechte entzieht und ihn wie Abschaum behandelt. […] Ungeimpfte können nach bisheriger Analyse also gar kein Problem für Geimpfte sein, wenn die Impfung so wirkt, wie das offizielle Narrativ suggeriert. Mündige Ungeimpfte nehmen das Risiko, sich anzustecken und ggf. schwer zu erkranken, bewusst in Kauf. Diese Entscheidung ist zu achten. Selbstverständlich darf eine solche Entscheidung […] nicht dazu führen, Ungeimpften notwendige medizinische Behandlungen zu verweigern. Dann könnte man zum Beispiel auch Rauchern lebenserhaltende Behandlungen gegen Lungenkrebs vorenthalten.«[5]

Michael Maier kommentiert in der Berliner Zeitung die Nachweispflicht für Urlaubsrückkehrer: »Mit der über Nacht eingeführten Testpflicht nach Urlaubsreisen ist de facto eine Visumspflicht für die Rückkehr in das Heimatland eingeführt worden – ein Novum in der Geschichte. […] Die Regierungen haben den Kontakt zu den Bürgern verloren. Sie versuchen, sich Zeit zu kaufen. […] Wir sollten für dieses Europa, seine Werte und seine Ideale kämpfen.«[6]

Andrea Komlosy, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien, legt auf den Nachdenkseiten eine scharfsinnige Analyse des sogenannten Grünen Passes vor: »Seit Juli 2021 leben EU-Bürger […] mit einem neuen Reisedokument, dem sogenannten ›Grünen Pass‹. Sie benötigen es nicht nur für das Überschreiten von Staatsgrenzen, sondern auch, um ihre Bewegungsfreiheit im Inland in Anspruch zu nehmen: als Voraussetzung für den Zugang zu Kulturveranstaltungen, Sportstätten, Gaststätten oder Hotels. Dieser Pass weist ihren Corona-Status als ›Geimpft – Getestet – Genesen‹ aus – Bedingungen, die in unterschiedlicher Anwendung und Kombination in den meisten EU-Staaten darüber bestimmen, wer am gesellschaftlichen Leben teilhaben darf und wer nicht. […]

Die Bezeichnung […] ›Pass‹ spiegelt falsche Tatsachen vor, nämlich dass das Dokument Türen öffnet. Stattdessen zieht es klare Schranken ein: Für diejenigen, die sich damit Eintritt verschaffen können, beinhaltet es die Vorstellung, es handle sich um eine Rückkehr zur Bewegungsfreiheit, obwohl diese doch an den Vorweis eines mit mehr oder weniger Gesundheitsrisiko (Impfung) und mit mehr oder weniger Aufwand (Test) verbundenen Dokuments gekoppelt ist. Lediglich das dritte G, die Genesung, ist ohne weitere körperliche Eingriffe, oft jedoch nur mit einigem bürokratischen Aufwand zu erlangen, und auch dies nur für einen beschränkten Zeitraum. Für diejenigen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen können oder wollen, ist das Gerede von der Öffnung […] der blanke Hohn. Denn wer [den Pass] nicht hat, scheitert bei so einfachen Vorhaben wie dem Kultur- und Gaststättenbesuch, geschweige denn der Auslandsreise. Darüber hinaus schwebt über all jenen das mit jedem Appell in Richtung Einschluss von Arbeitsstätten sowie Impfzwang verbundene Risiko des Ausschlusses von der Berufsausübung, mithin ein drohender Verlust der Existenz. […]

Der ›Grüne Pass‹ ist also eine Art Anti-Pass. Statt dem Einschluss und der Ermächtigung dient er der Unterscheidung in Gesunde und Bedenkliche (Risikobehaftete, denn Erkrankte stehen im Corona-Management ja ohnehin unter Quarantänepflicht). Bedenklich ist, dass die Nichtausgewiesenen wie Kranke behandelt werden, denn anders ließe sich ihr Ausschluss nicht argumentieren. Einem gesunden Menschen die Bewegungsfreiheit zu entziehen, ließe sich mit den bürgerlichen Freiheiten ja selbst unter coronabedingten Einschränkungen nicht rechtfertigen. Also werden die Nichtdokumentierten […] zum Gesundheitsrisiko, zu Kranken erklärt. In Umkehrung der Beweislast haben sie mit Impfung oder Testung die Möglichkeit, die prüfende Instanz vom Gegenteil zu überzeugen. […] Der ›Grüne Pass‹ kehrt […] in die [feudalistische] Zeit des Reise- und Bewegungs-Privilegs zurück. Nicht das allgemein gültige […] Recht verschafft Zugang, sondern ein bestimmter Körperstatus. Zudem entwertet das verpflichtende Gesundheitszertifikat den Reisepass und setzt die Reisefreiheit außer Kraft. Denn wenn der Grenzübertritt an einen Gesundheitsnachweis geknüpft ist, dann hat mein Reisepass seine Funktion verloren.«[7]

Komlosy kommt in ihrer Analyse unserer Einsicht am nächsten, dass durch den Hygienefaschismus eine neue Rassenordnung etabliert wird. Der Grundsatz: »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich«, gilt nicht mehr. Im Hygienefaschismus gilt der Grundsatz: »Für die unterschiedlichen Rassen gelten unterschiedliche Gesetze.« Und tatsächlich: für die Gesunden, Getesteten, Genesenen und Geimpften gelten unterschiedliche Gesetze.

Gesunde (»Ungeimpfte«) müssen künftig permanent nachweisen, dass sie gesund sind. Solche Nachweise sind mit körperlichen Eingriffen, Schikanen und bald auch enormen Kosten verbunden, nicht nur monetären, sondern auch sozialen oder existentiellen.

Getestete genießen – sofern der Test negativ ausfällt – für ein paar Tage das teuer erkaufte Privileg, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, möglicherweise sogar einkaufen zu gehen oder ein Restaurant zu besuchen.

Auch Genesene müssen den Nachweis erbringen, dass sie genesen sind. Da sie offensichtlich nicht derselben Kategorie wie die Gesunden angehören, muss ihre Nachweispflicht anders geregelt werden als jene der bloß Gesunden. Näheres zur Kasuistik findet man auf der Netzseite des Bundesministeriums für Gesundheit. »Anspruch auf ein Genesenenzertifikat« heißt es dort, »haben alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Voraussetzung ist der Nachweis eines positiven PCR-Test-Ergebnisses. Der PCR-Test darf maximal sechs Monate alt sein und muss mindestens 28 Tage zurückliegen.« Offenbar gehen die Bürokraten im Ministerium davon aus, dass der Immunschutz, den ein Genesener durch die erfolgreich überstandene Ansteckung erworben hat, nach sechs Monaten erlischt. In der Tat: »Der in der Verordnung genannte Zeitraum von maximal 180 Tagen und mindestens 28 Tagen bezieht sich nur auf die Ausstellung eines Genesenennachweises. Das heißt, eine Person, die die Erkrankung durchgemacht hat, kann nur innerhalb dieses Zeitraums einen solchen Nachweis ausgestellt bekommen. Nach Ablauf dieser Frist und bevor eine Impfung stattgefunden hat, gilt die Person als nicht vollständig geimpft und eben auch nicht als genesen.« Wer genesen ist, gilt nach 180 Tagen nicht mehr als genesen, sondern als »nicht vollständig geimpft«. Dem bürokratischen Labyrinth ist man damit aber noch nicht entronnen, denn für Genesene mit nur einer Impfung gibt es eine Sonderregelung.

»Davon unabhängig«, heißt es weiter, »gilt eine Person als vollständig geimpft, wenn sie entweder zwei Impfungen erhalten hat oder genesen ist und eine Impfung erhalten hat. Der Nachweis der Genesung wird mit einem positiven PCR-Test belegt.

Es kann also auch jemand nur einmal geimpft werden und als vollständig geimpft gelten, der die Krankheit durchgemacht hat, ohne einen Genesenennachweis erhalten zu haben, z.B. weil die Erkrankung länger als 180 Tage zurücklag.«[8]

Schließlich die Geimpften. Sie sind die wahrhaft Privilegierten; sie erhalten als Privileg die Freiheit zurück, die einmal als Geburtsrecht allen zustand. Es sei denn, die Impfungen halten nicht, was man uns versprochen hat. Die Belege dafür mehren sich. Geimpfte sind nicht gegen Infektion gefeit. Sie können Infektionen weitergeben. Ihr durch die Impfung erworbener Immunschutz lässt nach einigen Monaten rapide nach.

So berichtete die israelische Zeitung Arutz Sheva am 13. Juli: »Daten des Gesundheitsministeriums über die Welle von COVID-Ausbrüchen, die im Mai dieses Jahres begann, zeigen, dass Israelis, die aufgrund einer natürlichen Infektion immun waren, im Vergleich zu Israelis, die nur aufgrund einer Impfung immun waren, weitaus seltener erneut infiziert wurden.

Während der jüngsten Welle […] wurden mehr als 7.700 neue Positivfälle festgestellt, aber nur 72 der bestätigten Fälle wurden bei Personen gemeldet, von denen bekannt war, dass sie zuvor infiziert waren – das heißt, weniger als 1 % der neuen Fälle.

Etwa 40 % der neuen Fälle – oder mehr als 3.000 Patienten – betrafen Personen, die sich trotz Impfung infiziert hatten.

Bei einer Gesamtzahl von 835.792 Israelis, von denen bekannt ist, dass sie sich von dem Virus erholt haben, entsprechen die 72 Fälle einer Neuinfektion 0,0086 % der Menschen, die bereits mit COVID infiziert waren.

Im Gegensatz dazu war die Wahrscheinlichkeit, dass sich geimpfte Israelis nach der Impfung anstecken, 6,72-mal höher als nach einer natürlichen Infektion. Von den 5.193.499 geimpften Israelis haben sich in der jüngsten Welle mehr als 3.000 oder 0,0578 % angesteckt.«

Wie reagierten die Experten im israelischen Gesundheitsministerium auf diese Entwicklung? »Einem Bericht von Channel 13 zufolge hat diese Diskrepanz die Experten des Gesundheitsministeriums verwirrt – und gespalten. Einige meinten, die Daten belegten die höhere Immunität, die eine natürliche Infektion im Vergleich zur Impfung biete, während andere nicht überzeugt waren.«[9]

Die »Experten« sind verwirrt, weil die Daten nicht ihren Erwartungen entsprechen. Andere Experten haben eben dies erwartet. Auch informierte Laien konnten mit dieser Entwicklung rechnen. Die Daten aus Israel stehen nicht allein. Mittlerweile wurden einige Langzeitstudien veröffentlicht, die den Grad der durch natürliche Infektion erworbenen Immunität mit jenem vergleichen, der durch Impfung erworben wird. Auf eine Metaanalyse, die elf Studien auswertet, weist Sciencefiles hin: die Daten beziehen sich auf insgesamt 615.777 Personen aus dem Vereinigten Königreich, Österreich, Dänemark, Israel, Katar und den USA. Alle Studien »kommen zu dem Ergebnis, dass es ein Risiko der Reinfektion nach überstandener Erkrankung, unabhängig von der Schwere der Symptome, so gut wie nicht gibt. Die Rate der Reinfektion variiert zwischen 0 und 1,1%, beträgt im Mittel 0,27%. Das Risiko ist für 65+jährige mit 0,53 etwas höher als mit 0,19 für unter 65jährige. Zwei englische Studien untersuchen das Risiko einer Reinfektion für Insassen von Altenpflegeheimen und kommen zum selben Ergebnis: ein Risiko auf Reinfektion ist so gut wie nicht vorhanden. Zum selben Ergebnis kommen drei Studien unter Angestellten des NHS. Das Risiko, sich abermals mit SARS-CoV-2 zu infizieren, beträgt 0,17 für asymptomatische und 0,08 für symptomatische Fälle.«

Eine der analysierten Studien, die in Katar durchgeführt wurde, untersuchte die Dauer des Immunschutzes nach natürlicher Infektion. Auch nach 7 Monaten fanden die Autoren »keinerlei Hinweis darauf, dass der Schutz gegen SARS-CoV-2« nachließ. »Wer von COVID-19 genesen [ist] oder eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinter sich hat, ist somit über die 180 Tage hinaus, die die Bundesregierung […] als Grenze für Impf-Zertifikate angibt, vor einer Ansteckung geschützt.«[10]

Aufschlussreich ist auch ein Vergleich Israels mit seinen Nachbarländern bezüglich Durchimpfungsgrad, Reinfektionsrate der vollständig Geimpften und Todesfälle unter Geimpften bzw. Ungeimpften.

Die vier neuen Hauptrassen

Vollständig Geimpfte in Israel, Jordanien, Libanon und Palästina

Die vier neuen Hauptrassen

Tägliche neue Positivtests in Israel, Jordanien, Libanon und Palästina

Die vier neuen Hauptrassen

Tägliche bestätigte COVID-19-Tote in Israel, Jordanien, Libanon und Palästina

Noch aufschlussreicher vielleicht ein Vergleich zwischen dem Vereinigten Königreich und Schweden, das ein Jahr lang Prügelknabe der Weltöffentlichkeit wegen seiner angeblich verantwortungslosen Coronapolitik war, während im Vereinigten Königreich bis zum »Freedom Day« am 19. Juli zahlreiche Coronarestriktionen galten und eine Reihe von Lockdowns verhängt worden waren.

Vollständig Geimpfte im Vereinigten Königreich und in Schweden

Vollständig Geimpfte im Vereinigten Königreich und in Schweden

Tägliche bestätigte Positivtests im Vereinigten Königreich und in Schweden

Tägliche bestätigte Positivtests im Vereinigten Königreich und in Schweden

Tägliche bestätigte COVID-19-Tote im Vereinigten Königreich und in Schweden

Tägliche bestätigte COVID-19-Tote im Vereinigten Königreich und in Schweden

Schließlich kommen auch aus Island schlechte Nachrichten für die Gläubigen der Impfkirche: die Insel, auf der nach Auskunft von Elías Eyþórsson vom National University Hospital inzwischen 93% der Bevölkerung geimpft sind, erlebt derzeit ihre größte COVID-19-Welle seit Ausrufung der Pandemie Anfang 2020. Folgte man der propagandistischen These der WHO, die das Erlangen von Herdenimmunität in einer plötzlichen Kehrtwendung im Oktober 2020 zur alleinigen Frucht von Impfungen erklärte, nachdem sie zuvor die etablierte Lehrmeinung vertreten hatte, sie werde durch natürliche Infektionen und/oder Impfungen erreicht, müsste man schier verzweifeln. (Inzwischen hat die WHO diesen Fehler rückgängig gemacht).

Tägliche bestätigte Positivtests in Island

Tägliche bestätigte Positivtests in Island

Angesichts der enttäuschenden Ergebnisse der Impfprogramme (deren Nebenwirkungen hier noch gar nicht thematisiert wurden) werden daher den Geimpften die eben erst gewährten Privilegien schon wieder entrissen. Sie müssen erneut nutzlose Lappen vor dem Gesicht tragen, Abstand wahren, sich einer vollständigen Überwachung all ihrer Bewegungen im öffentlichen Raum unterwerfen usw. Und sie müssen sich ein drittes Mal, ein viertes Mal, möglicherweise bis zum Ende ihres Lebens impfen lassen. Am besten, die Regierungen schließen mit den Pharmakonzernen Aboverträge ab. Softwarekonzerne garantieren durch Abonnements permanente Updates. Bill Gates, der ehemalige CEO von Microsoft, ist offenbar gewillt, dieses Modell auf Impfungen zu übertragen.

Die Impfungen sind sichtlich nicht imstande, jene konsistenten Rassen zu erzeugen, auf deren Existenz das hygienefaschistische Regime angewiesen ist. Um dauerhaft als Angehöriger der privilegierten Rasse zu gelten, sind permanente Updates erforderlich. Der Hygienefaschismus vollbringt das Wunder, eine Rassenordnung zu schaffen, der man nicht aufgrund der Geburt, sondern aufgrund regelmäßiger gentechnischer Eingriffe, also von Züchtung angehört. Das ist wohl bereits eine Form des Transhumanismus. Die Erhaltung der Zugehörigkeit zur Klasse der Privilegierten wiederum ist zu einer Quelle wirtschaftlichen Profits für die Menschenzüchter geworden.[11]

Leider macht die Irrealität der aufgestellten Unterscheidungen im Ergebnis keinen Unterschied. Die ontologischen Kategorien früherer Unrechtsregime – die Klassen und Rassen – waren ebenso fiktiv. Ihre Fiktivität hinderte die selbsterklärten Herrschaftseliten nicht daran, die auf ihnen beruhenden Ordnungen der Ungleichheit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen.

Überlassen wir zum Schluss Giorgio Agamben das Wort, der sich bereits am 20. Mai 2020 in der griechischen Zeitschrift Babylonia wie folgt äußerte:[12]

Wir erleben einen Epochenwandel in der politischen Geschichte des Westens, genauer das Ende der bürgerlichen Demokratie, deren Macht auf Verfassungen, Rechten, Parlamenten und der Gewaltenteilung beruhte. […] Ein aufmerksamer Beobachter kann heute nur schwer feststellen, ob wir in Europa in einer Demokratie leben, die zu immer despotischeren Formen der Überwachung greift, oder in einem totalitären Staat, der sich als Demokratie verkleidet.


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Anmerkungen:


  1. Jenny Perelli, Covid-Zertifikat oder die indirekte Impfpflicht, Telepolis, 2.8.2021, https://www.heise.de/tp/features/Covid-Zertifikat-oder-die-indirekte-Impfpflicht-6152484.html
  2. Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, München 1998, S. 876 f.
  3. OCLA, 2.8.2021, A letter to the unvaccinated, https://ocla.ca/a-letter-to-the-unvaccinated/
  4. OCLA, 2.8.2021, A letter to the unvaccinated, https://ocla.ca/a-letter-to-the-unvaccinated/
  5. Klaus Alfs, Sind Ungeimpfte unsolidarisch? Novo Argumente, 6.8.2021, https://www.novo-argumente.com/artikel/sind_ungeimpfte_unsolidarisch
  6. Michael Maier, Anarchie von oben, Berliner Zeitung, 3.8.2021, https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/anarchie-von-oben-li.174866
  7. Andrea Komlosy, Kipppunkt Grüner Pass – Bewegungsfreiheit am historischen Scheideweg, Nachdenkseiten, 6.8.2021, https://www.nachdenkseiten.de/?p=74934
  8. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html
  9. David Rosenberg, Natural infection vs. vaccination: Which gives more protection? Arutz Sheva, 13.7.2021, https://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/309762
  10. Zitate hier: https://sciencefiles.org/2021/08/06/gegen-alle-empirie-von-covid-genesene-oder-die-idiotie-die-impfzertifikat-geworden-ist/
  11. Dazu der Report Der große Impfstoffraub von The People’s Vaccine Alliance, an dem sich rund siebzig NGOS, darunter Oxfam und Amnesty International, beteiligt haben. Die Untersuchung beziffert den Verkaufspreis des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs auf das 6- bis 24-fache der Produktionskosten. Die Einnahmen der beiden Firmen liegen demnach rund 24 Milliarden US-Dollar über dem Herstellungspreis. Während die Produktionskosten für eine einzelne Dosis zwischen 1,18 (BioNTech/Pfizer) und 2,85 Dollar (Moderna) liegen, nimmt das erstere Konsortium das 6- bis 24-fache ein, das letztere das 4- bis 13-fache. Den niedrigsten Preis in Höhe von 6,75 Dollar pro Dosis für den BioNTech/Pfizer-Impfstoff bezahlte die Afrikanische Union, den höchsten Israel in Höhe von 28 Dollar. Moderna soll von Kolumbien 30 Dollar pro Dosis verlangt haben, von der US-Regierung die Hälfte. Bis zum Mai 2021 hat die Impfstoffproduktion neun neue Milliardäre hervorgebracht, darunter den Chef von BioNTech Ugur Sahin, vier Manager und Investoren von Moderna und drei Manager des chinesischen Impfstoffherstellers Sinovac. Besonders schlecht verhandelt hat den Preis für die Impfungen die EU, die für die ersten 600 Millionen Dosen Pfizer/BioNTech 15,50 pro Stück bezahlte. Zusammen mit dem Aufschlag auf die 460 Millionen Moderna-Impfdosen, beläuft sich der Betrag, den die EU zum Profit der Impfstoffhersteller beigesteuert hat, auf rund 31 Milliarden Euro. Dieser Betrag entspricht 19% des gesamten EU-Haushalts des Jahres 2021. Für die nächsten 900 Millionen Dosen stieg der Preis auf 19,50 Euro. Inzwischen sind die Preise weiter in die Höhe getrieben worden: von Pfizer/BioNTech auf 19,90 und von Moderna auf 21,50 pro Dosis. Die deutsche Bundesregierung und die EU sorgen dafür, dass die Gewinne der Pharmaunternehmen weiterhin sprudeln: sie haben letzte Woche zum wiederholten Male bei der WTO Vorstöße blockiert, die Patente für die Impfstoffe auszusetzen, was es anderen Herstellern ermöglichen würde, die Mondpreise zu unterbieten. Die EU und die Bundesrepublik tragen damit dazu bei, dass in den ärmeren Ländern bisher nur 1,1% der Bevölkerung eine erste Impfdosis erhalten haben. So viel zur lauthals gepriesenen Solidarität. Andererseits könnten die überhöhten Preise auch dazu beitragen, dass der größte Teil der Bevölkerung in den ärmeren Ländern von den schädlichen Nebenwirkungen der Impfungen verschont bleibt. The Great Vaccine Robbery. Pharmaceutical corporations charge excessive prices for COVID-19 vaccines while rich countries block faster and cheaper route to global vaccination, https://www.oxfamamerica.org/explore/research-publications/the-great-vaccine-robbery/
  12. Giorgio Agamben, An welchem Punkt stehen wir? Die Epidemie als Politik, Wien–Berlin 2021, S. 93 f.

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